Am 15. August haben die Taliban Kabul erobert. Die westlichen Mächte waren überrascht. Der italienische Journalist Massimo Fini beschreibt in seinem Buch, wie der Sohn armer Bauern zum Talibanführer aufsteigt. Des Weiteren wird beschrieben, wie man versucht hatte, die westliche Zivilisation nach Afghanistan zu bringen.
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Der zweite Teilband präsentiert Harichs Schriften zur Kultur, die nach seiner Verhaftung entstanden, darunter beispielsweise der vielkritisierte „Dingo-Aufsatz“. Zum Abdruck kommen zahlreiche weitere unveröffentlichte Aufsätze, Studien und Briefe, auch in Ergänzung zu der Jean-Paul-Monografie im ersten Teilband. Eröffnet wird der Band mit teilweise bisher unbekannten Manuskripten Harichs aus dem Umfeld des Arbeiteraufstands von 1953, als er gemeinsam mit Bertolt Brecht dessen Energie in kulturelle Reformen überführte. Dazu zählt auch der Artikel gegen die Staatliche Kunstkommission.
Ein neuer Blick auf das Wirken von Deutschlands wichtigster Adelsfamilie in den letzten 100 Jahren
"Stephan Malinowski [erzählt] für das große Publikum, wie Mitglieder der Monarchenfamilie zu Steigbügelhaltern Hitlers wurden." Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
Seit über 100 Jahren haben die »Oberhäupter« der Hohenzollern immer wieder mit Juristen, Historikern, Journalisten, Ghostwritern und PR-Beratern zusammengearbeitet, mit deren Hilfe sie das Bild der Familie in der Öffentlichkeit aufpolierten. Nun werden Rollen und Selbstdarstellung der wichtigsten Familienmitglieder von einem der besten Kenner der Materie erstmals analysiert und dargestellt: In einer großen historischen Erzählung zieht Stephan Malinowski den Bogen über drei Generationen von 1918 bis in die Gegenwart und beschreibt das politische Milieu, in dem sich ihre Akteure bewegten.
»Dieses Buch muss als eine vergleichende Studie gelesen werden. Was ich wollte, war, eine bestimmte Zahl von Elementen nebeneinander zu zeigen - das Wissen von den Lebewesen, das Wissen von den Gesetzen der Sprache und das Wissen der ökonomischen Fakten - und sie mit dem philosophischen Diskurs ihrer Zeit in Verbindung zu setzen für einen Zeitraum, der sich vom siebzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert erstreckt.« (Foucault)
Für alle, die wissen möchten, wie die Wirtschaft wirklich funktioniert. Ein Buch, das Tabus bricht und Überraschendes ans Licht bringt, basierend auf aktuellen internationalen Forschungsergebnissen. Mit seinen provokanten Fragen wirft Norbert Häring einen kritischen und unverstellten Blick auf die Welt der Wirtschaft:
- Warum sind Finanzinstitute schon lange zu mächtig, um vernünftig reguliert zu werden?
- Warum sind Kleinanleger für sie so leichte Beute?
- Wie haben die Ökonomen den Vorständen geholfen, ihre Gehälter zu vervielfachen?
- Warum bestimmt vor allem Verhandlungsmacht die Höhe der Löhne?
- Was steckt wirklich hinter den guten Wirtschaftszahlen der USA?
"Jean Pauls Revolutionsdichtung" erschien erstmals 1974 in Ost und West. Das Buch ist Harichs Versuch, die Verbindungen von Philosophie, Literatur und Kultur in Deutschland für das Jahrzehnt der Französischen Revolution zu verdeutlichen. Die Bandbreite der besprochenen Autoren und Theoretiker reicht von Goethe und Schiller bis zu Kant, von Herder bis zu Jacobi. Anhand der drei großen Romane Jean Pauls unternimmt Harich den Versuch einer Rekonstruktion der damaligen Zeit mit ihren Verwerfungen, Ängsten und Hoffnungen.
Mit diesem Buch gedenken wir des 25. Todestags der afrodeutschen Dichterin und Aktivistin May Ayim, die am 9. August 1996 aus dem Leben gegangen ist. Familienmitglieder aus Ghana, den USA und Deutschland sowie Freund_innen, Kolleg_innen und Mitstreiter_innen wie die Schriftsteller_innen Esther Andradi, Cornelia Becker und Vusi Mchunu, der Musiker Linton Kwesi Johnson und der Filmemacher John Kantara u.v.a. schildern persönliche Begegnungen mit May Ayim. Sie beschreiben den Einfluss, den sie auf ihr Leben hatte und bis heute hat, und würdigen so ihr Leben und Werk. Darüber hinaus enthält der Band 20 bislang unveröffentlichte Gedichte, Fundstücke aus dem Nachlass der Autorin, die ein Kleinod der deutschsprachigen Literatur darstellen.
Joe Biden verfolgt die Linie America First genauso wie sein Vorgänger, nur mit anderen Methoden. »Für immer« sollen die USA die führende Kraft in der Welt sein, ist das erklärte Ziel. Der wachsenden Spaltung im Land will er mit »nationaler Versöhnung« und »Respekt« vor den benachteiligten Minderheiten begegnen. Die sind längst zur Mehrheit geworden und Bidens Konzept, durch »mehr Sozialstaat« die Spaltung in immer weniger Gewinner der Globalisierung und eine wachsende Schar von Verlierern erträglicher zu machen, wird scheitern. So lautet die Prognose von Conrad Schuhler. Ebenso wird die Ausrufung eines neuen Kalten Kriegs zwischen den »Demokratien« und den »Autokratien«, wie Außenminister Blinken die neue Systemrivalität nennt, den weiteren Aufstieg Chinas nicht verhindern können.
In einer Kleinstadt an der Saale erlebt die kleine Candida das Ende des Zweiten Weltkriegs und die ersten Jahre der DDR mit dem zugleich träumerischen wie klarsichtigen Blick eines Kindes, das bis in die feinsten Verästelungen des Alltags zu sehen vermag. Diesen Blick, der sich mit staunender Neugier vor allem auf den unmittelbaren Umkreis und das eigene Innere richtet, behält sie auch, als sie Jahre später zum Studium nach Berlin kommt. Unter den offiziell nicht anerkannten, von Armut und politischem Druck bedrohten Künstlern im Osten Berlins, träumt sie von einem anderen Sozialismus - und von Hans, dem Maler ohne Aufträge.
"Du hast da ein Trauma", sagte man zu mir, als es klar wurde, dass es etwas gab, was mich nicht losließ, es war der Suizid meines Vaters kurz vor dem Zweiten Weltkrieg und acht Wochen nach meiner Geburt. Selbstmord in einer Familie ist gar nicht so selten, und in jedem Falle bedrückend. Der Mantel des Schweigens wird oft darüber gelegt. Ein Selbstmord ist auch ein Mord, denke ich, eine Niederlage ist er nicht unbedingt. Die Suche einer Tochter nach einem Kommunisten, Kurier der Komintern, Vorkämpfer für Sozialmedizin, der sich wenige Tage vor dem Beginn des Zweiten Weltkrieges verzweifelt umbrachte.