Menschheit (Thema)
Die heute schon spürbaren und die schlimmstmöglichen Folgen der Klimaerwärmung sind das Thema des Journalisten David Wallace-Wells in diesem spektakulären Report. Wie kann und wird das Leben auf der Erde in nur 40, 50, 60 Jahren aussehen? Sicher ist: Heutige Teenager und Kinder werden noch erleben, wie sich die Bedingungen für die Menschheit auf der Erde dramatisch verschlechtern, sie werden erleben, wie sie in Teilen unbewohnbar wird. Wallace-Wells macht die vielen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die die Mehrheit der Menschen oft gar nicht erreichen, begreifbar, ja fühlbar. Und am Ende steht die drängende Frage: Haben wir überhaupt noch eine Chance, das Unheil abzuwenden?
Wie würde sich uns die Welt mit ihren Problemen und Möglichkeiten präsentieren, wenn wir aus dem Weltall auf sie blickten? Marc Augé zeigt in seinem visionären Manifest, dass die Erdlinge angesichts der ökologischen, demografischen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen nur eine Zukunft haben, wenn sie sich als wirklich globale Gemeinschaft sehen und auch endlich dementsprechend handeln.
"Die drei Hauptthesen: daß wir der Perfektion unserer Produkte nicht gewachsen sind; daß wir mehr herstellen, als wir uns vorstellen und verantworten können; und daß wir glauben, das, was wir können, auch zu dürfen: diese drei Grundthesen sind angesichts der im letzten Vierteljahrhundert offenbar gewordenen Umweltgefahren leider aktueller und brisanter als damals." Günther Anders
"Die drei Hauptthesen: daß wir der Perfektion unserer Produkte nicht gewachsen sind; daß wir mehr herstellen, als wir uns vorstellen und verantworten können; und daß wir glauben, das, was wir können, auch zu dürfen: diese drei Grundthesen sind angesichts der im letzten Vierteljahrhundert offenbar gewordenen Umweltgefahren leider aktueller und brisanter als damals." Günther Anders Anders' Hauptthema ist aktueller denn je: die Zerstörung der Humanität und die mögliche physische Selbstauslöschung der Menschheit.
Die Zukunft scheint düster zu sein: Der Klimawandel bedroht das Leben auf der Erde, der soziale Zusammenhalt bröckelt, und unsere Demokratien sind in Gefahr. Alles kein Grund zum Verzweifeln, sagt Gregg Easterbrook, denn es steht besser um die Welt, als wir denken! Die Menschheit findet immer wieder kreative Antworten auf drängende Probleme der Zeit, und die meisten ökologischen, sozialen und technologischen Entwicklungen gehen in die richtige Richtung.
Nanotechnologie, synthetische Biologie, Wiedererweckung ausgestorbener Arten und Geoengineering - werden Menschen die Natur in Zukunft mit solchen Methoden grundlegend umgestalten? Man könnte es sich vorstellen.
Auf der Erde gibt es keinen von Menschen unberührten Ort mehr - das hat wohl jeder schon einmal gehört. Aber die Bedeutung dieser Tatsache erschöpft sich nicht in Statistiken, die Gletscherschmelze und Artensterben dokumentieren. Vielmehr kennzeichnet sie den Beginn einer neuen Epoche der Erdgeschichte. Und das Auffälligste an diesem Synthetischen Zeitalter, so Christopher Preston, sind nicht nur die Auswirkungen des Menschen als solche, sondern die Veränderungen, die wir von nun an gezielt und absichtlich herbeiführen werden.
Henning Venske ist einer der wichtigsten satirischen Autoren und politischen Kabarettisten in Deutschland. Doch nur weil er nun aus Anlass seines 80. Geburtsages Abschied von der Kabarettbühne nimmt, heißt das noch lange nicht, dass sdie satirische Lästerzunge nun plötzlich altersmilde geworden ist. Im Gegenteil: Warum, fragt Venske, fischen wir anderer Leute Küsten leer? Warum roden wir deren Regenwälder, warum zwingen wir armen Ländern Freihandelsverträge auf, warum fördern wir den Hunger in der Welt, warum rüsten wir Diktaturen und Despoten mit Waffen aus, und warum produzieren wir immer mehr Flüchtlinge?
Als Satan noch ein Engel des Herrn ist, kommt er des Öfteren mit Gott ins Gespräch. Der hat gerade ein ungewöhnliches Experiment gestartet: eine Erde, bevölkert mit Tieren und mit Menschen der unterschiedlichsten Art und Neigung. Das will sich Satan einmal genauer ansehen. Er begibt sich auf die Erde und schildert seinen Kollegen, den Erzengeln Michael und Gabriel in einer Reihe von Briefen, was er an diesem seltsamen Ort so alles erlebt. - Dieser Text aus dem Nachlass ist Mark Twain vom Feinsten: spitzzüngig, entlarvend und sehr, sehr witzig.
Endlich neu zu entdecken: Twains frecher Blick auf die Menschen.
Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit kam es zur weltweit größten Ökokatastrophe, die Experten weitaus dramatischer als die Klimakatastrophe einschätzen. Denn jährlich verschwinden weltweit sieben Millionen Hektar fruchtbare Erde durch menschliche Ausbeutung und Vernichtung - ein Gebiet so groß wie die Gesamtfläche von Irland. Und das obwohl der immense Einfluss des Ökosystems Boden auf unsere Gewässer, unsere Luft und auf das Klima auf der Hand liegen. Dabei stellt der lebendige Boden eines der weltweit größten und faszinierenden Ökosysteme dar, das eine Schlüsselrolle bei der Lösung globaler Umweltprobleme spielt und für uns Menschen lebenserhaltend ist. Auch der weltweite Natur- und Umweltschutz übersah jahrzehntelang das Medium "fruchtbarer Erde" als spezielle Thematik nahezu vollständig.
Es ist enger geworden auf dem Planeten. In zehntausend Jahren ihrer Geschichte hat die Menschheit die Erde um das Tausendfache dichter besiedelt. In den nächsten fünfzig Jahren wird die Weltbevölkerung weiter bis auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Brauchte Magellans Weltumseglung um 1520 noch 1.125 Reisetage, gelangen wir im Flugzeug heute in einem einzigen Tag rund um die Welt. Tausendfach zahlreicher in einem Raum, der tausendmal so schnell durchquert werden kann ? was bedeutet diese Entwicklung für das 21. Jahrhundert?
