Bürgertum

Der Platz. Von Annie Ernaux

Annie Ernaux schreibt die objektive Biographie ihres Vaters. Dabei wird sie zur genauen Beobachterin der Verhältnisse, aus denen sie stammt. Das Erscheinen von Der Platz 1983 markiert einen Einschnitt in der französischen Literatur - diese neuartige Form der Selbstbetrachtung ist der Glutkern der Autofiktion.
Ihr Vater stirbt, und Annie Ernaux nimmt das zum Anlass, sein Leben zu erzählen.

ISBN 978-3-518-22509-7     18,00 €  Portofrei     Bestellen

Amerikanisches Idyll. Von Philip Roth

Newark, New Jersey: Seymour Levov, Leiter einer weltberühmten Handschuhfabrik, lebt zufrieden mit seiner Frau Dawn und seiner Tochter Merry. Als die verwöhnte Merry in den Untergrund gerät und sich an einem Bombenanschlag beteiligt, bei dem ein Mensch getötet wird, bricht die Idylle zusammen. In großartigen, unvergesslichen Szenen beschreibt Roth, wie sich der amerikanische Traum vom erfolgreichen, glücklichen Leben jäh in einen Alptraum verwandelt.

ISBN 978-3-446-26237-9     16,00 €  Portofrei     Bestellen

"Es war ein harter Kampf um meine Erinnerung." Ein Lebensbericht aus der RAF. Von Margrit Schiller

Margrit Schiller reflektiert kritisch und mit einer fast schmerzhaften Aufrichtigkeit ihre Jahre in der RAF, sie schildert eindrucksvoll die Isolationshaft im Toten Trakt, die Hunger- und Durststreiks der politischen Gefangenen und die gnadenlose Härte des Staates gegen die Mitglieder der RAF. Ihre Sicht der Geschehnisse bedeutet keine Abrechnung mit der RAF, ist aber auch für eine Mythenbildung nicht geeignet.

ISBN 978-3-89458-256-2     17,00 €  Portofrei     Bestellen

Wirtschaftsverbrechen und andere Kleinigkeiten. Gerd Bedszent

Der Mainstream der historischen Forschung schildert die Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft als Ergebnis von Aufklärung, bürgerlichem Fleiß und technologischem Fortschritt, eines Aufbruchs kühner Denker aus der Finsternis religiöser Dogmen.
Gerd Bedszent zeigt in seinem Buch anhand mehrerer Beispiele, wie der Kapitalismus seine Wurzeln aber auch in unverblümtem Diebstahl von Gemeineigentum, in der Zerschlagung vorhandener Wirtschaftsstrukturen, in brutaler Enteignung und Ausrottung vormodern lebender Völkerschaften hat. Und wie die Konstituierung bürgerlicher Nationalstaaten stets von räuberischer Enteignung, von Zwangsarbeit, Krieg und Massenmord begleitet war.

ISBN 978-3-939816-46-1     14,90 €  Portofrei     Bestellen

Die Tagebücher III (1811-1816). Von Ferdinand Beneke

Die Beneke-Tagebücher gehören zu den umfassendsten und fesselndsten Dokumenten zur Kultur und Lebenswelt des Bürgertums zwischen Französischer Revolution und Vormärz. Ferdinand Beneke führte von 1792 bis 1848 täglich und detailreich Tagebuch, registrierte politische Ereignisse, reflektierte Zeitströmungen, rezipierte die aktuelle Literatur und beschrieb Alltag und gesellschaftliches Leben. Überdies fügte er seinen Tagebüchern unzählige Beilagen, Briefwechsel und Manuskripte hinzu.
Eine einzigartige Quelle der Kulturgeschichte des Bürgertums zwischen Aufklärung und Romantik.

ISBN 978-3-8353-0912-8     128,00 €  Portofrei     Bestellen

Die Tagebücher I (1792-1801). Von Ferdinand Beneke, Herausgegeben von Frank Hatje, Ariane Smith, Juliane Bremer, Frank Eisermann u.a.

Die Beneke-Tagebücher gehören zu den umfassendsten und fesselndsten Dokumenten zur Kultur und Lebenswelt des Bürgertums zwischen Französischer Revolution und Vormärz. Ferdinand Beneke führte von 1792 bis 1848 täglich und detailreich Tagebuch, registrierte politische Ereignisse, reflektierte Zeitströmungen, rezipierte die aktuelle Literatur und beschrieb Alltag und gesellschaftliches Leben. Überdies fügte er seinen Tagebüchern unzählige Beilagen, Briefwechsel und Manuskripte hinzu. Die Lektüre der Beneke-Tagebücher wird so zu einer im weitesten Sinne kulturgeschichtlichen Exploration ihrer Epoche, zur Erkundung einer Gesellschaft im Übergang, eingeschrieben in ein facettenreiches Bürgerleben.
Eine einzigartige Quelle der Kulturgeschichte des Bürgertums zwischen Aufklärung und Romantik.

ISBN 978-3-8353-0878-7     98,00 €  Portofrei     Bestellen

Europas Zivilgesellschaft in der Wirtschafts- und Finanzkrise. Hrsg. Jochen Roose, Moritz Sommer und Franziska Scholl

Der Sammelband beleuchtet unterschiedliche Perspektiven auf zivilgesellschaftliche Akteure in der europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise und ordnet diese theoretisch ein. Dabei geht der Blick auf zivilgesellschaftliche Aspekte in seiner ganzen Breite. Er betrachtet Dynamiken der öffentlichen Auseinandersetzung, zivilgesellschaftliche Resilienz mit (oft lokalen) Initiativen zur Bearbeitung der Krisenfolgen und transnationaler Solidarität sowie Proteste, Protestorganisationen und Protestparteien. Dabei richtet sich der Blick auf die südlichen Krisenländer, aber auch auf Deutschland. Insbesondere gehen aktuelle Ergebnisse derzeit laufender, zum Teil international vergleichender Forschungsprojekte in den Band ein.

ISBN 978-3-658-20896-7     44,99 €  Portofrei     Bestellen

Gegen die Welt. Von Jan Brandt

Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen. In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen.

ISBN 978-3-8321-9628-8     22,99 €  Portofrei     Bestellen 
ISBN 978-3-8321-6218-4     12,99 €  Portofrei     Bestellen (Taschenbuch)

Karl Marx. Von Wolfgang Korn

Wer war Karl Marx wirklich - der Mann mit Rauschebart und Löwenmähne? Verführer der Arbeitermassen, dessen Traum in eine kommunistische Diktatur führte? Oder Ergründer der modernen Welt, deren entfesseltes Wirtschaftssystem unser heutiges Leben bestimmt? Der wirkliche Marx war kein Vorbild und Modell für Denkmäler, denn er war eher klein, ständig krank und zudem extrem rechthaberisch. Bei der Revolution von 1848 scheiterte er kläglich. Seine Theorien aber haben die deutsche Geschichte und Politik geprägt - und sie leben fort.

ISBN 978-3-446-25870-9     19,00 €  Portofrei     Bestellen

DENN SIE WISSEN WAS SIE TUN: ein deutscher Justizroman. Von Ernst Ottwalt

Kleinbürger und Kleingeist Dickmann sitzt auf einem Richterstuhl in der ihm verhassten Weimarer Republik. Schon der Vater war Landgerichtsdirektor in der Kaiserzeit. Landgerichtsrat Dickmann verteidigt das Recht und vor allem seine Auffassung davon. Als Jura-Student und Mitglied einer schlagenden Verbindung fechtet er Mensur und treibt seine schwangere Geliebte zur Engelmacherin. Die junge Frau stirbt, aber die Karriere geht weiter. Dickmann fällt seine Urteile - nicht immer über Zweifel erhaben, aber grundsätzlich gilt: im Zweifel für sich selbst. Es gibt keine Gleichheit vor dem Gesetz. Die Kleinen hängt man und die Großen lässt man laufen: Rechts vor links und reich vor arm.

ISBN 978-3-946990-12-3     25,00 €  Portofrei     Bestellen
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