»... dem liberalen Schwindel ein Ende zu machen«
Karl Kraus und Wilhelm Liebknecht 1899/1900

In ihrer »Antipathie gegen das Treiben unserer 'liberalen' Presse« fanden sie 1899 zusammen: Karl Kraus und Wilhelm Liebknecht. Für seine Zeitschrift 'Die Fackel' konnte der erst 25-jährige Publizist den fast 50 Jahre älteren Mitgründer der deutschen Sozialdemokratie in dessen letztem Lebensjahr als Autor gewinnen. Beide legten die Diskrepanz zwischen moralischem Anspruch und der Anpassung an bestehende Verhältnisse offen. Deshalb wandten sie sich sogar gegen die Kampagne für das Justizopfer Alfred Dreyfus. 

ISBN 978-3-89438-869-0 1. Auflage 27.02.2026 14,90 € Portofrei Bestellen (Buch)

Hier sei »das Eintreten selbst für die beste Sache unheilbar compromittirt«, so Kraus. Bereits im ersten Jahrgang der 'Fackel' enthüllte er die Kluft zwischen Friedensbeteuerungen einerseits, tatsächlicher Hochrüstung für einen großen Krieg andererseits. 

Heute ist die Auseinandersetzung mit Doppelmoral angesichts ständig vertuschter innerer Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft ungebrochen aktuell. Diese gelingt, so eine Lehre von Kraus und Liebknecht, wenn sie sich mit Feinden der Aufklärung nicht gemein macht. 

Georg Fülberth geht der Beziehung zwischen den beiden anhand deren Veröffentlichungen 1899/1900 und ihrer Korrespondenz nach, einschließlich bisher unveröffentlichter Briefe.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Wikipedia (DE): Wilhelm Liebknecht

Wikipedia (DE): Karl Kraus

Wikipedia (DE): Dreyfus-Affäre

Wikipedia (DE): Victor Adler

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Georg Fülberth zu Wilhelm Liebknecht – Unterschätzter Revolutionär
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Autoreninfos

Georg Fülberth-Sperling ist ein deutscher Politikwissenschaftler. 

Wikipedia (DE): Georg Fülberth

Autoren

Erstellt: 20.03.2026 - 06:12  |  Geändert: 20.03.2026 - 06:46