Politische Geborgenheit
Vor*ankommen in sozialen Bewegungen
Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle in emanzipatorischen sozialen Bewegungen. Das Buch zeigt, wie wir das transformative Potenzial von Geborgenheit im Aktivismus stärken können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren.
»Dieses Buch ist ein soziologisch-philosophisches, wissenschaftlich-aktivistisches Wort- und Bilderbuch. Es geht um Geborgenheit in sozialen Bewegungen, die sich für eine sozial-ökologische Transformation und ein gutes Leben für alle einsetzen. Und es geht um die politische Dimension von Geborgenheit: ...
... Wie verhält sie sich, wenn man sie aus ihrem vertrauten Umfeld zwischen gutbürgerlicher Gemütlichkeit und liebevoller Sicherheit herausoperiert? Was geschieht mit ihr zwischen Klimakrise, Polizeiketten, Grenzzäunen und Aktionsplanungstreffen?
Ich frage in diesem Buch nach Geborgenheitspraktiken in einer krisenhaften Realität und nach dem transformativen Potenzial von Geborgenheit.«
Das Buch basiert auf der Masterarbeit der Autorin.
Inhalt
Teil 1: Ankommen, warten auf Zuspätkommende / erste worte / geborgenheit
Teil 2: War was, ist was, gibt’s was? / krise / gesellschaft
Teil 3: Bewegung nicht vergessen / transformation / soziale bewegungen / programmatische geborgenheit Teil 4: Kapazitätenabfrage / aktivwerden / aktivbleiben
Teil 5: Auffächern / situative geborgenheit / organisierte geborgenheit / materielle geborgenheit
Teil 6: Prozessvorschlag / bausteine / unbeständigkeit
Teil 7: Bedenken / verantwortung / machtverhältnisse / zugang / grenzen / widersprüche
Teil 8: Ergebnisprotokoll / potenzial / geborgenheit zum mitnehmen / abschlussrunde
(...) Wenn wir uns organisieren und in unserer politischen Arbeit füreinander da sind, dann können wir vielleicht auch innerhalb dieser kippenden Welt Orte der Geborgenheit schaffen. (...) Geborgenheit und Politik, das mag vielleicht auf den ersten Blick widersprüchlich wirken. Doch ich glaube, es ist wertvoll, diese beiden Dinge zusammenzudenken. Denn gerade in der derzeitigen politischen Situation, mit all den sozial-ökologischen Krisen, ist es doch noch viel wichtiger, dass wir uns aufgehoben und zuhause fühlen können, oder? Rede von Clara Tempel, Robin Wood, Aktivenunterstützung, auf der 778. Montagsdemo am 20.10.2025 bei-abriss-aufstand.de 22.10.2025
Rezensionen
Voraussetzung und Ziel emanzipatorischer Bestrebungen: Das 2025 beim Verlag Graswurzelrevolution erschienene Produkt ihrer Masterarbeit enthält ganze 30 bunte Bilder der Autorin, die sich damit auch als Künstlerin zeigt. (...) Gleichwohl weist auch Geborgenheit eine Tiefe auf, die zwischenmenschliche Beziehungen, mit gesellschaftlichen Bedingungen und der Ausgestaltung konkreter Räume und Praktiken verbindet. Dies in den Fokus zu nehmen ist für das Vor*ankommen in sozialen Bewegungen sicherlich äussert wichtig. Von paradox-a untergrund-blättle.ch 07.06.2026
Es braucht (Un-)Geborgenheit: Kämpfen und Sorgen: Clara Tempel verbindet gekonnt und visuell greifbar Wissenschaftliches mit eigenen Erkenntnissen: Der Titel lässt aufhorchen: „Politische Geborgenheit“. So lautet Clara Tempels in essayistischem Stil verfasstes Werk. Sollen klassenkämpferisch, umwelt- und klimaschutzaktivistisch oder feministisch geprägte Kämpfe gleichzeitig dafür sorgen, dass wir uns wohl und zugehörig fühlen? Von Gitta Düperthal in: junge Welt, Nr. 276, 21.11.2025 Graswurzel Revolution (11.08.2026)

