Populismus, Hegemonie, Globalisierung von Stuart Hall

Populismus, Hegemonie, Globalisierung von Stuart HallMit scharfen Analysen zu politischen Umwälzungen und zur globalen Zivilgesellschaft seit Anbruch des Neoliberalismus bietet Hall Orientierung für die Kämpfe in der Krise des Kapitalismus. Stuart Hall liefert hier Analysen nationaler und globaler Umwälzungen sowie der sie begleitenden Politik- und Kulturveränderungen.  So war der Thatcherismus eins der ersten nationalen Projekte der Rechten, um den Fordismus zu überwinden und zugleich den Kapitalismus zu erneuern. Globalisierung, Neoliberalismus und transnationale Produktion sind Stichworte der dann folgenden Umwälzungen, die in abnehmender Gewerkschaftsmacht, Flexibilisierung und Prekarisierung der Arbeitswelt sowie im Wiedererstarken des internationalen Kapitals kulminierten. Was in Phasen derartiger Veränderungsnot zu tun ist, damit emanzipatorische Entwicklungsmöglichkeiten als aktive politische Kraft wirken können, lässt sich als roter Faden dieses Bandes lesen.

ISBN 978-3-88619-323-3     19,00 €  Portofrei      Bestellen


Ein wesentlicher Begriff, mit dem Hall hier arbeitet, ist der des Populismus. Hall sondiert ihn als Phänomen in der Massendemokratie und unterscheidet zwischen popular-demokratischem und autoritärem Populismus, um die unterschiedlichen Standpunkte in den Kräfteverhältnissen nicht zu verdecken, sondern offenzulegen: als emanzipatorische (politisch-ethische) oder gruppen-egoistische (korporatistische) Interessen. Wieder steht der Standpunkt der Subalternen und ihre mögliche Entwicklung zu historisch eingreifenden Subjekten im Zentrum seiner Perspektive.
Zur Verständigung über gesellschaftliche Krisenprozesse hat Stuart Hall begriffliches Instrumentarium des Marxismus auf den Prüfstand gestellt, erneuert und erweitert. Mit konkreten Analysen zu aktuellen Entwicklungen lotet er die Möglichkeiten linker Politik und Kultur aus, knüpft an Antonio Gramsci und Nicos Poulantzas an und
sucht nach "günstigen Bedingungen für einen Fortschritt zum Sozialismus" in aktuellen Kräfteverhältnissen.

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Cultural-Studies-Theoretiker: "Eine Art Rockstar für schwarze Bücherwürmer".  Soziologe Stuart Hall gestorben Er war einer der bedeutendsten britischen Sozialwissenschaftler: Stuart Hall prägte die international beachteten Cultural Studies, seine Theorien zu Identität und Medien waren einflussreich, er war ein wichtiger Vertreter der Neuen Linken. Nun ist Hall im Alter von 82 Jahren gestorben. → SPON  10.02.2014

 

 

Erstellt: 10.02.2014 - 19:23  |  Geändert: 02.12.2020 - 18:03

 

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