Künstliche Intelligenz, Big Data und die zunehmende Vernetzung stellen uns vor zahlreiche Herausforderungen. Hauke Behrendt wirft einen moralphilosophischen Blick auf den digitalen Wandel und diskutiert unter anderem die Risiken algorithmengestützter Prognose- und Entscheidungssysteme in Bezug auf Diskriminierung, Privatsphäre und Autonomie. Darüber hinaus fragt er nach der moralischen Handlungs- und Verantwortungsfähigkeit künstlicher Systeme und den damit verbundenen sozialen und politischen Implikationen.
Neu 2025-2.HJ (Thema)
In einem Schüttelreim, so ist zu lesen, werden die Anfangskonsonanten der letzten Silben eines zweizeiligen Verses vertauscht, das heißt: gezielt durcheinander geschüttelt. Was kompliziert zu sein scheint, ist in Wahrheit jedoch ganz einfach oder, sagen wir besser, nicht allzu schwer. Und wer seine ersten Schüttelreime gebastelt hat, kann nicht mehr damit aufhören.
Das Wesen der Ästhetik ist ein Hauptthema des marxistischen Philosophen und Literaturwissenschaftlers Thomas Metscher. Nun legt er seine wichtigsten Schriften dazu in überarbeiteter Fassung in einem Band vor. Metscher spannt einen weiten Bogen ...
Thomas Mann und seine Familie im Exil
Im glühend heißen Sommer 1933 spitzt sich die politische Lage in Europa zu - und die der Familie Mann: Thomas und Katia Mann und ihre sechs Kinder sind nach abenteuerlichen Fluchten im Juni in dem verträumten Hafenort Sanary am französischen Mittelmeer gestrandet. Und jetzt wissen sie alle weder vor noch zurück.
Ein Ort, eine Familie, drei Monate bei dreißig Grad - »Wenn die Sonne untergeht« ist eine große Familienaufstellung:
Kompakte und intelligente Einführung ins Prompting und in LLMs
- Verstehen, wie Large Language Models »denken« und sprechen
- Mit Best Practices und grundlegenden Strategien effektiv prompten
- Mit fortgeschrittenen Prompting-Techniken wie Systemprompts, benutzerdefinierten GPTs und Meta-Prompting zum Profi werden
- Mit externen Tools Prompts schneller schreiben und besser verwalten
- Praxis-Beispiele aus der IT: vom Codieren über Architekturüberlegungen bis zur automatisierten Dokumentation
"Abgeschoben. Ausgegrenzt, unerwünscht und illegalisiert – seit Jahren treffen wir Roma nach der Abschiebung in Serbien. Vor 10 Jahren erschienen die ersten Recherchebände zur Situation in Serbien, Kosovo oder Nordmazedonien. Sie sind Produkt eines interdisziplinären Recherche-Projektes von Anwält:innen, Journalist:innen und Ärzt:innen, alle bleiben!, Landesflüchtlingsräten, unterstützt Pro Asyl.
Das "Dritte Reich" und die Literatur - Helmuth Kiesels meisterhafte Darstellung
"Was sind das für Zeiten, wo Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!" Bertolt Brecht, An die Nachgeborenen
Die Herrschaft der Nationalsozialisten bedeutete für die deutschsprachige Literatur eine beispiellose Herausforderung. Zweieinhalbtausend Autoren, darunter die besten, mussten Deutschland verlassen. Wer blieb und sich nicht auf die Seite des NS-Regimes stellte, war von Verfolgung bedroht. Trotzdem entstanden Werke von großer zeitgeschichtlicher Repräsentanz und hohem literarischen Rang.
In Talkshows, sozialen Medien und Feuilletons wird täglich Kritik geäußert: an Altersarmut, steigenden Mieten, Umweltzerstörung, dem Gender-Pay-Gap oder autoritären Chef:innen. Die Empörung ist allgegenwärtig. Und dennoch verändert sich kaum etwas. Warum bringt Kritik so wenig - obwohl wir so viel davon haben?
Thomas Kobuk nimmt in diesem Essay die Kritik selbst in den Blick.
Rasante Jahre liegen hinter ihm und der Welt, als Max Weber 1920 plötzlich stirbt. Im Krieg war er als politischer Publizist bekannt geworden, der sich liberaldemokratischen Staatsreformen verschrieb. Nach Kräften kämpfte Weber dabei für eine Zentralisierung parlamentarisch kontrollierter Staatsfinanzen - für ein System, das später als »steuerstaatlicher« Standard galt. Dafür halfen Webers tiefe Kenntnisse einer im Wortsinn »politischen« Ökonomie. Denn wie die reichhaltige Literatur meist übersieht: Weber war auch Finanzökonom und Politischer Fiskalsoziologe. Angesichts der Doppelgefahr von revolutionärem Sozialismus auf der einen und reaktionärer Feudalkraft des Hegemonialstaats Preußen auf der anderen Seite standen jedoch 1918/19 die Chancen für eine steuerstaatliche Bundes-Republik schlecht. Umso radikaler stellte sich Weber gegen neuen Raubbau und alten Reichtum. Dieser Aktivismus färbte auf alle Spätschriften ab, wie diese fiskaldemokratische Neuinterpretation aufzeigt.
In diesem Buch kommen elf Zeitzeugen zu Wort: Professoren und Dozenten, die an der Karl-Marx-Universität Leipzig die DDR-Journalistik erfunden und bis zum Ende getragen haben - von Franz Knipping, Heinz Halbach, Werner Michaelis und Fritz Beckert über Hans Poerschke, Karl-Heinz Röhr und Klaus Preisigke bis zu Wolfgang Tiedke, Wulf Skaun, Bernd Okun und Sigrid Hoyer.
Diese Liste deckt alle Zeiträume (von den frühen 1950er-Jahren bis weit nach dem Ende der DDR), alle Positionen (Student, Mittelbau, Professor, Dekan bzw. Direktor) und alle Wege an die Spitze der akademischen Pyramide ab.