Völkermord / Genozid (Thema)

Ein Völkermord oder Genozid[1] ist ein seit 1946 kodifizierter Straftatbestand in Polen und 1948 durch die Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes ins Völkerstrafrecht eingegangen. Der Tatbestand ist gekennzeichnet durch die Absicht, auf direkte oder indirekte Weise „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“; er unterliegt nicht der Verjährung. Die auf Raphael Lemkin zurückgehende rechtliche Definition dient auch in der Wissenschaft als Definition des Begriffs Völkermord. (Stand: 19.05.2025, Wikipedia)

Wikipedia (DE): Völkermord

Eine Familie erfährt nach 50 Jahren, unter welchen Umständen ihr Sohn beim Genozid in Indonesien 1965/66 getötet wurde und wer seine Mörder waren. Der jüngste Bruder beschließt, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen. Er überwindet die Angst, unter der die Angehörigen und Nachfahren der Opfer bis heute leiden, und tritt den Mördern gegenüber.

Ob sie wusste, dass ihr Bruder an der bestialischen Ermordung ihres Sohnes Ramli vor 50 Jahren beteiligt war, fragt Adi seine Mutter. Sie schaut ihn ungläubig an. Sie hat Angst um Adi, denn der unternimmt das Unglaubliche und befragt die Mörder seines Bruders, die 1965/1966 am Genozid in Indonesien beteiligt waren. Wie wurde Ramli getötet? Was ist damals wirklich geschehen? Die Mörder haben immer noch das Sagen und wohnen mit den Überlebenden, den Familien der Opfer in direkter Nachbarschaft. Die Stille, die seit 50 Jahren über die Gräueltaten herrscht, ist nur eine scheinbare.

Wie der oscarnominierte Vorgängerfilm "The Act of Killing" im Jahr 2012 zeigte, rühmen sich die Killer auch heute noch lautstark ihrer Taten. Aber Adi hofft darauf, dass einige von ihnen bereuen, was sie damals getan haben. Diese menschliche Regung würde es ihm ermöglichen, den Tätern zu verzeihen und mit seinen zwei Kindern in die Zukunft zu schauen.

Adi scheint furchtlos zu sein, doch das Filmteam um Regisseur Joshua Oppenheimer hat strenge Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Man ist auf das Schlimmste vorbereitet, falls einer der mächtigen Männer die Drohungen wahr machen sollte, die vor laufender Kamera mal direkt, mal indirekt ausgesprochen werden.

s.a.  The Act of Killing, 1 DVD von Joshua Oppenheimer

Der vorliegende fünfte Band der Reihe "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" ist im Anschluss an die vorhergehenden, die in chronologischer Reihenfolge die Themen Auschwitz, Hiroschima, Vietnam und Lateinamerika behandelten, nun Palästina gewidmet.

ISBN 978-3-88975-156-0 35,00 € Portofrei Bestellen

Anhand von Beweisdokumenten und Zeugenaussagen des Internationalen Strafgerichtshofs erzählt der Autor die Vorgeschichte und den Ablauf des Dramas von Srebrenica, Europas schwerstem Kriegsverbrechen seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

ISBN 978-3-86854-291-2 45,00 € Portofrei Bestellen
Hrsg. v. Christoph Dieckmann und Babette Quinkert

Der regionale Schwerpunkt dieser Verbrechen lag in Osteuropa. Der Band fragt nach dem Verhältnis von Kriegführung und Massenverbrechen. Da ein wesentlicher Teil dieser Verbrechen während des Krieges eng mit Hunger und selektiver Nahrungsmittelpolitik verknüpft war, wird der Faktor Hunger in diesem Band besonders betont.

ISBN 978-3-8353-1492-4 20,00 € Portofrei Bestellen

Die deutsche Wirtschafts- und Vernichtungspolitik in Weißrußland 1941 bis 1944. Wie kaum ein Gebiet unter deutscher Herrschaft ist Weißrußland im Zweiten Weltkrieg zerstört und die Zahl seiner Bevölkerung durch brutale Mordaktionen dezimiert worden.

ISBN 978-3-930908-63-9 25,50 € Portofrei Bestellen

Der Band enthält 200 grundlegende Quellen zum Ostkrieg und den dort verübten Kriegsverbrechen aus allen einschlägigen internationalen Archiven: von Moskau, Kiew und Minsk bis Berlin und zum Militärarchiv Freiburg.

ISBN 978-3-534-24890-2 59,90 € Portofrei Bestellen

Bereits einen Tag nach Beginn des Unternehmens Barbarossa setzen die Ereignismeldungen UdSSR ein, die fast täglich im Reichssicherheitshauptamt zusammengestellten Berichte über die Tätigkeit der Einsatzgruppen in der Sowjetunion.

ISBN 978-3-534-24468-3 59,90 € Portofrei Bestellen