Behinderung

Ethos der Inklusion. Eine Spurensuche in der Behindertenrechtskonvention. Von Arnold Köpcke-Duttler

In diesem Buch wird nicht einfachhin ein Loblied auf die Inklusion gesungen, als wäre sie ein hehres Ideal. In den dreizehn Teilen wird nach ihren ethischen Grundgedanken gesucht, ohne dass Konflikte dieser regulativen Idee mit sich selbst und Züge ihrer inneren Gegenstrebigkeit übergangen werden. In der Einleitung wird der interkulturelle Blick geschärft, den gerade die Behindertenrechtskonvention abverlangt. In den folgenden Teilen bildet die Mitte die herausfordernde Idee der menschlichen Würde, wobei Zusammenhänge zwischen ihr und dem Menschenrecht auf Ernährung gedacht werden. Die gegen Armut und Krieg als Verletzungen der konkreten Humanität sich auflehnende Konvention wird dann in ihren Wirkungen auf Montessori-Schulen und auf das Feld der Elementarpädagogik verdeutlicht.

ISBN 978-3-86585-226-7     23,90 €  Portofrei     Bestellen

Ein Mensch wird. Auf dem Weg zur Weltreisenden. Von Alma M. Karlin

Wie wird aus dem mit einer halbseitigen Lähmung geborenen Kind, das laut Aussage der Ärzte sein – kurzes – Leben lang geistig behindert bleiben sollte, eine wagemutige und idealistische Pionierin? Und eine der berühmtesten europäischen Reise­schrift­­stel­­lerin­nen? 1930/31, auf der Höhe ihres Schriftstellerinnenruhms, schreibt Alma M. Karlin eine Autobiografie voller Witz und (Selbst-) Ironie über die ersten dreißig Jahre ihres Lebens – zugleich eine kühne, humorvolle und kritische Betrachtung des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. 1908 entflieht Alma M. Karlin der Enge ihrer Hei­mat­stadt Cilli (Celje) und geht nach London. Dort studiert sie Sprachen und verdient ihren Lebensunterhalt mit Übersetzungen und Pri­vat­­stunden.

ISBN 978-3-932338-69-4     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Der Sinn des Lebens ist gelebt zu werden. Warum unsere Gesellschaft behinderte Menschen braucht. Von Peter Radtke

Dieses schmerzhaft genaue Buch enthält Aufsätze und Vorträge von Peter Radtke. Selbst schwer behindert, denkt er nach über den Begriff der Normalität. Er will wissen, was Selbstbestimmung für Menschen mit einer Behinderung bedeuten kann. Er setzt sich mit der pränatalen Diagnostik und der Palliativmedizin auseinander. Hier werden Fragen der Ethik neu verhandelt – nein, nicht verhandelt, sondern klargestellt.

ISBN 978-3-920821-98-6     vergriffen

Das Zimmer. Von Andreas Maier

Mit einem Bein steht er noch im Paradies, dafür hat die Geburtszange gesorgt. Immer ist er ein Kind geblieben, und wurde doch stets älter, und leben mußte er auch irgendwie. Nun ist er schon dreißig. Ein Tag im Leben Onkel J.s. Es ist das Jahr der ersten Mondlandung. 1969.
Hin- und hergerissen zwischen Luis Trenker, der Begeisterung für Wehrmachtspanzer und den Frankfurter Nutten, wird J. plötzlich als ein Mensch erkennbar, der außerhalb jeden Schuldzusammenhangs steht, noch in den zweifelhaftesten Augenblicken. Einer, der nicht zugreift, weil er es gar nicht kann, während die Welt um ihn herum sich auf eine heillose Zukunft vorbereitet.

ISBN 978-3-518-46303-1     8,99 €  Portofrei     Bestellen

Behinderung und Menschenrechte: Ein Verhältnis auf dem Prüfstand. Von Corinne Wohlgensinger

"Behinderung und Menschenrechte" widmet sich zwei wegweisenden Fragen: Welche Bedeutung hat die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen für das sonderpädagogische Denken und Handeln? Und welcher Stellenwert kommt dem Thema Behinderung in der Menschenrechtsdiskussion zu? Mit der Darstellung von spezifischen Gefährdungslagen von Menschen mit Behinderungen schafft die Autorin die Grundlage für eine Reflexion von Begründungs- und Geltungsansprüchen seitens der Philosophie und Anknüpfungspunkte für die sonderpädagogische Diskussion.

ISBN 978-3-86388-084-2     24,90 €  Portofrei     Bestellen