Die Zeit der Biotechnologie ist gekommen: Sie greift zunehmend in unser tägliches Leben ein - und dennoch fehlt nicht nur Laien, sondern oft auch Studierenden und Wissenschaftlern ein fundiertes Wissen. Abhilfe und eine Fülle von Informationen bietet das einführende Lehrbuch von Reinhard Renneberg: eine verständlich geschriebene und visuell opulent aufbereitete Gesamtschau der Biotechnologie. Sie eignet sich zum schnellen Nachschlagen und zum Schmökern ebenso wie für ein intensives Studium. Bereits die erste Ausgabe des Buches wurde begeistert aufgenommen und liegt nach knapp zwölf Jahren nun - komplett überarbeitet und um zahlreiche spannende Boxen erweitert - in der fünften Auflage vor.
Neu 2018-1.HJ (Thema)
Für Menschen mit bellizistischen Neigungen dürfte Afghanistan dem Paradies ziemlich nahekommen, für alle anderen zeigt es sich, seit es im "Großen Spiel" zwischen Russland und England zum Gegenstand geostrategischer Interessen wurde, als trostloses und steiniges Killing Field und Chaos aus endlosen Aufständen, ethnischen Konflikten, Kolonial- und Bürgerkriegen und religiösem Terror. Der amerikanische Fotograf Steve McCurry reiste erstmals 1979, als die Sowjetunion militärisch in die innerafghanischen Konflikte eingriff, in das Land, um - verkleidet in landestypischer Tracht - vom Kampf der Mudschahedin gegen Besatzer und regierungstreue Truppen zu berichten. Für seine Aufnahmen aus diesem Konflikt, die ihn weltweit bekannt machten, wurde er 1980 mit der Robert Capa Gold Medal ausgezeichnet.
»Eine Demokratie befindet sich in einem postfaktischen Zustand, wenn politisch opportune, aber faktisch irreführende Behauptungen anstatt Fakten als Grundlage für die politische Debatte, Meinungsbildung und Gesetzgebung dienen. Wer diese Entwicklung bremsen will, muss verstehen, was sie verursacht.« Mit Macht dringen populistische Aussagen, alternative Tatsachen und Fake News in die öffentliche Debatte ein. Desinformation hat sich so ausgeweitet, dass wir alle uns dazu verhalten müssen - Politiker, Journalisten und Bürger. Im Zeitalter der Information ist Aufmerksamkeit gleichzusetzen mit Geld, Macht und Einfluss, auch wenn das auf Kosten von Tatsachen geschieht.
Halb verhungerte Menschen in Lagern, Millionen Tote. Die Schüler an einer amerikanischen High-School sind geschockt. Was die Nazis getan haben, ist unvorstellbar.
"Ich glaube nicht, dass so etwas bei uns möglich wäre",
sagt Brian. "Nicht in Amerika. Nicht in unserer Zeit."
Laurie meldet sich. "Wie konnten die Leute nur zulassen,
dass so etwas passiert! Und hinterher noch sagen, sie hätten
nichts davon gewusst!"
"Ich würde da nicht mitmachen!", ruft Brad.
Wirklich nicht?
Dass die Medien an allem "schuld" seien, ist eine leichte und allseits beliebte Erklärung für die verschiedensten gesellschaftlichen Probleme. Tatsächlich haben Medien großen Einfluss auf unsere Gesellschaft und leider passieren viel zu häufig Fehler in der medialen Berichterstattung, teils mit gravierenden Folgen.
Bernd-Peter Arnold, langjähriger Hörfunkjournalist, Wellenchef und Journalismusdozent erklärt die Mechanismen der Medien und die Sachzwänge, unter denen Journalistinnen und Journalisten oft arbeiten. Mit besonderem Blick darauf, wonach Journalisten ihre Inhalte und Nachrichten auswählen und wie sie diese präsentieren, macht er Fehlentwicklungen deutlich, zeigt aber auch, dass demokratische Gesellschaften auf professionelle Medien angewiesen sind und ihnen vertrauen können müssen.
Fast 40 Jahre lang spekulierten die Fans des Regisseurs Stanley Kubrick über seinen geheimnisvollen, nie gedrehten Film über Napoleon Bonaparte. Die Produktion von "Napoleon" sollte unmittelbar nach dem Kinostart von 2001: Odyssee im Weltraum beginnen. Der Film war zugleich als Charakterstudie und bildgewaltiges Epos angelegt, prall gefüllt mit grandiosen Schlachtszenen und Tausenden von Komparsen. Für sein Drehbuch recherchierte Kubrick zwei Jahre lang. Mit Hilfe von Dutzenden Mitarbeitern und einem Napoleon-Experten aus Oxford häufte er einen beispiellosen Schatz an Vorproduktionsmaterial an, darunter etwa 15.000 Fotos von möglichen Drehorten und 17.000 Dias zur Napoleon-Zeit. Auf der besessenen Jagd nach jedem Informationshäppchen zu Napoleon ließ Kubrick nichts unversucht. Doch sein Film sollte nicht sein: Die Hollywoodstudios, erst MGM und dann United Artists, hielten das Projekt für zu riskant, da Historienschinken gerade aus der Mode gekommen waren.TASCHENs Hommage an Kubricks unvollendetes Meisterwerk macht seine verdienstvolle Vorarbeit zu "Napoleon" zum ersten Mal für Fans zugänglich.
Helena Demuth, geboren 1820 in St. Wendel, ist das berühmteste Dienstmädchen der Geschichte. Als gute Seele besorgte sie das Hauswesen für die Familie Marx in Paris, Brüssel und London. 1851 gebar sie den unehelichen Sohn Frederick. 1890 wurde sie im Grab der Familie Marx bestattet.
Helena Demuth ist das berühmteste Dienstmädchen der Welt. Zum einen wurde ihr die außergewöhnliche Ehre zuteil, neben Jenny und Karl Marx in deren Familiengrab auf dem Highgate Cemetery in London bestattet zu werden. Zum anderen bleibt sie in Erinnerung, weil sie mit Karl Marx einen unehelichen Sohn hatte, zu dem sich Marx allerdings nie bekannte.
Von König David bis Benjamin Netanjahu, von Japan bis Amerika - dreitausend Jahre jüdische Geschichte in einem Buch. Sachlich, analytisch, interessant und manchmal sogar kurzweilig. Lesenswert für alle, die sich über Juden, Israel und den Nahostkonflikt informieren wollen.
Im Jahr 1930 veröffentlichte der Verlag der Jugendinternationale, Berlin diese Auswahl von Texten W. I. Lenins zur »nationalen Frage«. Nach fast 90 Jahren haben die Überlegungen zur Dialektik der »nationalen Selbstbestimmung« unerhofft große Relevanz für Marxisten und andere fortschrittliche Kräfte. Interessant ist, welche Auswahl die Herausgeber zu jener Zeit der Auseinandersetzung mit dem spießbürgerlichen Nationalismus trafen, den die Faschisten für sich nutzten. Spannend ist, wie sich die Übertragungen ins Deutsche von den fein-ziselierten Übersetzungen des IML der SED (erschienen im Dietz-Verlag) unterscheiden: Lenin scheint hier polemischer, spitzer - proletarischer? In Teil I sind u.a. die Aufsätze »Kritische Bemerkungen zur nationalen Frage« und »Das Selbstbestimmungsrecht der Völker« enthalten.
Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa virulent gewordene "Agrarfrage" wurde an der Wende zum 20. Jahrhundert erstmals auf den Begriff gebracht - zu jenem Zeitpunkt also, als sich viele europäische Gesellschaften als Industriegesellschaften zu verstehen begannen. Dieses Buch untersucht - vor allem am Beispiel der Schweiz - aus einer wissenshistorischen Perspektive die Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen Landwirtschaft und Industrie im 19. und 20. Jahrhundert. Es zeichnet die Entwicklungen und Umbrüche in der agrarisch-industriellen Wissensgesellschaft nach und zeigt, wie die Nutzung von Pflanzen und Tieren im Spannungsfeld von industriellen Visionen und agrarischen Eigenlogiken immer wieder neu gedacht und gestaltet wurde.