Wirtschaft im Anthropozän
Grundbegriffe der ökologischen Ökonomie
Die wirtschaftliche Nutzung der Erdoberfläche hat Auswirkungen auf das Klima und die Lebensräume von Mensch und Tier. Um ökonomische Zusammenhänge unter diesen Bedingungen zu verstehen, müssen Fachgrenzen überwunden werden.
Oliver Schlaudt vermittelt einer neuen Generation von Ökonom:innen das interdisziplinäre Handwerkszeug für ein selbstständiges Arbeiten im Feld der ökologischen Ökonomie. Auf leicht verständliche Weise führt er Wirtschaftsstudierende in Grundbegriffe und Einsichten aus Philosophie, Natur-, Kultur- und Sozialwissenschaften ein, die für die Erforschung ökonomischer Prozesse in und mit der Natur notwendig sind.
Der Band macht damit die Grundlagen einer Ökonomie im Anthropozän verständlich und richtet sich an alle, die sich für nachhaltiges Wirtschaften und heterodoxe Ansätze interessieren.
Interview
Denkwerkzeuge für eine ökologische Ökonomik im Anthropozän: Im Laufe des Gesprächs unterhalten wir uns unter anderem über die blinden Flecken und die Begriffslosigkeit der neoklassischen Ökonomik, sowie über seine Suche nach Begriffen bzw. Denkwerkzeugen, die es ermöglichen, das Verhältnis von Ökonomie und Ökologie zu begreifen und zu bearbeiten. Exemplarisch stellt Herr Schlaudt in dieser Folge die Konzepte vor: ökologisch ungleicher Tausch, Kipppunkte, Technofixes und energetische Kosten-Nutzen-Rechnung. Viele weitere Denkwerkzeuge können in seinem sehr lesenswerten Buch entdeckt werden. [Podcast 1:30:06] Von Philippe Kersting Plurale Perspektiven im Wirtschaftsunterricht 27.02.2026
Mit „Wirtschaft im Anthropozän. Grundbegriffe der ökologischen Ökonomie“ legt Oliver Schlaudt eines der wenigen deutschsprachigen Lehrbücher zur ökologischen Ökonomik vor. (...) Schlaudt nimmt die Lesenden mit auf seiner Suche nach einem Verhältnis von Wirtschaft und Natur jenseits der neoklassisch-neoliberalen Orthodoxie. Philippe Kersting 12.01.2026
Endlich ein Lehrbuch, das „Wirtschaft im Anthropozän“ erklärt! Oliver Schlaudt versteht sein Buch als Werkzeug zur intellektuellen Selbstermächtigung: „Wir können nicht neutral sein. Wir wollen Studierenden Perspektiven geben, eigene Ansätze zu entwickeln.“ Hochschule für Gesellschaftsgestaltung 13.10.2025
Rezensionen
Gegen die ökonomische Weltvergessenheit: Mit Wirtschaft im Anthropozän legt Oliver Schlaudt ein ambitioniertes Werk vor. Das mehrfach als „Werkzeugkasten für ökologische Ökonomie“ ausgewiesene Buch ist zwar im weitesten Sinne ein Lehrbuch, aber keine klassische Einführung, sondern eine Art Programm für den intellektuellen Neustart: Es will die Disziplin der Wirtschaftswissenschaften inmitten der ökologischen und gesellschaftlichen Krisen der Gegenwart neu aufstellen – nicht zuletzt hinsichtlich ihrer epistemologischen Voraussetzungen. Schlaudt zielt auf eine „Dekolonisierung“ des ökonomischen Denkens, die sich nicht in moralischer Kritik oder in grüner, alternativ-kapitalistischer Reformökonomik erschöpft, sondern bei der erkenntnistheoretischen Fundierung ansetzt. Von Hanno Pahl Soziopolis 28.01.2026
Weitere Stimmen zum Buch
[…] Fazit: Oliver Schlaudt leistet mit seinem tiefsinnigen Entwurf einer „ökologischen Ökonomie“ einen wichtigen Debattenbeitrag, der gerade im Zeitalter der Polykrise besondere Aktualität für sich reklamieren kann. Marcel Remme, lehrerbibliothek – April 2026
Dieses Buch ist für Studierende und Fachleute der ökologischen Ökonomie und verwandter Gebiete von unschätzbarem Wert. Es ist wahrhaft interdisziplinär, greift auf Erkenntnisse der Natur- und Sozialwissenschaften zurück und präsentiert eine Reihe von Konzepten auf äußerst klare Weise, wodurch es einem breiten Publikum zugänglich bleibt. Vor allem aber gehört es zu den wenigen Werken, die evolutionäre, ökologische, politische und kulturelle Elemente zu einem systemischen Ansatz zusammenfassen, der notwendige und realisierbare Alternativen zum gängigen ökonomischen Denken und zu sozialökologischen Herausforderungen aufzeigt. M. Vianna Franco, Dozierendenbewertung
Quelle: utb Verlag
Weiterdenken
Ist mein Ökonomie-Lehrbuch manipulativ? Am Beispiel von Samuelson/Nordhaus' Economics und Mankiw/Taylor's Economics wird der Frage nachgegangen, ob und inwiefern die Vermittlung ihrer Inhalte – also das Wie der Lehre – aus Sicht der Beeinflussungsforschung problematisch ist. Ein Kurs als eine Art Training in kognitiver Selbstverteidigung. Hochschule für Gesellschaftsgestaltung