Zerfall der Weltordnung
Die Ignoranz des Westens und der Aufstand des globalen Südens
Die globale Ordnung steht vor einem historischen Bruch. Während westliche Staaten an überholten Dogmen festhalten und ihre eigenen Regeln zunehmend selektiv auslegen, fordert der Globale Süden Mitsprache und Gerechtigkeit ein.
Patrick Kaczmarczyk zeigt in Zerfall der Weltordnung, wie marktliberale Ideologien, neokoloniale Strukturen und massive wirtschaftliche Ungleichgewichte über Jahrzehnte Entwicklung verhinderten - und warum der Frust vieler Länder heute berechtigt ist.
Anhand klarer Analysen zu Finanzmärkten, Handelspolitik, Schulden und internationalen Institutionen legt er offen, weshalb das bisherige System ins Wanken geraten ist. Zugleich skizziert er, welche Reformen notwendig wären, um den drohenden Rückfall in internationale Anarchie zu verhindern.
Ein Buch für alle, die verstehen wollen, wie sich die Machtverhältnisse verschieben - und was das für die Zukunft der Welt bedeutet.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags
Artikel des Autors
Es liegt weder an Trump noch am Ukrainekrieg: Der Zerfall der Globalisierungs-Weltordnung: Die gegenwärtige Krise der Weltwirtschaft wird häufig als Abfolge externer Schocks beschrieben: Corona, Ukrainekrieg, Klimakrise. Dabei bleibt ausgeblendet, dass schon der Entwicklungspfad der Globalisierung selbst krisenhaft ist: Nicht nur die sogenannte regelbasierte Ordnung gerät derzeit unter Druck, sondern auch das Narrativ, mit dem die marktliberale Globalisierung jahrzehntelang legitimiert wurde. Darauf hat zuletzt selbst Kanadas Premierminister Mark Carney ungewöhnlich offen hingewiesen. Eine ehrliche Neubewertung muss daher bei den blinden Flecken dieser Erzählung ansetzen. Von Patrick Kaczmarczyk der Freitag 03.02.2026
Die marktliberale Globalisierung ist an ihrem Ende: Kanadas Premier Mark Carney hat in Davos den Zerfall der »regelbasierten Ordnung« klar benannt. Europa sollte nun seine Beziehung zum globalen Süden ändern: Die gegenwärtige Krise der Weltwirtschaft wird meist als Abfolge externer Schocks beschrieben. Ausgeblendet bleibt dabei der strukturelle Kern des Problems: Nicht nur die sogenannte »regelbasierte Ordnung« gerät unter Druck, sondern auch das gesamte Narrativ und die Ideen, mit denen die marktliberale Globalisierung jahrzehntelang legitimiert wurde. Das hat zuletzt auch der kanadische Premierminister Mark Carney beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos ungewöhnlich klar benannt. In einem größeren Rahmen werden diese Implikationen bislang kaum diskutiert. Dabei muss eine ehrliche Neubewertung der Weltlage bei den Defiziten der Globalisierungserzählung ansetzen. Von Patrick Kaczmarczyk Surplus Wirtschaftsmagazin 02.02.2026
Es gibt keinen roten Teppich mehr: Die Ignoranz des Westens und der Aufstand des Globalen Südens: Die Weltordnung zerfällt vor unseren Augen, während wir im Westen verunsichert, ängstlich zuschauen ... Die politischen und ökonomischen Veränderungen, die ein Ausdruck tieferer Umbrüche und Symptome eines kranken Systems sind, machen es schwer, einen adäquaten Begriff für den Zustand der internationalen Ordnung zu finden. Am treffendsten erscheint mir eine Bezeichnung, die der Soziologe Jean Ziegler geprägt hat: die der »kannibalistischen Ordnung«, deren Grundpfeiler »die mörderische Herrschaft des Stärksten, die Willkür des entfesselten Marktes, die Ungleichheit, das Elend und die Entfremdung der Masse« sind. Von Patrick Kaczmarczyk Neues Deutschland 27.01.2026
Rezension
Westliche Selbstzerstörung: Warum der Frust des globalen Südens berechtigt ist: Patrick Kaczmarczyk legt mit seinem neuen Buch eine Analyse der gegenwärtigen globalen Macht- und Wirtschaftsordnung vor. Seine Hauptthese: Wir stehen an einem historischen Scheideweg. Entweder gelingt eine kooperative Neugestaltung der Weltwirtschaftsordnung oder es kommt zu einer neuen Runde harter, sozialdarwinistischer Machtkämpfe zwischen Blöcken, begleitet von immer mehr ökonomischer Entkopplung, militärischer Aufrüstung und regionalen Krisen. Von Leila Dregger Zeitpunkt 21.01.2026
Autoreninfos
Erstellt: 11.02.2026 - 08:13 | Geändert: 11.02.2026 - 08:39
