In 'Schutzgebiet' erzählt Thomas von Steinaecker erzählt von deutscher Geschichte in einer irrwitzigen Montage aus literarischen Bildern, realen Tatsachen und unglaublichen Begebenheiten.
Phantasten, Hasardeure und Glückssucher brechen auf in die deutsche Kolonie Tola, um die afrikanische Steppe aufzuforsten und eine Stadt zu bauen. Auch Henry, Sohn wohlhabender Eltern, landet 1913 als Schiffbrüchiger an der afrikanischen Küste, in jener deutschen Kolonie Tola, und gibt sich unter fremdem Namen als Architekt aus. Er macht die Bekanntschaft des gescheiterten Holzhändlers, der enthusiastischen Käthe, des ambitionierten Offiziers und des opiumsüchtigen Arztes.
Auswanderung (Thema)
Das vermeintliche Paradies...
Im 19. Jahrhundert sind in Zürich, Graubünden, dem Glarnerland und im Aargau Hunger und Elend so groß, dass es zu einer riesigen Auswanderungswelle ins »gelobte Land« Brasilien kommt. Auch im Jahr 1855 begibt sich wieder eine Gruppe von Männern, Frauen und Kindern auf die weite Reise ins vermeintliche Paradies.
»Kindsein in Zeiten des Krieges.«
Krieg und NS-Zeit aus der Sicht eines Kindes. Ein Roman über die Südtiroler Auswanderung und die NS-Verbrechen an Menschen mit Behinderung. Eine Familie aus Südtirol entscheidet sich 1942 im Zuge der »Option» für die Auswanderung ins Deutsche Reich. Der 11-jährige Ludi erzählt von den letzten Tagen im Dorf und der ersten Station im Deutschen Reich: Innsbruck. Auf Anweisung der Ärzte muss sein behinderter Bruder Hanno in eine Anstalt bei Hall gebracht werden. Die restlicheFamilie zieht weiter nach Oberösterreich.
Afrik - so rufen sie ihn, der zurückgezogen in einer Hütte oberhalb von Pfaffenweiler lebt. Das badische Weindorf hatte in Zeiten von Missernten und Hungerkrisen gehofft, seine Armen ein für allemal los zu sein, als es ihnen 1853 die Ausreise nach Algerien finanzierte und ihnen dort ein Paradies versprach - Rückkehr ausgeschlossen. Um das Geld für die Überfahrt aufzubringen, hatte die Gemeinde einen Wald abholzen lassen und die Fläche an Winzer verkauft. Den Weinberg nannten sie Afrika. Doch in Algerien erwartete die Aussiedler Hunger, Krankheit und Krieg. Unter ihnen war auch Franz Xaver Luhr mit seiner Mutter. Er ist als Einziger zurückgekehrt und bereitet nun seine Rache vor ...
Thomas Manns Kampf gegen Nazi-Deutschland als Schriftsteller von internationalem Rang in Amerika.Als Thomas Mann 1938 im amerikanischen Exil eintraf, wurde er mit Beifall empfangen und schon bald als »Hitlers Intimfeind« gefeiert. Es war eine außergewöhnliche Wendung für einen Autor, der im Ersten Weltkrieg noch zum »Gedankendienst mit der Waffe« angetreten war, sich inzwischen aber als internationaler Schriftsteller verstand. In den folgenden Jahren machte Mann geschickt Gebrauch von seinem Ruhm, um in Essays, Reden, öffentlichen Briefen und Rundfunkansprachen Stellung gegen das Nazi-Regime zu beziehen.»
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Inflation, Energiekrise, Krieg in der Ukraine. Eiskalt hat uns die Realität der Globalpolitik eingeholt. Deutschland steht völlig unvorbereitet da. Mit dem Wegfall billiger Energie funktioniert das Geschäftsmodell des Exportweltmeisters nicht mehr. Arbeitnehmer und Unternehmen tragen bereits eine Steuerlast am Limit. Privatvermögen werden aufgeschmolzen. Wie also wehren gegen die aufziehende Krise?
Maximal irritiert vom Treiben der westlichen Regierungen haben hunderttausende Menschen nach Ausrufung des Corona-Ausnahmezustandes im März 2020 ihre europäischen Heimatländer verlassen. Sie konnten die gesellschaftlichen und ökonomischen Verwüstungen, die weitgehende Gleichschaltung der politischen Parteienlandschaft sowie die Angstmache und Hetze der Massenmedien sowie korrupter Wissenschaftler nicht länger ertragen. Sie flohen vor dem Corona-Staatsterror, dem Demokratieverfall , aber auch vor dem beschämend-unterwürfigen Verhalten ihrer Mitmenschen in einer zunehmend als zerrüttet wahrgenommenen Gesellschaft. In diesem Sammelband werden einige Autorinnen und Autoren über ihre Motive berichten, warum sie ihre Heimatländer, zumeist Deutschland, verlassen haben.
Mehr als 100 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Jede Flucht hat ihren Grund. Fluchtursachen, nicht Flüchtlinge müssen bekämpft werden. Wofür sind wir mit unserem Wirtschaftssystem und unserem Lebensstil verantwortlich? Und wozu verpflichtet uns diese Verantwortung? Diesen Fragen geht das Buch nach und macht Vorschläge zur Bekämpfung des Hungers, der Klimakrise und der sozialen Ungerechtigkeit. Zugleich werden die deutsche und europäische Flüchtlingspolitik und die Zustände bei der Abschiebepraxis, an den EU-Außengrenzen und bei der Seenotrettung kritisiert. Hier wird ein humaner Flüchtlingsschutz verlangt - und sehr konkret vorgeschlagen.
Wie soll man »herrlich« sein in einem Land, in dem Korruption und Unterdrückung herrschen, in dem nur überlebt, wer sich einem restriktiven Regime unterwirft? Wie soll man diese Erfahrung überwinden, wenn darüber nicht gesprochen wird, auch nicht nach der Emigration und nicht einmal mit der eigenen Tochter? »Was sehen sie, wenn sie mit ihren Sowjetaugen durch die Gardinen in den Hof einer ostdeutschen Stadt schauen?«, fragt sich Nina, wenn sie an ihre Mutter Tatjana und deren Freundin Lena denkt, die Mitte der neunziger Jahre die Ukraine verließen, in Jena strandeten und dort noch einmal von vorne begannen. Lenas Tochter Edi hat längst aufgehört zu fragen, sie will mit ihrer Herkunft nichts zu tun haben. Bis Lenas fünfzigster Geburtstag die vier Frauen wieder zusammenbringt und sie erkennen müssen, dass sie alle eine Geschichte teilen.
Sie lassen die eigene Familie zurück, um sich um fremde Menschen zu kümmern - die Frauen aus Osteuropa. Daniela ist eine von ihnen. Sie arbeitet in Mailand, rund um die Uhr, ist zuverlässig und liebevoll als Pflegerin und als Kinderfrau. Doch je mehr sie fremden Familien hilft, desto heftiger vermisst sie die eigenen Kinder. Als ihrem heranwachsenden Sohn etwas zustößt, muss sie eine Entscheidung treffen.