Weimarer Republik

Revolution als Realpolitik. Ernst Meyer (1887–1930) – Biographie eines KPD-Vorsitzenden Mit einem Vorwort von Hermann Weber. Von Florian Wilde

Ernst Meyer war ein führender Akteur der Kommunistischen Partei Deutschlands in der Weimarer Republik. Schüler Rosa Luxemburgs, Gründungsmitglied des Spartakusbundes und aktiv in der Novemberrevolution, gehörte er nach dem Ersten Weltkrieg der KPD-Zentrale an und war 1921/22 Parteivorsitzender. Als Anhänger einer revolutionären Realpolitik hatte Meyer wesentlichen Anteil an der Entwicklung der kommunistischen Einheitsfrontstrategie. Gegenüber der Ruth Fischer-Führung und später dem Thälmann-Zentralkomitee verteidigte er leidenschaftlich die Notwendigkeit innerparteilicher Demokratie.

ISBN 978-3-86764-773-1     24,00 €  Portofrei     Bestellen

Keine Bange Leschinsky. Lieder der Märzrevolution 1920. Von Die Grenzgänger, Frank Baier

Musikalische Hommage an eine fast vergessene Revolution Die Bremer Folk-Avantgardisten "Grenzgänger" und das Duisburger Ruhrpott-Urgestein Frank Baier spielen Lieder und Texte aus dem nahezu völlig vergessenen Volksaufstand im Frühjahr 1920. Die Niederschlagung der "Märzrevolution 1920" und die damit einhergehende Ermordung von über 1000 Arbeitern bedeuteten schon viele Jahre vor 1933 den Beginn vom Ende der Weimarer Republik. Auf "1920" sind unbekannte Volkslieder, anarchistische Sprachgewitter, Rap, Balladen, aber auch Stücke von u. a. Rio Reiser, Erich Mühsam, Kurt Tucholsky und Oskar Kanehl zu hören.

ISBN 978-3-9810110-0-5     17,90 €  Portofrei     Bestellen

Wir Negativen. Kurt Tucholsky und die Weimarer Republik- Von Günther Rüther

Von der ersten Stunde an zählte der Berliner Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky zu den schärfsten Kritikern der Weimarer Republik. Doch im Gegensatz zu vielen anderen wollte er sie nicht zerstören, sondern ihr auf die Sprünge helfen, den Geist der Freiheit entfachen und sie vom Stahlkorsett des wilhelminischen Obrigkeitsstaates befreien. Ist er dabei mit seinen idealistischen Vorstellungen selbst zum Untergangspropheten geworden?

ISBN 978-3-7374-1101-1     26,00 €  Portofrei     Bestellen

Das Stinnes-Legien-Abkommen 1918–1924. Voraussetzungen, Entstehung, Umsetzung und Bedeutung. Hrsg. Gesamtmetall – Gesamtverband der Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie e.V. Von Dieter Krüger

Die Monographie erinnert an das wegen seiner Bedeutung für den Verlauf der Weimarer Republik in der Geschichtswissenschaft umstrittene Abkommen zwischen Industrie und Gewerkschaften kurz nach der Novemberrevolution 1918. Es wurde nach seinen Protagonisten, dem Montanindustriellen Hugo Stinnes, und dem Führer der sozialistischen Gewerkschaften, Carl Legien, benannt. Mit der Vereinbarung erkannte die deutsche Großindustrie das Prinzip der kollektiven, überbetrieblichen Regelung der Löhne, Arbeitszeiten und Arbeitsverhältnisse durch Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften an. Im Gegenzug verzichteten die Gewerkschaften vorläufig auf die Forderung nach Sozialisierung der Großindustrie.

ISBN 978-3-428-15490-6     59,90 €  Portofrei     Bestellen

Levi - Gesammelte Schriften, Reden und Briefe, Bd. I/1. Ohne einen Tropfen Lakaienblut. Spartakus (1) Von Paul Levi

Der Württemberger Levi, einst Anwalt und Partner Rosa Luxemburgs, zählt zu den vergessenen großen Intellektuellen aus dem deutsch-jüdischen Bürgertum. Nach der Ermordung von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Leo Jogiches Anfang 1919 war die Führung der kurz zuvor gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an Paul Levi gefallen. Der sucht zwar im Geiste Rosa Luxemburgs eine revolutionäre Realpolitik durchzusetzen, geriet jedoch stäündig in Konflikt mit jenen Kräften in der Partei, die durch radikale Phrasen den Mühen der Politik zu entgehen versuchten und dafür in Moskau, indem sie das neue Mekka sahen, Unterstützung fanden.

ISBN 978-3-320-02343-0     49,90 €  Portofrei     Bestellen

Levi - Gesammelte Schriften, Reden und Briefe, Bd.I/2. Ohne einen Tropfen Lakaienblut. Spartakus (2). Von Paul Levi

Der Württemberger Levi, einst Anwalt und Partner Rosa Luxemburgs, zählt zu den vergessenen großen Intellektuellen aus dem deutsch-jüdischen Bürgertum. Nach der Ermordung von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und Leo Jogiches Anfang 1919 war die Führung der kurz zuvor gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an Paul Levi gefallen. Der sucht zwar im Geiste Rosa Luxemburgs eine revolutionäre Realpolitik durchzusetzen, geriet jedoch stäündig in Konflikt mit jenen Kräften in der Partei, die durch radikale Phrasen den Mühen der Politik zu entgehen versuchten und dafür in Moskau, indem sie das neue Mekka sahen, Unterstützung fanden.

ISBN 978-3-320-02344-7     49,90 €  Portofrei     Bestellen

Die große Illusion. Versailles 1919 und die Neuordnung der Welt. Von Eckart Conze

Der Frieden, den keiner wollte: Der Versailler Vertrag und seine Folgen

Der Versailler Vertrag hat die Welt geprägt bis heute - alte Reiche versanken, moderne Nationalstaaten erwachten, es entflammten aber auch neue Konflikte, ob auf dem Balkan oder im Nahen Osten. Dabei waren 1919 die Hoffnungen der ganzen Welt darauf gerichtet, dass nach dem Großen Krieg eine stabile Ordnung geschaffen und dauerhafter Friede herrschen würde. Doch wie Eckart Conze in seinem glänzend geschriebenen und minutiös recherchierten Buch zeigt, erwiesen sich alle Hoffnungen als gewaltige Illusion.

ISBN 978-3-8275-0055-7     30,00 €  Portofrei     Bestellen
ISBN 978-3-570-55423-4     16,00 €  Portofrei     Bestellen (Taschenbuch)

Experiment Weimar. Eine Kulturgeschichte Deutschlands 1918–1933. Von Sabina Becker

Sabina Becker legt mit diesem Band eine große Kulturgeschichte der Weimarer Republik vor: als eigenständige Epoche mitsamt ihrer medientechnisch innovativen und soziologisch breit wirkenden kulturellen Moderne in Literatur, Theater, Architektur, Bildender Kunst, Musik und Tanz. Sie nimmt diese Zeit bewusst auf ihre mannigfaltigen, zum Teil explosionsartigen Entwicklungsprozesse und Lebensäußerungen hin in den Blick - ohne sie als krisenhafte 'Zwischenkriegszeit', 'Inkubationsphase des Nationalsozialismus' oder Krisenjahre der 'Klassischen Moderne' abzuwerten. Denn die Weimarer Kultur wird weniger von ihrem Ende her, also nicht vom Jahr der Machtübertragung aus erklärt, sondern vom Ersten Weltkrieg her verstanden. So kann Sabina Becker das künstlerisch Innovative und kulturell Bleibende dieses Jahrzehnts vergegenwärtigen und eindrucksvoll zeigen, warum die Epoche von Weimar für die deutsche Kulturgeschichte so wichtig ist und vielfach die Basis unseres heutigen Kunstverständnisses bildet.

ISBN 978-3-534-27051-4     69,95 €  Portofrei     Bestellen

Die Flamme der Revolution. Deutschland 1918/19. Von Bernd Langer

Im Jahr 1919 entwickelt sich im Deutschen Reich ein Bürgerkrieg, der nicht als solcher in den Geschichtsbüchern verzeichnet ist. Wie kommt es dazu?
Mit Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 radikalisieren sich die sozialen Verhältnisse. Weil die SPD den Kriegskurs des Kaiserreiches mitträgt, spaltet sich die Partei und es entsteht die Unabhängige Sozialdemokratie. Auftrieb erhält die Antikriegsstimmung durch die Revolution in Russland 1917. Doch erst mit der militärischen Niederlage bricht das Kaiserreich 1918 zusammen, und ein Matrosenaufstand in Kiel wird zum Auslöser der Novemberrevolution.
Der zunächst friedliche Verlauf ist bald von blutigen Konfrontationen überschattet. Während die radikalen Kräfte die Sozialisierung der Industrie und die Räte-Republik wollen, verteidigen die SPD und andere bürgerliche Parteien die kapitalistischen Besitzverhältnisse mit Hilfe der Freikorps.

ISBN 978-3-89771-234-8     24,80 €  Portofrei     Bestellen

Verhaltenslehren der Kälte. Lebensversuche zwischen den Kriegen. Von Helmut Lethen

Helmut Lethen rekonstruiert im vorliegenden Band den Habitus des Subjekts der Verhaltenslehre der Kälte im Umfeld seiner Handlungsmöglichkeiten und im Horizont seiner "vergangenen Zukunft". Dabei werden die ungeheuren Denkchancen, die in den Denkexperimenten der zwanziger Jahre liegen, nicht verdunkelt.

ISBN 978-3-518-11884-9     16,00 €  Portofrei     Bestellen

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