Ein Mensch wird. Auf dem Weg zur Weltreisenden. Von Alma M. Karlin

Wie wird aus dem mit einer halbseitigen Lähmung geborenen Kind, das laut Aussage der Ärzte sein – kurzes – Leben lang geistig behindert bleiben sollte, eine wagemutige und idealistische Pionierin? Und eine der berühmtesten europäischen Reise­schrift­­stel­­lerin­nen? 1930/31, auf der Höhe ihres Schriftstellerinnenruhms, schreibt Alma M. Karlin eine Autobiografie voller Witz und (Selbst-) Ironie über die ersten dreißig Jahre ihres Lebens – zugleich eine kühne, humorvolle und kritische Betrachtung des beginnenden 20. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkrieges. 1908 entflieht Alma M. Karlin der Enge ihrer Hei­mat­stadt Cilli (Celje) und geht nach London. Dort studiert sie Sprachen und verdient ihren Lebensunterhalt mit Übersetzungen und Pri­vat­­stunden.

ISBN 978-3-932338-69-4     20,00 €  Portofrei     Bestellen

1914 muss sie London wegen des Ersten Welt­kriegs verlassen und lebt danach in Norwegen und Schwe­­den. 1919 bricht sie zu einer achtjährigen Welt­reise durch fünf Kontinente auf. Mit ihrer bislang unveröffentlichten Au­to­­­­biografie ist die ungewöhnliche Welt­reisende wiederzuentdecken. 2010 ins Slowenische übersetzt, erscheint Karlins Autobiografie »Ein Mensch wird« erstmals im deutschen Original, herausgegeben und mit einem Nachwort der Karlin-Biografin Jerneja Jezernik.

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Ein Mädchen mit «unrichtig eingehängten Augen» wird zu einer der berühmtesten Reiseschriftstellerinnen. Alma M. Karlin reiste ab 1919 um die Welt und besichtigte sie dort, wo sie am ärmsten ist. Mit ihren Büchern erreichte sie ein riesiges Publikum. Dann geriet sie in Vergessenheit. Von Karl-Markus Gauss → NZZ 23.01.2021

Lesbe, Spionin und merkwürdige Frau. Alma Karlin bereiste in den 1920ern trotz schwerer Behinderung fünf Kontinente. Ihre Bücher waren Bestseller. Jetzt wird sie wiederentdeckt. Von Doris Akrap → taz 29.07.2018

Presse:

»Dass es dieses Buch überhaupt gibt, ist ein Glücksfall.« Karl-Markus Gauß, NZZ

»Ihre ›kampfreiche Kindheit‹ beschreibt sie ausführlich, mit Humor und Selbstironie als ›geschlossene Kette von Augenblende, Ohrenlascherln, Salzbädern, Thymianreibungen, lästigem Mittagsschlaf, Ärztebesuchen, aufgenötigtem Schabefleisch und Berufungen auf den Sagenhaften Herrn »Es schickt sich nicht!«‹.« Florence Hervé, Junge Welt

»Karlins Stil gibt einem beim Lesen nicht das Gefühl, Verstaubtes aus dem letzten Jahrhundert, sondern hochaktuelle Konflikte so erzählt zu bekommen, wie man sie eben heute erzählt: mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Witz.« Doris Akrap, taz

»... überzeugend, eindrucksvoll, rührend, komisch, liest sich toll ...« Pieke Biermann, Die Literaturagenten, radioeins »

Man will diese Autobiografie nicht mehr aus der Hand legen, weil bis zum Ende spannend bleibt, wie es weiterergehen mag ...« Karin Ballauff, Bücherfrauen-Blog

»Trotz ihrer furchtbaren Kindheitserlebnisse ist ›Ein Mensch wird‹ ein Mut machendes und fesselndes Buch. (Alma Karlins) Kampfgeist zeigt sich auf jeder Seite gemeinsam mit ihrer Feststellung: ›Der Unterordnungsknoten in meiner Schädelbildung war überhaupt ein sehr zurückgebliebener, wenn nicht ganz verkümmerter.‹« Bärbel Gerdes, AVIVA-Berlin.de

»In ihrer Autobiografie, voll geografischer Entdeckungen und historischer Ereignisse, erweist sich Alma M. Karlin (...) als unglaublich stark und erfinderisch.« Susanne Alge, Buchkultur

»›Ein Mensch wird‹ liest sich spannend wie ein Abenteuerroman, geschrieben von einer Frau, die Konventionen nicht anerkannte (...).« Karsten Koblo, aus-erlesen.de

»›Ein Mensch wird‹ ist (...) ein wichtiges Zeitdokument einer Frau, die so gar nicht in das Rollenbild ihrer Gesellschaft passen will.« Annika Grützner und Irine Beridze, Read Ost

»Ihr trockener Humor verband sich wunderbar mit der Fähigkeit, diskret und klar auszusprechen, was dem bürgerlichen Publikum immer noch heikel bis unsagbar galt.« Helmut Kremers, zeitzeichen

»›Ein Mensch wird‹ stimmt einen abenteuerlustig und welthungrig – es ist ein Reisebuch im besten Sinne.« Cornelia Wolter, FAZ

»Ihre Direktheit wird mit ihrer Wortwahl erkennbar, sie erzählt geradezu schonungslos von ihrem Leben und zögert auch nicht, sich selbst zu kritisieren.« Tonia Seibel, damals.de

»(Karlins) Texte bieten einen spannenden Einblick in die damalige Lebenswelten und sind eine Schatzkiste voller kurzer Geschichten und Begegnungen.« Annika Grützner, read ost

Die Autorin auf Wikipedia

 

Erstellt: 05.02.2021 - 08:43  |  Geändert: 05.02.2021 - 08:49

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