Der Islam hält die Welt in Atem – die zerfallenden Staaten im Nahen und Mittleren Osten, die Flüchtlingsströme aus den Kriegsgebieten und der blutige Vormarsch des IS sorgen täglich für neue Schlagzeilen. Doch die Verkürzung des Islam auf Religion plus Terrorismus gehört zu den grundlegenden Irrtümern des Westens. Sie durch ein differenzierteres Bild der islamischen Welt und ihrer unterschiedlichen Gesellschaften zu überwinden, das ist die große Leistung dieses Buches
Geschichte (Thema)
Erstmalige Gesamtdarstellung der Geschichte der Lufthansa seit der Gründung 1926
Dieses Werk zeichnet erstmals umfassend die Entwicklung der Lufthansa seit ihrer Gründung 1926 nach - von ihren Pionierzeiten über ihre Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zum Wiederaufschwung nach dem Krieg und ihrem Aufstieg zu einem Global Player der Luftfahrt. Die vorliegende Gesamtdarstellung der bewegten Unternehmensgeschichte basiert auf erstmals ausgewerteten Quellen und beleuchtet neben politischen, wirtschaftlichen sowie technischen Zusammenhängen auch die Markenidentität, die nicht zuletzt durch stets innovatives Design geprägt wurde.
Die Geschichte eines deutschen Vorzeigekonzerns
Mit Adler und Kranich legt der Historiker Lutz Budrass die erste umfassende wissenschaftliche Aufarbeitung der Lufthansa-Geschichte vor: von der geheimen Aufrüstung in der Weimarer Republik über den Einsatz von Zwangsarbeitern im NS-Regime bis zum ersten Flug nach der Wiedergründung 1955. Seine Studie macht deutlich, warum der Lufthansa-Konzern in der Bundesrepublik nicht ohne die Brücke zur Vorgeschichte in der Weimarer Republik verstanden werden kann.
obin Jaspert untersucht Kolonialismus nicht als abgeschlossenes historisches Kapitel, sondern als ökonomische Struktur, die bis heute fortwirkt. Mit einer Kombination aus marxistischer Theorie, Wirtschaftsgeschichte und internationalistischer Analyse – von Kwame Nkrumah über Samir Amin und Mauro Marini bis zu zeitgenössischen Ökonom:innen wie Utsa und Prabhat Patnaik – rekonstruiert das Buch, wie sich koloniale Machtverhältnisse in Währungssystem, Schuldenregime und ungleiche Austauschverhältnisse des 21. Jahrhunderts übersetzt haben.
Ist es möglich, eine andere, wirklich radikale Perspektive zu entwickeln, die den Weg des Kampfes für die Emanzipation der Frauen und der gesamten Menschheit geht?
Eine zündende Schrift zu dieser Frage kommt aus Argentinien. Anhand der Schicksale und Kämpfe konkreter Frauen zeichnet die marxistische Feministin Andrea D'Atri die Geschichte der Frauen- und Arbeiter_innenbewegung von der Französischen Revolution bis zur Queer Theory nach. So werden die historischen Debatten und Ereignisse lebendig und zur Quelle der Inspiration für eine neue sozialistische Frauenbewegung.
Ein Buch für alle, die schon oft nach dem Weg in unsere Zukunft gefragt haben und noch nie eine halbwegs zufriedenstellende Antwort bekamen.
Ein schonungslos ehrlicher, bissig-berlinerischer Weckruf, der Deutschland zur radikalen Generalreparatur auf die Hebebühne hebt – mit klarer Kante, trockenem Humor und dem unmissverständlichen Appell: Ärmel hochkrempeln und gemeinsam anpacken, bevor der Karren endgültig liegen bleibt.
Eine packende Chronik vom Untergang des Dritten Reiches - Das unbekannte Ende der Naziherrschaft
Das »Dritte Reich« ist gefallen - doch die Geschichte steht nicht still. In Flensburg kreuzen sich die Wege von Agenten, Überlebenden und alten Eliten. Zwischen zerfallender Macht und zaghaftem Aufbruch wird verhandelt, getäuscht, geschwiegen - und der Grundstein für erstaunliche Karrieren gelegt. Dies ist die spannende Geschichte einer Zwischenzeit, in der die Konturen der heutigen Welt bereits erkennbar sind.
Das einem Marstheater zugedachte Drama, mit dem Karl Kraus Wesen und Wirklichkeit des Ersten Weltkriegs einzufangen suchte, bildet ungeachtet seines Umfangs, der jedes Theatermaß sprengt, die bündigste Darstellung dieser ersten Katastrophe der europäischen Kultur im 20. Jahrhundert. Im Rückblick sind aber auch die Bedingungen der Möglichkeit des zweiten Weltkriegs zu erkennen.
Info
Einleitung: Die unsichtbaren Architekten
Die gängige historische Erzählung vom Übergang der Antike zum Mittelalter ist oft von dramatischen Brüchen geprägt: dem Fall Roms im Jahr 476, gefolgt von einer als „dunkel“ und formlos imaginierten Epoche, aus der erst im Hochmittelalter die uns vertrauten europäischen Nationen hervortreten. In diesem Narrativ erscheinen die Franken oft nur als einer von vielen germanischen Nachfolgestaaten, deren Reich unter Karl dem Großen zwar eine beeindruckende, aber letztlich ephemere Episode darstellte. Diese Perspektive verkennt jedoch fundamental die prozesshafte und tiefgreifende Rolle, die die Franken bei der Formung des mittelalterlichen Europa spielten. Die vorliegende Untersuchung vertritt die These, dass die Franken nicht bloß ein weiteres germanisches Königreich auf den Trümmern Roms errichteten, sondern die entscheidenden Architekten jener politischen, religiösen, rechtlichen und kulturellen Synthese waren, die das Fundament des mittelalterlichen und letztlich auch des modernen Europa bildet. Ihr Vermächtnis ist kein Intermezzo, sondern die Matrix, aus der die späteren europäischen Nationen hervorgingen – eine Tatsache, die in der öffentlichen Wahrnehmung systematisch unterschätzt wird.
Zu sagen, dass das größte wirtschaftliche Experiment der Geschichte – der Sowjetkommunismus – auch sein größtes wirtschaftliches Scheitern war, ist eine Aussage, die viele für offensichtlich halten. Hier argumentiert Robert Allen in einer verblüffenden Neuinterpretation, dass die UdSSR eine der erfolgreichsten Entwicklungsländer des 20. Jahrhunderts war.
To say that history’s greatest economic experiment—Soviet communism—was also its greatest economic failure is to say what many consider obvious. Here, in a startling reinterpretation, Robert Allen argues that the USSR was one of the most successful developing economies of the twentieth century.