Vom Idealismus der Jugend - und dem Erwachen. Der legendäre DDR-Roman, der die »Ankunftsliteratur« begründete.
Drei Freunde wollen vor dem Studium für ein Jahr in einem Industriebetrieb arbeiten, in einer für sie fremden, aufregenden Welt. Ein bisschen Trotz ist dabei im Spiel, viel Idealismus und noch mehr Abenteuerlust. Wie schwierig es werden wird, sich zu behaupten, ahnen sie anfangs nicht. Und dann reagiert jeder von ihnen anders auf die neue Situation: Nikolaus handelt zielstrebig, Recha ist begeisterungsfähig und streitbar, Curt entpuppt sich als Zyniker. Als sich beide jungen Männer in Recha verlieben, muss die sich entscheiden.
Neu 2023-1.HJ (Thema)
Die große Neuausgabe eines der meistdiskutierten Bücher der DDR-Literatur. Das Sensationsbuch erstmals so, wie die Autorin es schrieb. Dank eines Glücksfundes können wir diesen Roman, der aufgrund seiner verblüffenden Modernität derzeit international für Begeisterung sorgt, in einer ungekürzten, politisch ungeschönten Fassung auch hier neu entdecken.
Ostern 1961 erfährt Elisabeth, dass ihr über alles geliebter Bruder in den Westen gehen will, weil er in der DDR keine Zukunft sieht. Was wird bleiben von ihrer Gemeinsamkeit, wenn jeder seinen Idealen folgt? Wenige Tage hat sie noch Zeit, mit Uli zu reden.
Wie Gentrifizierung unsere Städte zerstört und was wir dagegen tun können.
Gentrifizierung - was genau ist das eigentlich? Irgendwas mit Verdrängung in der Stadt? Und können wir etwas dagegen tun? Essayistisch und kurzweilig geschrieben vermittelt Leslie Kern einen umfassenden Überblick zu den Debatten über Gentrifizierung seit den 1950er Jahren: Was umfasst sie, wer profitiert von ihr und wer wird durch sie verdrängt? Wir begleiten die Autorin auf ihren Reisen nach Toronto, New York, London und Paris, wo sie den Mythen und Lügen der neuen Krise der Städte auf den Grund geht und dabei deutlich macht, dass die gewaltvolle Verdrängung eng mit Klassismus, Rassismus und Sexismus verbunden und eine Fortsetzung des kolonialen Projekts ist.
Berlin: Eine junge Frau erzählt von ihrem neuen Job bei einem großen Fernsehsender, von ihrem neuen Chef, ihrem neuen Leben. Sie wirkt glücklich, beseelt, hoffnungsfroh, es klingt gut. Zu gut?
In Los Angeles geht derweil eine Welt unter. Ein Mann, der damit prahlt, als Berühmtheit könne man sich gegenüber Frauen alles herausnehmen, wird Präsident der Vereinigten Staaten. Im Garten des legendären "Chateau Marmont", diesem Nachtspielplatz verwöhnter Hollywood Kids jeden Alters, vertreibt sich eine illustre Bande auf der Flucht vor der Realität die Zeit. Auch der Erzähler ist hier - und Rose McGowan, die Schauspielerin, der man nachsagt, neuerdings irgendwie anstrengend geworden zu sein.
Kurz darauf erschüttert der Weinstein-Skandal Hollywood, und Rose McGowan ist eine der ersten Frauen, die sexuelle Belästigung durch den bis dahin von ganz Hollywood hofierten Filmproduzenten öffentlich gemacht hat. Rose verschwindet, aber sie hinterlässt dem Erzähler eine kryptische Nachricht - oder ist es vielmehr ein Auftrag? Wieso wendet sie sich ausgerechnet an ihn?
Dr. Bodo Schiffmann legt alles offen. Was geht in einem der renommiertesten Mediziner vor, der während der ausgerufenen Pandemie in den deutschen Mainstream-Medien als sogenannter Verschwörungstheoretiker und Volksverhetzer deutschlandweit verunglimpft wurde? War alles Schwindel, ist alles Schwindel? Nicht nur in seiner, bis 2020 von Patienten aus der ganzen Welt kontaktierten Schwindelambulanz? Dr. Bodo Schiffmann richtet sich in diesem Buch positiv in die Zukunft aus und bietet dem Leser anhand seiner Visionen und Überlegungen eine Einladung zum Hinterfragen, Mit-, Selbst- und Weiterdenken. Er gesteht, in wie vielen Punkten er in seinem bisherigen Leben Fehler gemacht und erkannt hat und präsentiert Lösungsvorschläge für die brennendsten Probleme.
Zum 90. Jahrestag der Bücherverbrennung von 1933 erschien, neu bebildert und durchgängig farbig gedruckt, die Neuausgabe von Jürgen Serkes epochalem Buch »Die verbrannten Dichter«. Serke zeichnete die Lebensgeschichten jener exilierten Schriftsteller und Schriftstellerinnen nach, deren Werke von den Nationalsozialisten verbrannt wurden. Die Portraitserie erschien zunächst im STERN und holte vergessene Autoren wie Irmgard Keun, Walter Mehring, Armin T. Wegener, Ernst Toller und Yvan und Claire Goll in das öffentliche Bewusstsein zurück. Serkes Wiederentdeckungen hatten maßgeblichen Einfluss auf die Lektüreinteressen einer Generation von Leserinnen und Lesern in Deutschland. Das Buch führte zu einer Wiederentdeckung der Exilliteratur.
Ein Buch, eine Reise, eine Transformation. Am Anfang scheinen die Probleme unseres Planeten überwältigend groß, die Abgründe beängstigend tief. Die Dürresommer: Normalität. Die Kurve des Kohlendioxidausstoßes: geht steil nach oben. Das Artensterben: beschleunigt sich. Plastikmüll: in jedem Winkel der Erde. Was kann ich als einzelne(r) da schon groß ausrichten? Und warum ausgerechnet ich? Überhaupt: Ist es denn wirklich so schlimm? Ja, ist es und wir können etwas tun! Mit der ersten Seite nimmt das Buch uns mit auf eine Reise in die Welt der Nachhaltigkeit, der wir uns nicht entziehen können. Wir werden mit dem Gesundheitszustand der Erde konfrontiert, erfahren die spannende Geschichte der Nachhaltigkeit seit den Griechen bis heute.
Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte und das Porträt einer jungen Frau, die gegen alle Widerstände ihren Platz in der Welt sucht: Nell Zink schreibt mit drastischer Ironie über die amerikanische Klassengesellschaft.
Bran Thomas hat schon früh gelernt, was Verlust bedeutet. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt, ihre Mutter starb, nachdem sie die Tochter früh bei Verwandten zurückgelassen hat, um tibetische Nonne zu werden. Für ihre Stieffamilie, die eine Gärtnerei betreibt und allerhand krummen Geschäften nachgeht, ist Bran eine billige Arbeitskraft, aber sie ist klug und schafft die Highschool - nur fehlt ihr eine Perspektive.
Kommunismus, darunter versteht Elke Kahr, für Menschen da zu sein, unmittelbar und jeden Tag, im Bus auf dem Weg zur Arbeit ebenso wie im Bürgermeisterinnenzimmer. Kann das funktionieren? Ihre völlig andere Version von Politik, die immer an den Schwächsten Maß nimmt, hat Kahr unter den verwunderten Blicken ganz Europas zur Bürgermeisterin von Graz gemacht. In diesem Buch erzählt sie aus ihrem Leben mitten unter denen, für die sie da sein will, und von ihrer Version, wie in diesen schwierigen Zeiten alles für alle wieder gut werden könnte.
Wer sind wir ohne Arbeit? Was brauchen wir zum Leben? Was macht uns aus? David Schalkos »Was der Tag bringt« ist ein bestechender Kommentar auf unsere sich radikal verändernde Arbeitswelt - ein Roman, komisch und aufwühlend bis zuletzt. Eine brillante Groteske über unsere postpandemische Gegenwart.
Mit unnachahmlichem Witz und Scharfsinn erzählt David Schalko von einem, dem das Leben entgleist und die Gesellschaft abhandenkommt, der um Existenz und Sinn ringt in einer ihm immer fremder werdenden Welt. »Was der Tag bringt« ist ein faszinierendes Psychogramm der Post-Covid-Gesellschaft und ein Text, der die großen Fragen der Zeit mit erzählerischer Leichtigkeit verhandelt.