Menschheit im Schuldenturm. Das Privatbankwesen hat die Weltwirtschaft gekapert — solange die Zusammenhänge kaum bekannt sind, wird sich die Überschuldungsdynamik fortsetzen. Von Manova 20.11.2025
Geld (Thema)
Die Ökonomen rätseln seit Jahrzehnten über die Frage, ob und wie sich Volkswirtschaften, die, obwohl sie miteinander Handel treiben, in ihrer monetären Politik möglichst unabhängig bleiben können. Heiner Flassbeck zeigt in dieser grundlegenden Arbeit, die er für diese Neuauflage ausführlich kommentiert hat, dass das nicht möglich ist. Wer Handel treibt, muss auch im Bereich des Geldwesens eng kooperieren. In einem Nachwort erläutert er, was in dieser Hinsicht in Europa schief gelaufen ist.
Europäische Geldpolitik funktioniert nur abgestimmt.
Revolution oder Evolution? Konsumwahn, Stress, Verdummung, Umweltzerstörung, Nationalismus, Kriege, Ungerechtigkeit, Migration, Ausgrenzung, Vereinsamung - dies sind nur einige Aspekte unserer globalen Wirklichkeit. Um die Fehlentwicklungen und Missstände unserer Evolution auf Dauer überwinden zu können, brauchen wir einen tiefgreifenden, vielleicht sogar radikalen Systemwechsel. Das hier skizzierte Modell der "Gesamtgesellschaftlichen Modernen" stellt sich dieser Herausforderung. Lieberg erarbeitet eine konkrete alternative Gesellschaftsoption.
Das Vertrauen in unsere Währungen sinkt: Die Zentralbanken fluten die Finanzmärkte mit billigem Geld. In Deutschland boomt die Wirtschaft, während in anderen Euro-Ländern hohe Arbeitslosigkeit und Staatspleiten drohen. Kann ein System mit Niedrigzins, Deflationsgefahr und geliehenem Wohlstand dauerhaft bestehen oder sollte eine Suche nach alternativen Geldsystemen beginnen? Schließlich haben Menschen seit jeher auch andere Tausch- und Finanzsysteme verwandt. Und: Heute sind Miles & More-Punkte, realer Warentausch oder digitale Währungen wie Bitcoins bereits Realität.
Werden Kryptowährungen wie Bitcoin die Welt so grundlegend verändern wie das Internet? Oder sind sie nur eine Blase? Nach "Kryptopia" zieht es momentan sowohl die klügsten als auch die wirrsten Köpfe aus aller Welt. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Branchen und wetten darauf: Kryptopia hat das Potenzial, unsere Wirtschaft zu revolutionieren und die Macht von Regierungen in Frage zu stellen.
Wir leben in einem parasitären System. Darin ist die schnelle Mitnahme von Gewinn, Shareholderdividenden und Bankerboni attraktiver als das Schaffen von Wert, als der produktive Prozess, der eine gesunde Wirtschaft und Gesellschaft antreibt. Wir verwechseln die Schöpfer mit den Abschöpfern und haben den Blick dafür verloren, was wirklich Wohlstand schafft.
Über zehn Jahre hinweg sprechen Enkelin und Großeltern über Politik, Liebe, Freundschaft, Literatur, Emanzipation, Sex, Geld, Erfolg, Enttäuschungen und Verrat. Es beginnt im Sommer 1998. Die Enkelin ist 25, wird gerade Journalistin und fängt an, ihre Großeltern über die Vergangenheit zu befragen. Es geht um die Herkunft und die Familie, um die Zeit des Nationalsozialismus und die DDR - aber auch immer wieder um das, was heute ist. Über die Jahre entwickelt sich so ein Dialog der Generationen.
Zwei Generationen, zwei Wirklichkeiten.
Gottfried Kellers zornigstes Buch, schon seit längerem in keiner Leseausgabe mehr greifbar und nun in der Kollektion von Peter von Matt endlich wieder zugänglich, ist von verblüffender Aktualität: in einer Zeit, in der die demokratische Ordnung gesichert scheint, verbreitet sich wildes Spekulationsfieber, ein Taumel der Bereicherung einzelner auf Kosten aller. "Martin Salander" ist zugleich politisches Testament, verschlüsselte Autobiographie und die hellsichtige Abrechnung mit einer verlogenen Politik und egoistischen Geschäftemacherei.
Unser heutiges Geld- und Bankensystem beruht immer noch auf dem 500 Jahre alten fraktionalen Reservesystem, das für Metallgeld konzipiert wurde. Heute ermöglichen die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien neue Zahlungspraktiken und den immer schnelleren Umlauf von unbarem Geld, das eigentlich nur eine Forderung auf Geld darstellt und physisch gar nicht mehr existiert. Der Kreditmechanismus zur Schöpfung von unbarem Geld durch die Geschäftsbanken kann zu bedeutenden Extragewinnen, aber auch zu gefährlichen Schieflagen der Geschäftsbanken führen, die weit über den Bankensektor hinauswirken und die gesamte Gesellschaft bedrohen.
Wirtschaftlich betrachtet geht es Deutschland blendend. Dennoch ist die kollektive Gefühlslage in unserem Land bedrückend. Fast 90 Prozent aller Deutschen glauben, unser System sei krank und befürchten, dass wir auf einen riesigen Abgrund zulaufen.
So diffus und vage die Ängste im Einzelnen sein mögen, sie sind berechtigt: In den vergangenen Jahren haben sich massive Fehlentwicklungen in die Wirtschaft, die Politik, das Finanzsystem und die kollektive Mentalität unserer Gesellschaft hineingefressen. Für die Zukunft ist Deutschland denkbar schlecht aufgestellt - insbesondere für die digitale Revolution, die größte Umwälzung der Menschheitsgeschichte. Politiker, Banker und Manager sind drauf und dran, den Wohlstand unseres Landes systematisch zu verspielen.
Der autobiografische Bericht von einem Mann voller Rätsel - von einem Juden aus Baku am Kaspischen Meer, der zum Muslim wurde. Essad Bey war zu seiner Zeit ein weltbekannter Orientexperte und faszinierend - schillernder Bestsellerautor. Aiserbaidschan und die Region am Kaspischen Meer - seit dem Ölrausch Mitte des 19. Jahrhunderts im Fokus globaler Interessen, strategisches Spielfeld kolonialen Strebens und klandestines Ziel von Hitlers imperialen Plänen im Osten.
Essad Beys "autobiografischer" Bericht führt in die Zeit um den Ersten Weltkrieg und präsentiert die lokalen Akteure, die ersten Ölmillionäre, ethnische, religiöse und politische Konflikte zwischen Aserbaidschanern, Armeniern und Persern, Bolschewisten und Monarchisten, Christen, Juden und Muslimen rund um die erste Rohbenzin-, die "Naphtha"-Industrie.