Arbeiterbewegung

Arbeit ist unsichtbar. Hrsg. Christine Schörkhuber, Harald Welzer und Robert Misik

Über die Macht der Kooperation, über weinende Arbeiter, übers Ausgebranntsein, über Arbeitsfreude und das Heimwerken: Ein Kompendium über gesellschaftliche, politische und psychosoziale Aspekte der Arbeit und des Arbeitens. Das Wesentliche an der Arbeit ist unsichtbar: Die informellen Regeln am Arbeitsplatz sind ebenso unsichtbar wie die mit der Arbeit verbundenen Gefühle - und auch die Herkunft der Produkte ist unsichtbar geworden. Diese Sammlung erzählt über die Welt der Arbeit: über Arbeitsstolz und emotionale Kompetenz, über Kooperation und Solidarität. Über Hierarchien und Effizienz, über Respekt und Identität und über die politische Geschichte der Arbeiterbewegung.

ISBN 978-3-7117-2068-9     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Clarkton. Von Howard Fast

Wenn ein Fabrikstreik gewalttätig wird, geraten die Nachbarn in einer verschlafenen New England Firmenstadt aneinander.
Es ist 1945, und die Soldaten sind aus Europa und dem Pazifik nach Hause zurückgekehrt, um ihr früheres Leben wieder aufzunehmen. Aber in Clarkton, einer kleinen Fabrikstadt in Massachusetts, wird ein mit hohen Einsätzen ausgetragener Arbeitskampf schnell gewalttätig und verwandelt eine Zeit des Friedens und des Wohlstands in einen blutigen Konflikt, der jeden Bürger mit einbezieht.

Kostenlose Druckversion nemesis.marxists.org

Barrikaden am Wedding. Der Roman einer Straße aus den Berliner Maitagen 1929. Von Klaus Neukrantz

Mit dem Erscheinen der Serie Babylon Berlin hat das Interesse nicht nur an Berlin selbst, sondern insgesamt am Jahr 1929 erheblich zugenommen. Die Serie spielt zur Zeit der Ereignisse des "Blutmai", der im Verlauf immer wieder eine Rolle spielt.
Die filmische Aufarbeitung gibt die Tage um den 1. Mai aus Sicht der Berliner Polizei wieder und deutet an, wie planmäßig das gewalttätige Vorgehen gegen die Arbeiter innen war. Das 1931 erschienene Buch Barrikaden am Wedding beschreibt die Ereignisse aus dem Herz des "Roten Wedding" und der Sicht der kämpfenden Arbeiter innen. Schonungslos wird in diesem Tatsachenroman der heroische Widerstand gegen die wütenden Polizeitruppen beschrieben.

ISBN 978-3-96156-069-1     11,90 €  Portofrei     Bestellen
Kostenlose Druckversion
nemesis.marxists.org

Partisanen einer neuen Welt. Von Murat Cakir

Die Geschichte der Linken in der Türkei ist hierzulande weitgehend unbekannt - zu Unrecht. Denn nur in wenigen Ländern kann auf einen so reichhaltigen Erfahrungsschatz an sozialen Kämpfen zurückgeblickt werden wie in der Türkei. Das Spektrum reicht von Streiks und Fabrikbesetzungen über den Guerillakampf bis zur spontanen Gezi-Park-Rebellion im Jahr 2013 und der Bildung von Volksräten zur Selbstverwaltung in kurdischen Städten. Doch eine Abhängigkeit von Sowjetrussland in den 20er-Jahren, Illusionen in das Militär in den 60er-Jahren, selbstzerstörerische Strömungskämpfe, Abgrenzungsschwierigkeiten gegenüber dem Kemalismus und eine Ignoranz gegenüber dem Selbstbestimmungsrecht der kurdischen Nation führten mehrfach zu tragischen Niederlagen.

ISBN 978-3-9819243-4-3     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Werkausgabe. Von Franz Jung

Die komplette Werkausgabe (14 Bände, 6006 Seiten, gebunden) wurde anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Verlages 2004 als limitierte Sonderausgabe zu einem Preis von nur 199 Euro herausgegeben. Alle Titel sind nach wie vor auch einzeln und in der broschierten Ausgabe zu haben. Pressestimmen zur Franz Jung Werkausgabe "Seit fünfzehn Jahren etwa sorgt die Edition Nautilus mit bewunderungswürdiger Beharrlichkeit dafür, den Schriften Franz Jungs bleibenden Stellenwert zukommen zu lassen. (...) Das, was Jung angeblich anstrebte, jedenfalls wiederholt in seinen Briefen ausdrückte, ist dank dieser Editionsarbeit möglich gemacht worden. Verschwinden kann der Schriftsteller Jung nicht mehr, sein Werk ist zur Kenntnis zu nehmen." DeutschlandRadio

ISBN 978-3-89401-430-8     199,00 €  Portofrei     Bestellen

Max Hoelz: "Ich grüße und küsse Dich - Rot Front!" Tagebücher und Briefe, Moskau 1929 bis 1933. Von Max Hoelz

Max Hoelz: Ein im Vogtland und im Mansfeldischen auch heute noch von Sagen umwobener Name. Sein Leben kann sinnbildlich für den Beginn des "Zeitalters der Extreme" (Hobsbawm) und die Konfrontationen im 20. Jahrhundert stehen: Das Erleben des Ersten Weltkriegs führte ihn vom weißen Kreuz zur roten Fahne. Er wurde zum Rächer der Armen und Erniedrigten. Im Juni 1921 zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt, im Juli 1928 freigelassen, setzt er sich für die Politik der kommunistischen Partei ein und reist Ende August 1929 in die Sowjetunion.

Am 16. September 1933 wird sein Leichnam aus der Oka geborgen.

ISBN 978-3-320-02053-8          Vergriffen
Kostenloser Download PDF

Vom "Weissen Kreuz" zur "roten Fahne". Von Max Hoelz

Die Autobiographie von Max Hoelz ist keine "Memoirenschriftstellerei eines großen Politikers"; sie ist der Lebensbericht eines deutschen Revolutionärs, den die Geschichtsbücher in der BRD wie in der DDR verschwiegen haben. Im ersten Teil seines Buches schildert Hoelz seinen Werdegang vom entrechteten Landarbeiter zum Techniker, sein Leben während des Ersten Weltkrieges und den sehr abrupten, spontanen Politisierungsprozess während der Revolution von 1918/19 und seine Aktivitäten in den Jahren bis 1921. Sein Erfahrungsbericht vermittelt eindrucksvoll den Übergang von passiver Hinnahme gesellschaftlicher Unterdrückung zur bewussten Anwendung von organisierter Gegengewalt.

ISBN 978-3-8015-0037-5     19,50 €  Portofrei     Bestellen
Kostenlose Druckversion
nemesis.marxists.org

Otto Weidt. Von Robert Kain

Der Kleinfabrikant Otto Weidt (1883-1947) betrieb zu Beginn der 1940er Jahre in der Rosenthaler Straße 39 in Berlin-Mitte eine als wehrwichtig eingestufte Besenmacherwerkstatt. Seine Belegschaft bestand überwiegend aus blinden und gehörlosen Juden, die er so vor Verfolgung und Deportation zu schützen versuchte. Für seinen Einsatz wurde er 1971 posthum als "Gerechter unter den Völkern" geehrt.
Weniger bekannt ist das frühere Leben Weidts: In der Kaiserzeit war er in der anarchistischen Arbeiterbewegung aktiv und wurde von der Politischen Polizei überwacht. Den Ideen und Idealen des Anarchismus blieb er aber auch später verbunden. Zeitlebens war er ein strikter Gegner von Militarismus, Nationalismus und staatlicher Bevormundung.
Robert Kain nähert sich zunächst dem Anarchisten Weidt und zeichnet ein detailliertes Bild der anarchistischen Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

ISBN 978-3-86732-271-3     34,90 €  Portofrei     Bestellen

Der Rote Stoßtrupp. Von Dennis Egginger-Gonzalez

Die zeitweilig bis zu fünfhundert Personen umfassende antifaschistische Widerstandsgruppe Roter Stoßtrupp war aufgrund ihrer Bündnispolitik und Existenzdauer durchaus bedeutend, ist aber heute nahezu vergessen. Ein Grund dafür mag sein, dass sie - anders als die "Rote Kapelle" oder die Weiße Rose - weder in Ost- noch in Westdeutschland ins Grundmuster der praktizierten Erinnerungskultur passte.

ISBN 978-3-86732-274-4     34,90 €  Portofrei     Bestellen

Erinnerungen eines deutschen Historikers. Vom schlesischen Auras an der Oder übers vogtländische Greiz und thüringische Jena nach Berlin. Von Walter Schmidt

Der Historiker Walter Schmidt zeichnet in den Erinnerungen seinen Entwicklungsweg von der Kleinstadt Auras an der Oder über Greiz und Jena nach Berlin. Aufgewachsen in einer antifaschistisch orientierten kommunistisch-katholischen Arbeiterfamilie erlebte er den Alltag des Faschismus in einer schlesischen Kleinstadt, arbeitete 1945 in einem Lazarett der Roten Armee und 1945/46 als Müllerbursche bei der polnischen Verwaltung. Nach der Umsiedlung nach Thüringen nutzte er die Bildungsmöglichkeiten der neuen Zeit, machte das Abitur in Greiz und begann das Studium der Geschichte und Russistik bei Hochschullehrern wie Karl Griewank, Reinhold Trautmann, Karl Schrader, und Georg Klaus. Es war die Zeit, in der er zu einem Historiker wurde, der sich der historisch-materialistische Methode verpflichtet sah. In Berlin setzte sich diese Entwicklung fort, als er 1953 Assistent am Lehrstuhl Geschichte der Arbeiterbewegung des Instituts für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED wurde.

ISBN 978-3-86465-112-0     29,80 €  Portofrei     Bestellen

Seiten