Hrsg. Martin Dreyfus

Die verlorene Bibliothek
Autobiografie einer Kultur

4. Auflage 30.04.2023 , Deutsch

Als die 1951 in New York herausgebrachte LOST LIBRARY als DIE VERLORENE BIBLIOTHEK. AUTOBIOGRAPHIE EINER KULTUR erstmals in deutscher Sprache erschien, schrieb Walter Mehring über die Entstehung des Buches: „Der Entschluß, die Lebensgeschichte einer Literatur – genauer gesagt: die Fabel einer mir verwandten Bibliothek – zu erzählen, kam mir auf der anderen Erdhälfte in Amerika, auf einer New England-Farm, deren Entlegenheit… mich wieder lehrte, Schritt für Schritt des Gelesenen mich zu erinnern.“

ISBN 978-3-907159-04-0 4. Auflage 30.04.2023 36,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

DIE VERLORENE BIBLIOTHEK zeigt Walter Mehring als den großen Kenner der Weltliteratur. Seine AUTOBIOGRAPHIE EINER KULTUR ist Literatur- und Kulturgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, ist zugleich – und das macht ihren besonderen Reiz und ihre Authentizität aus – e r l e b t e  L i t e r a t u r aus der Feder eines Z e i t g e n o s s e n, der mit der Berliner Dada-Bewegung da-da-i-sierte, zu Herwarth Waldens „Sturm“-Kreis gehörte, Mitbegründer des Max Reinhardt-Kabaretts ‚Schall und Rauch‘ war und mit den „Dichtern und Denkern“ seiner Zeit (streitbaren) Umgang pflegte. Erinnerungen und Begegnungen – und doch nicht nur das.

Walter Mehring nimmt die Werke von Dante, Büchner, Balzac, Hegel, Fichte, Freud u.v.a. aus den Regalen der väterlichen Bibliothek und legt vor dem verblüfften Leser literarische Traditionslinien frei, streitet im Geiste des aufgeklärten Europäers, kommentiert als unbeugsamer Humanist. Dabei ist DIE VERLORENE BIBLIOTHEK kein Werk trocken philosophierender Gelehrsamkeit, sondern ein literarisch-kritisches Feuerwerk, das in seiner Anschaulichkeit, Lebendigkeit und Sprachgewalt in der – europäischen Literatur ohnegleichen ist. (Pressetext) Qelle: walter-mehring.info 16.09.2013

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Inhaltsverzeichnis

„Die verlorene Bibliothek“ – ein aktuelles Buch? Aus dem Arbeitsjournal von Sven j. Olsson: Immer wieder gibt es Sätze in Mehrings „verlorener Bibliothek“, die, wie ein Stein im Bach, den Lesefluß bremsen, einen stocken lassen und bewegen innezuhalten. Sätze, die ob ihrer Formulierung oder ihrer Aussage ein zweites, drittes Lesen erfordern. Sätze, die in ihrer Schärfe weh tun und das Denken herausfordern. Sätze, die über den Zeitpunkt des Schreibens und Erscheinens von bedrückender Aktualität sind. Von Andreas walter-mehring.info 19.01.2016 

Walter Mehring, der Sohn von Siegmar Mehring, dem Redakteur des „Ulk“ und Übersetzer von Walt Whitman, hat von seinem Vater, einem heitern Atheisten mit einem blinden Glauben an die Aufklärung der Menschheit, viel geerbt: die Ironie, die kunstvolle Beschäftigung mit der Lyrik, das Handwerk des Übersetzers, die Verfolgung durch deutsche Staatsoberhäupter und ehrenvolle Gefängnisse oder Konzentrationslager, das parteiische Interesse für die Literatur des 19. Jahrhunderts, und insbesondere ihre skurrilen Sonderlinge, und eine Bibliothek, deren realen und symbolischen Verlust der katastrophentrunkene Walter Mehring in seinem von Rowohlt veröffentlichten Prosabuch „Die verlorene Bibliothek, Autobiographie einer Kultur“ halb beweint und halb begrüßt. Rezension aus „Die Zeit“ vom 1. Januar 1953. Quelle: walter-mehring.info 07.04.2012

“Mehr zu "Die verlorene Bibliothek” im Blog walter-mehring.info

Autoreninfos

Walter Mehring (1896, Berlin–1981, Zürich) war einer der be­deu­tendsten und auch bekanntesten satirischen Autoren der Weimarer Republik. Bereits 1915 veröffentlichte Mehring erste Gedichte in Herwarth Waldens Zeitschrift Der Sturm. Er war Mitgründer der Berliner Dada-Sektion. Für die Veröffentlichung des Gedichtes Der Coitus im Dreimäderlhaus in der dadaistischen Zeitschrift Jedermann sein eigner Fußball stand Mehring vor Gericht. Seine Gedichte aus den frühen 1920er Jahren gehören zu den wesentlichen Werken des Expressionismus. Seither publizierte Mehring regelmäßig in verschiedenen literarischen Zeitschriften, vor allem in der Weltbühne und im Tage-Buch. Er gehörte neben Kurt Tucholsky zu den Gründern des politisch-literarischen Kabaretts in Berlin, verfasste Chansons und Texte für alle namhaften Berliner Kabarett-Theater. Mehring entging nur knapp einer Verhaftung durch die SA, konnte 1941 in die USA entkommen. 1953 kam er nach Europa zurück, wo man ihn schnell »vergaß«.

Wikipedia (DE): Walter Mehring  |  Website (DE): walter-mehring.info

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Erstellt: 27.02.2026 - 09:17  |  Geändert: 27.02.2026 - 09:42