Der Buchhändler von Gaza
Roman
Ein warmherziger Roman über Flucht, Hoffnung und die Kraft der Literatur
Von einem Mann, den die Literatur am Leben hält
Gaza-Stadt 2014: In einer versteckten Gasse stößt der Fotojournalist Julien auf einen alten Mann, der inmitten von Büchern lebt. Nabil Al Jaber öffnet seine Buchhandlung mit Tagesanbruch, liest auf ihrer Schwelle und schenkt denen, die zu ihm kommen, ein eigens für sie ausgewähltes Buch.
Als Julien den Sechsundsechzigjährigen fotografieren will, ermahnt dieser ihn, sich erst die Geschichte seines Lebens anzuhören. Ein Leben, das während der Nakba begann und für das Schicksal eines ganzen Volkes steht. Nabil erzählt von Flucht und Vertreibung, von einem dem Elend abgetrotzten Glück - und von der Literatur, die ihm Halt und Hoffnung gab.
»Der Buchhändler von Gaza« gleicht einem kleinen Wunder - ein warmherziger, lebenskluger, tief berührender Roman.
Rezension
Die Erzählung ist berührend, aufwühlend, macht traurig und zornig, zumal sie in der zweiten Person Singular geschrieben ist. Zwar erzählt Julien von der Begegnung mit Nabil (der dann zum Ich-Erzähler wird), spricht aber mit dem »Du« direkt die Leser an, die sich sofort am Ort des Geschehens wiederfinden und alles wie mit eigenen Augen sehen. Dabei entfaltet Benzines Sprache einen gleichzeitig gespenstischen, erschreckenden und poetischen Sog, der vom ersten Satz an fesselt und nicht wieder loslässt. Gleich die ersten Sätze stoßen die Leser in die palästinensische Realität. (Die Handlung setzt 2014 an, ist aber absolut aktuell.) Von Wolfgang Mebs Schreibelust Leselust 17.03.2026
Pressestimmen
„Rachid Benzines Sprache ist bilderreich und eindringlich. Kaum eine Seite bleibt ohne einen Satz, der nachhallt.“ Schwäbische Zeitung
„Ein kraftvolles Buch, das berührt, erschüttert und nachwirkt – weil es daran erinnert, dass Lesen, mitten im Chaos, ein zutiefst menschlicher Akt des Widerstands sein kann.“ Frankfurter Neue Presse
„So wie sich der Buchhändler entlang der Schicksalsschläge mit Lektüre aufrecht hielt, so sehr beschwört dieses Buch universelle Gemeinsamkeiten, die durch Lektüre, durch die Rezeption von Weltliteratur entstehen können.“ Deutschlandfunk Kultur - Lesart
„In einer Welt, in der Bomben das letzte Wort beanspruchen, setzt dieser Roman auf das leise, beharrliche Gegenwort der Bücher.“ Badische Neueste Nachrichten
„›Der Buchhändler von Gaza‹ ist ein literarisches Kleinod. Klein nur wegen seiner Kürze, sprachlich virtuos, voll menschlicher Wärme, eine Hommage an die Literatur.“ schreiblust-leselust.de
»Ein Roman von brennender Aktualität.« Ouest-France | »Ein notwendiges, unerlässliches Buch!« Trames
»Dieser aufwühlende Roman ist eine Hommage an die Menschen von Gaza, die alles verloren haben.« Libération
»Ein kurzer Roman, der die lange Geschichte der palästinensischen Tragödie erzählt, eine humanistische Fabel. Dieses Buch entfaltet seine Kraft in seiner Einfachheit.« France Culture
»Rachid Benzine ist ein Mann des Friedens und ein großer Schriftsteller.« Le Parisien
Autoreninfos
Übersetzt von
Andreas Jandl übersetzt aus dem Französischen und Englischen, vor allem Belletristik und Dramatik, darunter Texte von David Diop, Élisa Shua Dusapin und Dara McAnulty. Jandl wurde 2017 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis (zusammen mit Frank Sievers) und 2021 mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.