Täter Helfer Trittbrettfahrer. Bd. 19
NS-Belastete aus Unterfranken

Was waren das eigentlich für Leute, die in Unterfranken den Nationalsozialismus am Laufen gehalten haben? Und welche Rolle haben in Unterfranken geborene Nazis im „Dritten Reich“ und beim Holocaust gespielt? Was können wir heute aus der Betrachtung solcher Menschen lernen?

Gerade in Zeiten wie diesen kommt es darauf an, sich klar zu machen, wie die schlimmste Katastrophe in der deutschen Geschichte möglich wurde, auch, was dabei vor Ort und in der Region geschah. 

ISBN 978-3-945893-27-2 2. Auflage 04.03.2025 27,99 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Überarbeitete Ausgabe

Man muss alles daransetzen, dass so etwas nie wieder passiert. Wer das anzweifelt und etwa behauptet, „es sei nicht so oder nicht ganz so schlimm gewesen, der verteidigt bereits, was geschah, und wäre fraglos bereit zuzusehen oder mitzutun, wenn es wieder geschieht.“ (Theodor W. Adorno)

Die Buchreihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“ will das Wissen über Akteure des Nationalsozialismus in Bayern und im heutigen Baden-Württemberg neu hinterfragen. In jedem Band erscheinen 20-25 Biografien verschiedener Autor:innen. Ziel ist, eine möglichst quellengestützte, bewusst faktenbasierte NS-Täterforschung sowie die NS-Regionalgeschichte weiter voranzubringen.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe beim Verlag

Wikipedia (DE): Täter Helfer Trittbrettfahrer

Aus dem Inhalt

Einer Wiederholung der Barbarei entgegenarbeiten
Von Wolfgang Proske
27    Sozialbiologische Erfassung und Menschenzüchtung: Prof. Dr. Karl Astel
Von Uwe Hoßfeld
36    Ein „deutsches Mädel“? Die Karriere der Clementine Gräfin zu Castell-Rüdenhausenim Nationalsozialismus
Von Alexander Wolz
52    Parteikarrierist und Polenhasser: Dr. Oskar Dengel
Von Markus Roth
61    Aufstieg und Fall eines „Bewegungsunternehmers“: Der „Stürmergardist“ Michael Dornbusch
Von Martin Finkenberger
71    „Radikale Opposition gegenüber dem Bestehenden“: Gerbrunns Bürgermeister und Ehrenbürger Otto Fehrer
Von Martin Finkenberger
84    Einer der Leichenbrenner: Hubert Gomerski
Von Anders O. Stensager
94    Generalstabschef im Vernichtungskrieg und Geschichtspolitiker im Dienste der „heiligen Institution des Deutschen Generalstabs“: Franz Halder
Von Esther-Julia Howell
106    „Einer der kleinen Hitler“: Wilhelm Heer, Kreisleiter in Kitzingen, Gerolzhofen und Ochsenfurt
Von Wolfgang Proske
115    „Der Redner (...) war von den Juden und unseren anderen Gegnern sehr gefürchtet“: Dr. Otto Hellmuth
Von Ulf Freier-Otten
132    „Möge Hitler verurteilen, wer will. Ich kann es nicht“: Alfred Jodl
Von Jörg Becker
143    Ein nationalsozialistischer Entwicklungshelfer: der Würzburger Kreisleiter Xaver Knaup
Von Wolfgang Proske
154    Mit einem Funken Menschlichkeit und aufrichtigen Worten des Bedauerns nach 1945: Ludwig Leist
Von Markus Roth
162    Kleines Rädchen im großen Getriebe des KZ Dachau: Engelbert Niedermeyer
Von Wolf-Ulrich Strittmatter
172    Der jüngste Oberbürgermeister im Reich: Ludwig Pösl
Von Pascal Metzger
186    Kriegsfilmer im Dienst von Führer und Nation: Karl Ritter
Von Eggert Blum
195    Ein „nur hineingeschlitterter“ Nazi „in gutem Sinne“? Der Kreis(amts)leiter von Lohr-Gemünden, Eduard Röß
Von Wolfgang Proske
209    Nationalsozialist, aber kein Nazi: Der Schweinfurter Industrielle Willy Sachs
Von Thomas Horling
225    Wer „pflicht- und artvergessen ist, wird rücksichtslos zur Rechenschaft gezogen“: Der Kreisleiter in Marktheidenfeld, Karlstadt und Lohr, Max Sorg
Von Wolfgang Proske und Leonhard Scherg
234    Vom Gestapochef von Belgien/Nordfrankreich zum Amtmann der Bayerischen Grenzpolizei: Franz Straub
Von Joachim Schröder
244    Politischer Drahtzieher, keineswegs nur „Briefträger“: Der „eiskalte Pragmatiker“ Dr. Edmund Veesenmayer
Von Wolf-Ulrich Strittmatter
266    Organisator der Judendeportationen in Mainfranken und „König von Würzburg“: Michael Völkl
Von Herbert Schott
280    „Erheblich vom Lokalmilieu der Arbeiterstadt absorbiert“: Wilhelm Weidling, Kreisleiter von Schweinfurt
Von Wolfgang Proske
288    Journalismus in Diktatur und Demokratie: Dr. Giselher Wirsing
Von Rainer Jedlitschka 

Mediathek

Täter, Helfer, Trittbrettfahrer: NS-Belastete aus dem Allgäu im Gespräch bei Allgäu rechtsaußen
Kempten (Deutschland), 22.12.2021 | Allgäu rechtsaußen YouTube (22.12.2021)

Autoreninfos

Wolfgang Proske (*1954), Dr. phil., seit 1977 Lehrer, 2009-2019 Geschichtslehrer am Abendgymnasium Ostwürttemberg. Studium in Regensburg, Aachen und Bremen; Diplom und Promotion bei Prof. Dr. Imanuel Geiss (Bremen) sowie Prof. Dr. Horst Gründer (Münster). 1980-1982 Entwicklungshelfer beim Deutschen Entwicklungsdienst in Botswana, 1994-1996 Leiter der Deutschen Schule Tripolis/Libyen. Seit 2010 Herausgeber und Autor der Buchreihe „Täter Helfer Trittbrettfahrer“, begründete 2014 den Kugelberg Verlag. 2019 Rahel-Straus-Preis des Vereins „Gegen Vergessen, für Demokratie“, 2021 Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg. Quelle: Kugelberg Verlag

Wikipedia (DE): Wolfgang Proske

Der promovierte Historiker Alexander Wolz (* 1979) ist seit 2021 Leiter des Staatsarchivs Würzburg.

Website (05.05.2026): wuerzburgwiki.de Alexander Wolz

Markus Roth (* 1972) ist ein deutscher Historiker und Sachbuchautor. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut.  (Stand 06.03.2025)

Wikipedia (DE): Markus Roth

Dr. Martin Finkenberger (* 1969), Dr. phil., Studium der Politikwissenschaft, Neueren Geschichte und Romanistik an der Universität Würzburg und der Freien Universität Berlin; Diplom-Politologe (1996); Promotion (2021). Veröffentlichungen zur völkischen und völkische-antisemitischen Bewegung im 20. Jahrhundert. Martin Finkenberger ist Referatsleiter Öffentlichkeitsarbeit im Pädagogischen Austauschdienst (PAD) des Sekretariats der Kultusministerkonferenz Bonn. Quelle: Kugelberg Verlag

Jörg Becker (Jahrgang 1946) ist ein deutscher Politikwissenschaftler mit Schwerpunkt Medien-, Kommunikations- und Informationspolitik. Er arbeitete zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Einrichtung der Friedens- und Konfliktforschung und war anschließend viele Jahre in Forschung und Praxis der Medien- und Informationspolitik tätig. Becker lehrte an verschiedenen Universitäten im deutschsprachigen Raum und war als Gastprofessor im Ausland tätig. Er gründete zudem ein Forschungs- und Beratungsinstitut für Kommunikationstechnologie, das im Bereich Medienanalyse und politische Kommunikation arbeitete. Neben akademischen Studien veröffentlichte er zahlreiche Sachbücher und Beiträge zu Themen wie Medienkontrolle, internationale Informationsordnung und politische Öffentlichkeiten. Darüber hinaus engagierte er sich kommunalpolitisch und war mehrere Jahre Mitglied eines Stadtrats.

Wikipedia (DE): Jörg Becker  | Website: profjoergbecker.de

Vorwort von

Urban Priol (* 1961) ist ein deutscher Kabarettist. Über seine zahlreichen Bühnenprogramme hinaus wurde er insbesondere durch die ZDF-Kabarettsendung Neues aus der Anstalt und andere Fernsehformate bekannt.

Wikipedia (DE): Urban Priol

Erstellt: 18.05.2026 - 07:56  |  Geändert: 18.05.2026 - 08:32