Feueralarm
Walter Benjamins Thesen "Über den Begriff der Geschichte"

1. Auflage 15.06.2026 , Deutsch

Als sich Walter Benjamin im Jahr 1940 auf der Flucht vor den Nazis in den Pyrenäen das Leben nahm, trug er ein Manuskript bei sich, das sich als einer der wichtigsten philosophischen und politischen Texte des 20. Jahrhunderts erweisen sollte: die Thesen „Über den Begriff der Geschichte“. Innerhalb des revolutionären Denkens ist es vielleicht das bedeutendste Dokument seit Marxʼ „Thesen über Feuerbach“. 

ISBN 978-3-946946-54-0 1. Auflage 15.06.2026 25,00 Portofrei Bestellen (Buch | Softcover) Neuausgabe

Dem Urteil Michael Löwys zufolge ist dieser Text voller Rätsel, Anspielungen, Bilder, Allegorien und zündenden Einsichten, durchsetzt von seltsamen Paradoxien und Geistesblitzen. Um ihn in all seinen Bezügen zu begreifen, bedarf es einer sorgfältigen Interpretation Wort für Wort und Satz für Satz.

Benjamins Thesen gehören zum Innersten seines Denkens und stellen eine Auffassung von Geschichte dar, die dem Fortschrittsgedanken zuwiderläuft. Sie sind eine wahrhaft dialektische Verknüpfung von deutscher Romantik, marxistischem und messianisch-jüdischem Denken, das im 20. Jahrhundert die Überwindung des Dogmas durch die Einsicht markiert.

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Inhaltsverzeichnis

Leseprobe des Verlags

Über den Begriff der Geschichte  Die 18 Thesen bei textlog.de

Wikipedia (DE): Über den Begriff der Geschichte

Originaldokumente (handschriftliche und maschinengeschriebene Notizen) von Benjamin Walter zu Über den Begriff der Geschichte bei Wikimedia Commons (23.07.2026)

Walter Benjamin bei Neuer Weg

Wikipedia (DE): Thesen über Feuerbach (Marx)

Pressestimmen

„Lowys genaue Lektüre … folgt Benjamins Text These für These, bringt die hervorstechenden Kritiken des orthodoxen marxistischen Diskurses zum Vorschein und hebt die Unterbrechungen dieses Diskurses hervor, die Unterbrechung des Zeitkonzepts, das ihm zugrunde liegt, durch Benjamins Einfügung der messianischen Zeit in die Banalität des Fortschritts.“Jewish Quarterly

Löwy ist sensibel für Benjamins tiefe Angst und die tragische Vision der Welt und verfolgt die Entwicklung dieser „revolutionären Melancholie“, die von der Wiederholung von Katastrophen heimgesucht wird … Es ist ungewöhnlich, die Tiefen eines Textes auf diese Weise zu erkunden, aber es stimmt, dass wir es hier mit dem Text eines außergewöhnlichen Denkers zu tun haben. Le Monde

Quelle: Mangroven (23.07.2026)

Autoreninfos

Michael Löwy, geb. 1938 in São Paulo als Kind aus Österreich emigrierter Juden, ist ein marxistischer Soziologe und Philosoph. Er promovierte an der Pariser Sorbonne über die Theorie der Revolution des jungen Karl Marx und arbeitete als Forschungsdirektor am Centre nationale de la recherche scientifique. Forschungsaufenthalte und Gastprofessuren führten ihn unter anderem nach Israel, in die USA und nach Deutschland. Seine Veröffentlichungen widmen sich einem breiten Themenspektrum wie etwa der lateinamerikanischen Theologie der Befreiung, der Romantik, der Philosophie Walter Benjamins. Löwy schloss sich der trotzkistischen Bewegung an und ist ein wichtiger Theoretiker der Vierten Internationale. Zusammen mit Joel Kovel entwarf er deren Ökosozialistisches Manifest. Von seinen zahlreichen Veröffentlichungen sind etliche auf Deutsch zugänglich, etwa: Ökosozialismus. Die radikale Alternative zur ökologischen und kapitalistischen Katastrophe (Hamburg 2016). Demnächst erscheint: Franz Kafka. Träumer und Rebell (Wiesbaden 2023). Mangroven (23.07.2026)

Wikipedia (DE): Michael Löwy

Autoren

Erstellt: 23.07.2026 - 18:29  |  Geändert: 23.07.2026 - 19:17