Schwarzes Gold. Von Dominique Manotti

März 1973: Nach der Auflösung der French Connection tobt in Marseille ein blutiger Bandenkrieg um die Nachfolge von Mafiaboss Antoine Guérini. In dieser aufgeheizten Atmosphäre wird der dynamische Geschäftsmann Maxime Piéri vor dem Casino von Nizza mit zehn Kugeln hingerichtet. Der Held der Résistance, vormals rechte Hand der Guérini-Brüder und dann zum Frachtreeder konvertiert, scheint seiner Mafiavergangenheit erlegen zu sein. So jedenfalls die bevorzugte Version von Polizei und Justiz, wo man an einer echten Untersuchung nicht interessiert ist.

Mit dem Fall betraut wird der unerfahrene Commissaire Théodore Daquin, der in Marseille seinen ersten Posten antritt.

ISBN 978-3-86754-248-7     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Morduntersuchungskommission: Der Fall Melchior Nikoleit. Von Max Annas

Jena, 1985. Ein junger Mann ist ermordet worden. Ein Punker, so nennen sich diese Gestalten, die vom sozialistischen Staatswesen so schwer auf Linie zu bringen sind. Die Ermittler der Morduntersuchungskommission um Oberleutnant Otto Castorp nehmen schnell den Vater des Opfers ins Visier, einen Antiquitätenhändler mit Westkontakt, der dem Arbeiter- und Bauernstaat feindselig gegenüber steht. Der Ermordete, das weiß Castorp, hatte sich als Informeller Mitarbeiter bei der Staatssicherheit verpflichtet. Zudem scheint der Fall auch mit einer Einbruchsserie in der Stadt zu tun zu haben. Und mit alten Geschichten. Sehr alten, sehr finsteren Geschichten - sie reichen zurück in die Zeit vor 1945.

ISBN 978-3-498-00133-9     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Morduntersuchungskommission: Der Fall Teo Macamo. Von Max Annas

Von Krimipreisträger Max Annas: Der erste große Kriminalroman, der in der DDR spielt. An einer Bahnstrecke nahe Jena wird 1983 eine entstellte Leiche gefunden. Wie ist der junge Mosambikaner zu Tode gekommen? Oberleutnant Otto Castorp von der Morduntersuchungskommission Gera sucht Zeugen und stößt auf Schweigen. Doch Indizien weisen auf ein rassistisches Verbrechen. Als sich dies nicht länger übersehen lässt, werden die Ermittlungen auf Weisung von oben eingestellt. Denn so ein Mord ist in der DDR nicht vorstellbar. Also ermittelt Otto Castorp auf eigene Faust weiter. Und wird dabei beobachtet. Ein eminent politisches Buch nach einem historischen Fall.

ISBN 978-3-498-00103-2     20,00 €  Portofrei     Bestellen 
ISBN 978-3-499-27600-2     11,00 €  Portofrei     Bestellen (Taschenbuch)

Good Morning Auroville. Die utopische Stadt der Morgendämmerung. Von David Klammer

Wie lebt es sich in einem real existierenden Utopia? Einem Ort, in dem es keinen Bürgermeister gibt, keine Polizei, keine Gefängnisse. Wo Geld keine Rolle spielen soll. Und sich der Reichtum der Bewohner nicht durch materiellen Besitz manifestiert, sondern durch gelebte Individualität und Spiritualität. Auroville, gegründet 1968 unter dem Schutz der UNESCO in Südindien als Weltort zur Förderung der menschlichen Einheit, ist eine der letzten intentionellen Gemeinschaften, die nach 50 Jahren immer noch stetigen Zustrom erfährt. Heute leben über 3.000 Menschen aus 50 Nationen in der experimentellen Stadt, die aus hunderten Communities besteht, welche organische Landwirtschaft und Wiederaufforstung betreiben, oder sich dem Integralen Yoga widmen.

ISBN 978-3-946328-38-4     39,95 €  Portofrei     Bestellen

Jeder kann zum Mörder werden. Wahre Fälle einer forensischen Psychiaterin. Von Nahlah Saimeh

Georg T. erstickte seine Frau und verbrannte ihre Leiche auf der Straße. Über die Motive schwieg er. Tanja G. tötete ihre neugeborenen Kinder, versteckte sie im Kleiderschrank. Die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh weiß, dass es meist profane Gründe sind, die aus Menschen Mörder machen: Selbsthass, Eifersucht, Einsamkeit oder Angst. Sie zeigt, wie alltäglich das Böse ist und warum sich eine Gesellschaft gerade deswegen ihre Menschlichkeit bewahren muss.

ISBN 978-3-492-30073-5     11,00 €  Portofrei     Bestellen

Das Evangelium der Aale. Von Patrik Svensson. Rezension von Britta Kiersch

REZENSION 
Das Evangelium der Aale. Von Patrik Svensson   Hanser   ISBN 978-3-446-26584-4

Dieses Buch aus dem Schwedischen ist von einer seltenen Eindringlichkeit und Fülle. Beginnend mit ersten Kindheitserlebnissen erzählt der Journalist Patrik Svensson über Erlebnisse mit seinem Vater beim Aalfischen. Diese kleinen Geschichten reichen fast bis in die Gegenwart und bilden einen gelungenen, sehr persönlichen und feinfühligen Rahmen für all das, was der Autor an interessantem Sachwissen über diesen geheimnisvollen Fisch zusammengetragen hat und wovon er spannend und auf höchstem Niveau erzählt. Er berichtet von Forschern und ihrer Suche, von Küstenbewohnern und ihrer Arbeit, vom unendlich weiten Weg dieses Fisches aus der Sargassosee bis in den kleinsten Tümpel Europas. Dieser seltsame Fisch, der noch immer viele Geheimnisse birgt, wie kaum ein anderes uns bekanntes Tier.

Der letzte Satz. Von Robert Seethaler. Rezension von Britta Kiersch

REZENSION 
Der letzte Satz. Von Robert Seethaler.   Roof Music   ISBN 978-3-86484-657-1

Gustav Mahler befindet sich an Deck eines Schiffes auf der Reise von New York zurück nach Europa. Ein Schiffsjunge bringt ihm Tee, er soll sich um diesen Mann kümmern, der dort so traurig sitzt und er fragt ihn nach seiner Musik, aber der große Komponist erzählt dem Jungen von seinen Erinnerungen, über die Zeit in Wien und wie viel Anstrengung es ihn gekostet hat, dort zu arbeiten und die Musiker zu Höchstleistungen anzuspornen. Er erzählt von seiner Tochter und ihrem frühen Tod und was das mit ihm und seiner Ehe mit Alma, seiner großen Liebe, gemacht hat. Dass Alma und er sich daraufhin immer mehr voneinander entfremdet hatten, bis Alma sich in Gropius verliebte, diesen eingebildeten Schnösel.

Der letzte Satz. Von Robert Seethaler. Gesprochen von Matthias Brandt

»Man kann über Musik nicht reden, es gibt keine Sprache dafür.« An Deck eines Schiffes auf dem Weg von New York nach Europa sitzt Gustav Mahler. Er ist berühmt, der größte Musiker der Welt, doch sein Körper schmerzt, hat immer schon geschmerzt. Während ihn der Schiffsjunge sanft, aber resolut umsorgt, denkt er zurück an die letzten Jahre, die Sommer in den Bergen, den Tod seiner Tochter Maria, die er manchmal noch zu sehen meint. An Anna, die andere Tochter, die gerade unten beim Frühstück sitzt, und an Alma, die Liebe seines Lebens, die ihn verrückt macht und die er längst verloren hat. Es ist seine letzte Reise.

Rezension von Britta Kiersch

ISBN 978-3-86484-657-1     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Herzfaden. Roman der Augsburger Puppenkiste. Von Thomas Hettche. Rezension von Britta Kiersch

REZENSION 
Herzfaden. Roman der Augsburger Puppenkiste. Von Thomas Hettche   Kiepenheuer & Witsch   ISBN 978-3-462-05256-5

Jeder kennt die Augsburger Puppenkiste, aber nicht das Urmel oder der Gestiefelte Kater, nicht Jim Knopf oder Bill Bo sind die Hauptfiguren dieses Buches, sondern die Familie Oehmichen, die hinter dem Mythos der Marionetten steckt, jene Menschen, die sich am anderen Ende der Fäden befinden.

Der Begründer der Puppenkiste Walter Oehmichen, der Oberspielleiter des Augsburger Theaters war, lernte im Krieg das Schnitzen und baute nach dem Krieg das Provisorium mit den hölzernen Türen aus Teilen einer Transportkiste der Deutschen Reichsbahn. Oehmichen wurde nicht entnazifiziert, weshalb er nicht ans Theater zurückkonnte und außerdem war er mittlerweile dem Reiz der Marionetten erlegen. Es geht in dem Roman nicht darum eine dunkle Seite in seinem Leben zu finden, aber natürlich wurzelte die Puppenkiste, die zu einem heißgeliebten Symbol der frühen Bundesrepublik wurde, wie vieles in den Jahren des Neubeginns nach 1945 im „Dritten Reich“.

Herzfaden. Roman der Augsburger Puppenkiste. Von Thomas Hettche

Ein großer Roman über ein kleines Theater: die Augsburger Puppenkiste.

Ein zwölfjähriges Mädchen gerät nach einer Vorstellung der Augsburger Puppenkiste durch eine verborgene Tür auf einen märchenhaften Dachboden, auf dem viele Freunde warten: die Prinzessin Li Si, Kater Mikesch, Lukas, der Lokomotivführer. Vor allem aber die Frau, die all diese Marionetten geschnitzt hat und nun ihre Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte eines einmaligen Theaters und der Familie, die es gegründet und berühmt gemacht hat. Sie beginnt im 2. Weltkrieg, als Walter Oehmichen, ein Schauspieler des Augsburger Stadttheaters, in der Gefangenschaft einen Puppenschnitzer kennenlernt und für die eigene Familie ein Marionettentheater baut. In der Bombennacht 1944 verbrennt es zu Schutt und Asche.

Rezension von Britta Kiersch

ISBN 978-3-462-05256-5     24,00 €  Portofrei     Bestellen

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