Anfang des 19. Jahrhunderts gerät die bosnische Kleinstadt Travnik ins Visier der Weltmächte. Bosnien - wie fast der ganze Balkan - gehört zum Osmanischen Reich, hier residiert ein Wesir des Sultans. Als ein französischer und ein österreichischer Konsul in die Stadt entsandt werden, wird sie zum Schauplatz internationaler Diplomatie.
Interkulturelle Kommunikation (Thema)
Seit einiger Zeit sucht ein neues Gespenst Europa heim: der Islam. Allzu oft stellen selbst wohlmeinende Liberale das moderne Wiederaufleben des Islam als eine neue „invasive Bedrohung“ dar – intolerant, mittelalterlich und barbarisch – die den Kommunismus als Hauptbedrohung für die westliche Zivilisation und Werte abgelöst hat.
Für Aziz Al-Azmeh ist diese orientalistische und rassistische Sicht auf den Islam nichts anderes als ein Spiegelbild der Mythen, die von islamischen Fundamentalisten und Radikalen verbreitet werden. Beide Ansichten teilen eine falsche und ahistorische Vorstellung vom Islam als einer unveränderlichen und monolithischen Einheit. Indem er sowohl seine sozialen Ursprünge als auch seine intellektuelle Genealogie untersucht, überdenkt Al-Azmeh die Beziehung zwischen dem Islam und dem Westen neu und deckt dabei eine reiche und faktenbasierte Geschichte der Interaktion auf.
»Leben ist mehr als Kapital« – diesen Schluss hat Ulrich Duchrow schon 2002 gezogen. Seit den 1960er-Jahren engagiert er sich für eine gerechtere, lebenswerte Welt für alle Menschen.
Wie werden zukünftige Generationen noch leben können und was können wir dafür tun? Das war und ist über mehrere Jahrzehnte die zentrale Frage der weltweiten Kirche auf allen Ebenen, besonders im Rahmen des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), der Lutherischen und Reformierten Weltbünde (LWB und RWB).
Wer davon ausgeht, dass Konfliktfreiheit ein Gradmesser für gelungene Integration und eine offene Gesellschaft ist, der irrt. Konflikte entstehen nicht, weil die Integration von Migranten und Minderheiten fehlschlägt, sondern weil sie zunehmend gelingt. Gesellschaftliches Zusammenwachsen erzeugt Kontroversen und populistische Abwehrreaktionen – in Deutschland und weltweit. Aladin El-Mafaalani nimmt in seiner vielfach beachteten Gegenwartsdiagnose eine völlige Neubewertung der heutigen Situation vor.
Antimuslimischer Alltagsrassismus zeigt sich häufig im Latenten und Unbewussten. Als Teil orientalistischer Wissensumwelten, die Musliminnen als »Andere« markieren, entfalten sich rassistische Erzählungen dabei zunehmend auch in aufgeklärten Milieus. Doch wie lässt sich latenter Rassismus konkret benennen - und: Wenn jenes »Wissen« uns alle umgibt, ist ein Sprechen jenseits rassistischer Zuschreibungen überhaupt möglich? Sabrina Schmidt rekonstruiert die vielfältigen Formen rassistischer Diskurs- und Argumentationspraxen und liefert so ein umfassendes Verständnis der Funktionsweise eines kommunikativen Alltagsrassismus, wie er vor allem von Personen der gesellschaftlichen Mitte realisiert wird.
Die Herausforderungen der Zukunft durch kulturübergreifende Perspektiven lösen.
Dieses Buch zeigt, wie das geht! Gundula Gwenn Hiller, ausgewiesene Expertin zu den Themen Interkulturalität und Diversität, lädt Sie dazu ein, zu erkunden, was wir von anderen Kulturen lernen können und bietet Lösungen an für individuelle und gesellschaftliche Herausforderungen. Es ist an der Zeit umzudenken: Wir brauchen neue Perspektiven auf uns und die Welt, um die aktuellen Krisen in Wirtschaft und Gesellschaft zu bewältigen. Gemessen an Wissen und dem technologischen Fortschritt war die Menschheit zwar noch nie so weit entwickelt wie heute. Aber wir spüren gleichzeitig, dass wir auch noch nie so nah am Abgrund standen. Doch wir müssen das Rad gar nicht neu erfinden. Der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus bringt uns schon weiter.
Enuo Wang verfolgt die neuesten Entwicklungen in der chinesisch-deutschen Geschäftskommunikation und bietet uns in ihrem vorliegenden Buch eine interaktive Perspektive auf diesen wichtigen - und noch immer von vielen Missverständnissen geprägten - Bereich interkultureller Kommunikation. Das Buch setzt sich mit 12 Beispielfällen aus unterschiedlichen Bereichen praxisnah auseinander - auf den Ebenen Sach- und Beziehungsorientierung, Direktheit und Indirektheit, Hierarchie und Gesellschaftsordnung sowie Regelbefolgung und Flexibilität. In einer einzigartigen Kombination aus Theorie und Praxis verhilft uns die Autorin zu präziserer und erfolgreicherer Kommunikation in der chinesisch-deutschen wirtschaftlichen Zusammenarbeit.
Pädagogik als Brückenbauer! Deutschland ist ein Einwanderungsland und die Gesellschaft ist multikulturell. Welche Herausforderungen stellt dies an die Pädagogik? In dritter Auflage bietet diese bewährte Einführung einen Überblick über das Aufgabengebiet der Interkulturellen Pädagogik. Vorgestellt werden die Geschichte der Interkulturellen Pädagogik, ihre theoretischen Diskurse und zentralen Forschungsfelder. Zudem erhalten die Leserinnen und Leser einen Überblick über Studienmöglichkeiten sowie Hinweise zur Literaturlage und zum wissenschaftlichen Arbeiten in diesem Bereich. Sie gewinnen somit einen Gesamtüberblick über das komplette Feld der Interkulturellen Pädagogik, das aktueller ist denn je.
Dass wir, unsere Kinder und die folgenden Generationen ökologisch vor ungeheueren Herausforderungen stehen, ist offensichtlich. Doch es herrscht Ratlosigkeit, wenn nach nachhaltigen Auswegen aus der Krise gefragt wird. Michael von Brück bringt dafür Denkansätze aus den europäischen und asiatischen Traditionen in ein Gespräch, aus dem uns ein Umdenken, ein Umfühlen, ein neues Handeln zuwachsen kann. Denn Europa, Indien und China verfügen über einen riesigen spirituellen Reichtum, von dem her eine Transformation unserer Lebensformen und eine Erneuerung unseres Selbstverständnisses als Menschen auf dieser Erde möglich ist.
Interkulturelle Gärten ermöglichen mehr als die Ernte von frischem Gemüse. Sie sind Orte des aktiven Naturzugangs, der interkulturellen Begegnung und Integration. Die Autorin bezieht sich sowohl auf Literatur unterschiedlicher Disziplinen als auch auf Stimmen unterschiedlicher Herkunft. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Bedeutung verschiedener (interkultureller) Naturzugänge und Nutzungsformen von (tätigem) Wissen und Land für das Gute Leben.