Hrsg. Christian Fleck

Die erste Hälfte meines Lebens

In Zeiten wie diesen, in denen die Festen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit weltweit bedroht und erschüttert werden, ist die Neuauflage des 1998 erschienenen Buches von Ludwig Biró ein erschreckend aktuelles warnendes Zeitdokument. Denn es zeigt, wie schnell und grundlegend sich eine Zivilgesellschaft in neuen politischen Zeiten verändern kann.

ISBN 978-3-99059-193-2 22.08.2025 26,00 Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover) überarbeitete Ausgabe

In seiner Autobiografie schreibt der Rechtsanwalt Ludwig Biró (1898–1972) über das erstarrende jüdische Leben in Graz, den Einsatz an der Isonzofront während des Ersten Weltkrieges und die allmähliche Verdunkelung des politischen Horizonts bis zum »Anschluss«. Umfangreich widmet er sich den Ereignissen rund um die Machtübernahme Österreichs durch die Nazis. Mit großer Detailgenauigkeit und unbeeinflusst von den historischen Deutungen, die sich in der Nachkriegszeit durchsetzten, berichtet Ludwig Biró von Opfern und Verfolgern, Juden und Ariern, guten Freunden und machttrunkenen Nazis.

Die Fülle an Material und Anekdoten, seine auch berufsbedingte Sachkenntnis und nicht zuletzt der bemerkenswerte Stil der Aufzeichnungen machen Birós Memoiren zu einem wichtigen, herausragenden und spannenden Zeitzeugnis.

Mehr Infos

Vorstellung von Ludwig Birós „Die erste Hälfte meines Lebens“ im Grazmuseum: (...) In einem sehr bedrückenden und leider auch sehr aktuellen Abschnitt seines Buchs hält Biró fest, wie sich die europäischen Länder dagegen wehrten, Jüdinnen und Juden aus Deutschland und Österreich aufzunehmen und dadurch für den Tod vieler verantwortlich machten. Biró, dem die Flucht gelang und der später nach Graz zurückkehrte, hat als Jurist die Rechte von Jüdinnen und Juden verteidigt und die Grazer Gemeinde nach dem Krieg mitaufgebaut. Von Heinz Wittenbrink wittenbrink.net 25.01.2026 

Rezension

Trotz brutaler Verfolgung blieb er Österreicher: Mit 18 Jahren war er 1917 noch als stolzer Österreicher in den Ersten Weltkrieg gezogen. Doch nach dem Anschluss im Jahr 1938 wurde der jüdische Anwalt Ludwig Biró von den Nazis verfemt und verfolgt und konnte Graz nur mit Glück verlassen. Der Droschl-Verlag hat seine bewegende Autobiografie „Die erste Hälfte meines Lebens“ nun neu aufgelegt. Von Christoph Hartner Kronen Zeitung 24.08.2025

Weitere Pressestimmen

Ein »außergewöhnliches und wichtiges Buch, ein warnendes Dokument aus dunkler Zeit, das man im Sinne von ›Nie wieder!‹ gar nicht aufmerksam genug lesen kann.« (Bernd Melichar, Kleine Zeitung)

»Die Memoiren sind ein ehrlicher und direkter Rückblick und geben einen sehr persönlichen Einblick in eine Gesellschaft, die dabei ist im Bann einer Ideologie ihre Menschlichkeit völlig zu verlieren.« (Christoph Hartner, Kronen Zeitung)

»Eine intensive Leseerfahrung! Wenn’s nicht schlimme Wirklichkeit und Geschichte wäre, könnte man sagen: spannend, atemberaubend.« (johannaberger25, Instagram)

»Ein wichtiges und richtig gutes Buch, das ich jedem, der sich für diese Zeit interessiert, ans Herz legen möchte. Ich habe so viele Sätze unterstrichen und würde am liebsten ganze Absätze hier abbilden, das sprengt aber den Rahmen. Ein Buch gegen das Vergessen und ein Nie Wieder!« (frau_fussi, Instagram)

»Ein von keinerlei nachträglicher Retusche verzeichnetes Bild jener Zeit.« (Neue Zürcher Zeitung)

»Der Text ist über weite Strecken zu einem Lehrbuch für politische Sensibilität geraten. Wie entwickelt sich eine Diktatur? Wie kippen Mentalitäten?« (Der Standard)

»Ein wertvolles Zeitdokument.« (Salzburger Nachrichten)

»Birós Analyse listet alle charakterlichen Schattierungen auf: sadistischen Exzess und fatale Bequemlichkeit, politische Indifferenz und Verzweiflung. Dabei stelt sein Bericht auch eine Würdigung jener Menschen dar, die den Mut aufbrachten, sich offen oder in kleinen Gesten der NS-Politik zu widersetzen.« (Harald Gschwandtner, Der Falter)

»Herausgegeben in einer überarbeiteten Neuausgabe, wirkt Birós Stimme zugleich historisch und alarmierend gegenwärtig. Ein Buch, das weh tut – und genau deshalb wichtig ist: als präzises Erinnern und als eindringliches ›Nie wieder‹ zwischen den Zeilen.« (sani aktuell)

Quelle der weiteren Pressestimmen: droschl.com

Autoreninfos

Ludwig Biró (1898–1972) wurde in Budapest geboren und wuchs in Graz auf. 1917 meldete er sich freiwillig zum Militär und erlebte den Ersten Weltkrieg an der Isonzofront, von wo er verwundet zurückkehrte. Ab 1929 praktizierte er als Rechtsanwalt in Graz, bis er – nach mehreren Verhaftungen – 1938 mit seiner Familie emigierte, zuerst nach Jugoslawien, von dort nach Palästina. 1946 kehrte er wieder nach Graz zurück. Ludwig Birós Buch Die erste Hälfte meines Lebens erschien erstmals 1998, 2025 erschien eine überarbeitete Neuauflage. Droschl (28.07.2026)

Autoren

Erstellt: 28.07.2026 - 07:11  |  Geändert: 28.07.2026 - 07:29