Auf welche Weise können moralische Aspekte Einfluss auf die praktische Politik nehmen? Wie wertneutral dürfen sich Staat, Recht und Gesetz verhalten? Diese Fragen bilden den Hintergrund für Michael J. Sandels kluge Betrachtungen zu gesellschaftlichen Streitpunkten - etwa zu den Themen Sterbehilfe, Abtreibung, Homosexuellenrechte oder Stammzellforschung.
Neoliberalismus (Thema)
ISBN 978-3-550-08043-2
vergriffen
Eine Ästhetik des digitalen Zeitalters - Jeff Koons, iPhone und Brasilian Waxing: Warum finden wir das Glatte schön? Die Schönheit befindet sich heute in einer paradoxalen Situation. Einerseits breitet sie sich inflationär aus: Überall wird ein Kult um die Schönheit betrieben.
Warum der Neoliberalismus nach der Krise noch stärker ist. "Jahrhundertkrise", "Bankencrash", "Systemkollaps" - Markige Worte wurden bemüht, um die Wirtschaftskrise zu beschreiben, die in den letzten Jahren zum Bankrott ganzer Länder geführt hat und den Euro an den Rand des Abgrunds trieb.
Die Debatte um Inklusion hat seit der 2009 in Deutschland in Kraft getretenen UN-Behindertenrechtskonvention deutlich an Popularität gewonnen. Auffällig ist, dass hier oftmals das Bild einer dichotomen Gesellschaft bemüht wird, in der es angeblich ein "Drinnen" und ein "Draußen" gibt.
Städte vielfach als machtvolle Akteure und Motoren der Entwicklung bezeichnet sind im Kontext fortschreitender Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung einem immer dichter werdenden Netz externer Zwänge und Vorgaben und einem weitreichenden Veränderungsschub ausgesetzt.
Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert: Zuerst wird der Aufstieg Deutschlands beleuchtet, wobei die sozioökonomische und politische Entwicklung in der BRD und in der Eurozone seit der Euroeinführung im Fokus der Ausführungen stehen.
Im Zuge der neoliberalen "Konterrevolution" wurde der Staat oftmals als "Auslaufmodell" bezeichnet. Andere Theoretiker wie Ulrich Beck oder Jürgen Habermas beschworen ebenfalls das Ende des Nationalstaats im Rahmen der EU.
Es steht schlecht um die Demokratie. Die Bürger bestimmen nicht mehr, sie werden bestimmt. Der Souverän ist zum Spielball einer skrupellosen und unmenschlichen Politik geworden.
Die europäische Moderne hat den Mensch erst der Erde, nun der menschlichen Gesellschaft entfremdet; aus Ernte ist Produktion, aus Beziehung Kommunikation geworden.
Was heißt Freiheit heute - jenseits einer auf persönliche Interessendurchsetzung zielenden neoliberalen Marktfreiheit? Können wir noch ein Freiheitsverständnis entwickeln, das uns moralische Orientierung in einer immer komplexeren Welt bietet?