Der Autor gibt einen Einblick in das Philosophie- und Politikverständnis von Alain Badiou. Im Mittelpunkt steht die Gegenwartsdiagnose des Politischen Nihilismus. Herausgearbeitet wird Badious Neuentwurf einer Ontologie der Vielheit, welche eine Analyse des »Emblems der Demokratie« als transzendenter Signifikant vorzunehmen erlaubt: Das »Emblem der Demokratie« verdeckt die Leerstelle inmitten politischer Ordnungsstrukturen. Unter Bezugnahme auf Badious zentralen Begriff des Ereignisses, wird der Forderung nach dem »wahren Leben« nachgegangen.
I:DES (Thema)
Im Kalten Krieg entwickelte sich die Technik rasant. Die Arsenale der Supermächte wurden mit so vielen Atomwaffen gefüllt, dass man bald von einem »Overkill« sprach. Zum ersten Mal in der Geschichte konnte ein Krieg die ganze Menschheit vernichten. Ein Krieg versprach keine Sieger mehr. Der Band stellt diese waffentechnische Entwicklung in den Kontext zu anderen technologischen Entwicklungen wie Düsenflugzeugen, Raumfahrt und Computer. Dabei zeigt er gesellschaftliche Debatten, militärische Konflikte und kulturelle Wechselwirkungen auf.
Krisen erschüttern das gesellschaftliche Denken über Leben und Tod. In der Covid-19-Pandemie wurde die Individualität des Menschen selbst im Sterben durch das Tabu des kollektiven Sterbens geschützt. Das Virus zwang die Politik in der Abwägung zwischen Gesundheits- und Freiheitsschutz zur Parteinahme für die Alten zulasten der Jungen. Ernst Mohr liefert eine kulturökonomische Autopsie der Covid-19-Politik mit Lehren für die Zukunft.
Büchertempel feiert die ältesten, außergewöhnlichsten und ambitioniertesten Bibliotheken der Welt: Von barocken Palästen über UNESCO-geschützte Lehmbauten bis zu futuristischen Privatbibliotheken erkundet dieses Buch die Geschichten, die Architektur und die sich wandelnde Aufgabe von Bibliotheken weltweit. Büchertempel ist eine Liebeserklärung an das Buch selbst, ein Buch für Buchliebhaber und für alle, die an die Kraft von Idealen glauben.
Wie oft hatten Sie schon Gelegenheit, Erkenntnisse aus einem 100-jährigen Leben präsentiert zu bekommen?Hier schöpft der französische Philosoph und Soziologe Edgar Morin aus seiner vielfältigen, ein volles Jahrhundert umfassenden Lebenserfahrung. Er wurde Zeuge vieler Irrtümer - manchmal auch als Akteur -, er erlebte die Hoffnungen, Krisen und Umwälzungen ab den 1920er-Jahren bis hin zur Corona-Krise. Im vorliegenden Buch setzt er seine Erlebnisse in Beziehung zu seiner humanistischen Sichtweise, und wir erleben mit, wie persönliche Erfahrungen in verschiedenen Phasen seines Lebens zu den Überzeugungen führen, die er bis heute vertritt.
Willkommen zu einem Gespräch über die Organisationen der Zukunft.Die ermutigende Botschaft von Reinventing Organizations ist bei vielen Lesern in der ganzen Welt auf Resonanz gestoßen. So konnte die Aufmerksamkeit von den Problemen im Management auf die neuen Möglichkeiten der Zusammenarbeit gelenkt werden, die sich heute zeigen. Dieser innovative Ansatz inspiriert tausende Organisationen - Unternehmen und gemeinnützige Initiativen, Schulen und Krankenhäuser - darin, sich zutiefst wirkungsvolleren, seelenvolleren und sinnvolleren Praktiken zuzuwenden.
»Mit der Bergpredigt kann man keine Politik machen«, heißt es in der »Zeitenwende«. Doch mit jedem Krieg verlieren wir unsere Menschlichkeit, und solange die Regierenden in Angst voreinander sich in ständiger Aufrüstung wechselseitig bedrohen, um ihre Macht zu behaupten, werden weiter Kriege wüten und ihre Opferzahlen steigen. Statt den Gegner als »Verkörperung des Bösen« zu bekämpfen, müsste man die wahnhafte Angstphantasie einer Sicherheitspolitik durch militärische Einschüchterung und Stärke endlich aufgeben. Es gibt Sicherheit nur als die Sicherheit des anderen.
Im Alter von über 101 Jahren hat der international hoch geehrte französische Philosoph und Soziologe Edgar Morin diese Warnschrift verfasst. Er betrachtet die aktuelle Situation in der Ukraine im Licht seine langen Erfahrungen mit Kriegen und Konflikten und rät deutlich zu Verhandlungen statt weiterem Blutvergießen.
Das, was wir heute philosophische Theorie nennen - im Unterschied etwa zur systematischen Philosophie oder zum postmodernen Denken -, hat einen Ursprung. Dieser geht weit zurück, aber erst Hegel formt das »theorein« zu einer neuen Denkweise, und zwar mit einem originellen Rückgriff. Während seine Zeitgenossen die mittelalterliche und vor-moderne Dialektik als überwundene Dogmatik ansahen, erkannte Hegel in dieser erstarrten Dialektik - dem Frage-Antwort-Schema der scholastischen Methode - das Denken als sprachliches Denken. Darüber hinaus fasziniert von dem Verhältnis von Identität und Differenz, entwickelte er jenes methodische »Denken in Bewegung«, das er Dialektik nannte.
Eugen Drewermann hat sich wiederholt zum Wirken von Hermann Hesse (1877-1962) geäußert. Dieses Buch versammelt seine Beschäftigung mit dem deutschen Literaturnobelpreisträger. 2019 erhält der Autor den Preis der Internationalen Hermann-Hesse-Gesellschaft verliehen, eine Auszeichnung für die "Auseinandersetzung mit ... Hermann Hesse, insbesondere die Pflege und Förderung des interkulturellen Dialogs". Der Band enthält die Essays "Die Orientreise - der lange Weg zu sich selbst", "Das Individuelle gegen das Normierte verteidigen" und "Gedanken über Narziß und Goldmund" sowie die Laudatio von Volker Michels auf den Preisträger sowie die Preisrede von Eugen Drewermann.