Marx, Engels und der Rassismus ihrer Zeit
Der Umgang von Marx und Engels mit Rassismus ist heiß umstritten. Die Positionen reichen von orthodoxen Rechtfertigungen bis zu postmodernen Denunziationen. Beide gehen in der Regel eindimensional vor und beziehen sich auf den kolonial geprägten Gegensatz angeblicher Rassen. Der wird aber nicht mit anderen Formen des Rassismus wie Antisemitismus, Antislawismus oder Orientalismus vermittelt.
Dieses ist die erste Studie, die sich aus marxistischer Perspektive kritisch mit der Haltung von Marx und Engels zum komplexen Rassismus ihrer Zeit befasst und dabei die Vielfalt der zeitgenössischen Rassismen berücksichtigt.
Entsprechende Aussagen werden sozial- und ideengeschichtlich eingebettet, im Hinblick auf ihre Stellung zur marxistischen Gesellschaftsanalyse untersucht und nach den Ansatzpunkten für eine historisch-materialistische Rassismustheorie befragt.
Inhaltsverzeichnis und Leseprobe des Verlags
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen: Dialektik des Fortschritts
2.1. Geschichte und Anthropologie
2.2. Barbaren, Orientalen und Asiaten
2 2.3. Rassen, Klassen und Lumpen
3. Prozesse: Inklusion durch Exklusion
3.1. Geldwirtschaft und ›Judenfrage‹
3.2. Sklaverei und Kolonialismus
3.3. Klassenkämpfe und Rassismus
Bibliographie
Siglen
Literatur