Wutkultur. Von Bernd Stegemann

Wutbürger und ihre empörten Schwestern bestimmen den Alltag. Desintegrierte fühlen sich beleidigt, Aktivistinnen sind entsetzt über die Langsamkeit der demokratischen Prozesse, und in den sozialen Netzwerken toben die Erregungsvirtuosen. Je stärker die Zersplitterung der Gesellschaft voranschreitet, desto mehr Gruppen und Individuen kämpfen um die knappe Ressource Anerkennung. In der Spätmoderne ist die Politik der Kränkung beherrschend geworden. Wut ist eine allen Menschen vertraute Emotion und ihre individuelle und gesellschaftliche Einhegung ein mühsamer Lernprozess. Ist die Wut grenzenlos, droht der gesellschaftliche Kollaps. Erlahmt sie, droht Stillstand.

ISBN 978-3-95749-341-5     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Bernd Stegemann zeigt in seinem brillanten Essay, wie eine Wutkultur die Balance zwischen Produktivität und Negativität finden muss, damit wir in den Stürmen des 21. Jahrhunderts nicht untergehen.

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Presse:

„Bernd Stegemann hat aus der Sicht eines weißen Mannes über Wutkultur geschrieben und liefert viele gute Positionen. Die Wichtigste ist: dass hinter all den Forderungen, die im Moment scheinbar zu laut vorgetragen werden, nur eines steht: Alle sollten die gleichen Rechte haben. Gleich im Ansehen, in der Wertung, die gleichen Chancen, sich ausbeuten und unterdrücken zu lassen.“ Sibylle Berg, DER SPIEGEL

„Stegemann schreibt schnell, flott und frech. Die Beispiele, mit denen er Thesen untermauert, sind manchmal beinahe schlicht, aber immer klar. Der Polemiker kann sehr sachlich argumentieren – und er wird sich schon freuen auf die Wut, die sein Blick auf die Kultur der Wut absehbar auslösen wird.“ Deutschlandfunk Kultur

Der Autor:

Bernd Stegemann ist Dramaturg am Berliner Ensemble und Professor für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Er ist Herausgeber der Ausbildungsreihe „Lektionen“ bei Theater der Zeit und hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Kunst des Theaters und Dramaturgie des öffentlichen Sprechens verfasst.

Der Autor auf Wikipedia

 

Erstellt: 13.09.2021 - 07:41  |  Geändert: 13.09.2021 - 07:42