Ideologiekritik (Thema)
Die Fabrikation der Stupidität. "Fernsehen macht dumm", "Unser Bildungssystem produziert karrieristische Fachidioten", "Der Kapitalismus braucht Konsumtrottel" - Wenn eine Gesellschaft auf das in ihr (zu Recht) grassierende Unbehagen an "allgemeiner Verblödung" statt mit handfesten Gegenmaßnahmen bevorzugt mit kulturpessimistischen Slogans und Verschwörungstheorien reagiert, wird klar, wie sehr sie sich bereits in ihrem Dummsein eingerichtet, es gar zum System erhoben hat.
Das RTL-Nachmittagsprogramm steht im Ruf, lediglich "Unterschichtenfernsehen" abzusondern. Und doch erreicht der Privatsender mit seinen billig produzierten Formaten ein Millionenpublikum. Besonders quotenträchtig ist seit Jahren die Sendung "Familien im Brennpunkt".
Der Zionismus erlebte seinen größten Triumph mit der Gründung des Staates Israel 1948. Die zionistische Ideologie und die aus ihr sich ableitende praktische Politik sind Gegenstand harter theoretischer Kontroversen, nicht zuletzt in Israel selbst. In seinem neuesten Werk untersucht Ilan Pappe die Rolle dieser Ideologie, insbesondere ihren Einfluss auf das Erziehungssystem, die Medien sowie die israelische Film- und Fernsehproduktion.
Rainer Mausfeld: „Warum schweigen die Lämmer?“ - Techniken des Meinungs- und Empörungsmanagements
Vortrag an der Christian Albrechts Universität Kiel, am 22.06.2015: Warum schweigen die Lämmer? Demokratie, Psychologie und Empörungsmanagement. Prof. Dr. Rainer Mausfeld Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Der Vortrag beschäftigt sich mit einem oftmals als ‚Paradoxon der Demokratie‘ bezeichneten Spannungsverhältnis zwischen Volk und Eliten: Demnach könne es in einer Demokratie beispielsweise passieren, daß, wie Aristoteles bemerkte, „die Armen, weil sie die Mehrheit bilden, das Vermögen der Reichen unter sich teilen.“ Aus Sicht der jeweils herrschenden Eliten sind Demokratien daher mit einem besonderen ‚Stabilitätsproblem‘ behaftet.
"Individuelle Berechtigung produziert soziale Unregierbarkeit." Dass wir Rechte haben, ist die große normative Idee der Moderne, deren Ausgestaltung seit den Revolutionen des 18. Jahrhunderts wirkmächtig ist.
Die Marxsche Theorie stößt wieder auf Interesse. Aufgeschreckte Zeitgenossen reden ganz selbstverständlich vom Kapitalismus und meinen damit ein Monster des ungezügelten Egoismus, wie es Kulturkritiker (siehe Frank Schirrmachers »Ego«-Bestseller) im neuesten Trend des Informationskapitalismus entdeckt haben,
Informelle Netzwerke, Paramilitärs und delegierte Kriegsführung in den Drogenökonomien Laos, Nicaragua, Kolumbien und Afghanistan. Im Rahmen des Afghanistan-Konflikts ist eine zunehmende Privatisierung der CIA-Kriegsführung erkennbar, die der Politikwissenschaftler Dr. Daniel R. Kramer erstmals in einen historischen Kontext stellt.
Zeugnis einer inneren Emigration, Nachw. v. Carl Amery. In seinem eindringlichsten und bekanntesten Werk Tagebuch eines Verzweifelten rechnet Friedrich Reck-Malleczewen bedingungslos mit dem nationalsozialistischen Regime in Deutschland ab.
Das von Wolfgang Fritz Haug herausgegebene Wörterbuch führt fachlich ausgewiesene Autorinnen und Autoren aus aller Welt zusammen, die in unterschiedlichen Zusammenhängen und Perspektiven Forschungen zu Marx oder zum Marxismus betreiben.
Herausgeber und Redaktion sind zuversichtlich, mit diesem umfangreichen Werk einen Fundus an Informationen bereitstellen zu können, nach dem in der wissenschaftlichen Aufarbeitung der sozialen und politischen Bewegungen des zwanzigsten Jahrhunderts ein dringender Bedarf besteht.