Neu 2018-1.HJ

Heinz Steinert und die Widerständigkeit seines Denkens. Seine Auseinandersetzung mit Kapitalismus, Kulturindustrie und den Schriften von Adorno, Max Weber und Foucault. Von Karl Reitter

Der Gegensatz von Befreiungswissen und Herrschaftswissen prägt das umfassende Gesamtwerk von Heinz Steinert (1942 - 2011). Der in Wien und Frankfurt arbeitende und lehrende Sozialwissenschaftler publizierte zu vielfältigen Themen. Der Bogen spannt sich von seiner akribischen Auseinandersetzung mit Adorno und Horkheimer, insbesondere mit ihrem wichtigen Werk Dialektik der Aufklärung, einer Kritik an der Protestantismus-These von Max Weber, an der Fehlkonstruktion Wissensgesellschaft bis hin zur Auseinandersetzung mit Foucault im Kontext seiner Auseinandersetzung mit dem herrschenden Kriminalitätsdiskurs sowie den Mechanismen der Kulturindustrie und der historischen Genese der Kloster- und Fabrikdisziplin.

ISBN 978-3-89691-290-9     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Requiem für einen spanischen Landmann. Von Ramón José Sender

In einem kleinen aragonesischen Dorf will der Priester Mosén Millán die Totenmesse für Paco el del Molino halten. Während er auf die Gemeinde wartet, zieht das Leben des jungen Mannes an ihm vorbei. Weltgeschichtliche Umwälzungen bahnten sich an, als die Schergen des Todes Paco im Vorjahr holten. Auch sich selbst kann der Priester nicht freisprechen von einer Mitschuld. Ein moderner Klassiker über Gewissenskonflikte, Mut und Macht.

ISBN 978-3-257-07024-8     20,00 €  Portofrei     Bestellen

Lohnarbeit und Arbeitslohn. Von Klaus Müller

Der Lohn berührt elementar das Leben der von ihm Abhängigen. Angesichts großer Unterschiede zwischen West und Ost, Männern und Frauen, Stamm- und Leiharbeitern, einheimischen und ausländischen Arbeitskräften fragen sich viele, ob die Löhne gerecht sind. Was ist aber ein gerechter Lohn? In der Geschichte des ökonomischen Denkens sprach man von "standesgemäßen" und "natürlichen" Löhnen oder von solchen, die das Existenzminimum sichern sollten. Andere Fragen drängen sich auf ...

ISBN 978-3-89438-667-2     9,90 €  Portofrei     Bestellen

Rassismus und Antirassismus. Von Wulf D. Hund

Wulf D. Hund zeigt, warum Rassismus als soziales Verhältnis begriffen werden muss: er erlaubt Mitgliedern herrschaftlich strukturierter Gesellschaften, sich trotz sozialer Schichtung und ungleicher Verteilung von Ressourcen als zusammengehörig zu betrachten. Dazu bedarf es der Ausgrenzung. Sie hat im Verlauf der Geschichte der Klassengesellschaften unterschiedliche Formen angenommen. Dabei wurden rassistisch konstruierte Andere als Barbaren, Unreine, Verdammte, Wilde, Farbige oder Minderwertige diskriminiert. Der Autor verdeutlicht die unterschiedlichen Modi der damit verbundenen Prozesse von Aufwertung durch Abwertung und zeigt die unterschiedlichen Verbindungen, die diese im Verlauf der Geschichte eingingen.

ISBN 978-3-89438-666-5     9,90 €  Portofrei     Bestellen

Stadt für alle. Hrsg. Heidrun Aigner und Sarah Kumnig

Rassistische Polizeikontrollen, Ausschlüsse beim sozialen Wohnbau, Bettelverbote. In Städten wird ständig verhandelt, wer dazu gehört und wer nicht, wer Zugang zu Ressourcen hat und wer nicht. Dieser Sammelband liefert sowohl theoretische Überlegungen, wie auch konkrete Erfahrungen und Interventionen zum Thema gesellschaftliche Teilhabe sowie Ein- und Ausschlüsse in Städten. Wissenschafter_innen und Aktivist_innen aus antirassistischen und queer_feministischen Zusammenhängen analysieren Grenzpraktiken an verschiedenen Orten des täglichen Lebens (Wohnen, Lohnarbeit, öffentlicher Raum, ...). Sie skizzieren aber auch, wie diese verändert und destabilisiert werden können, um an einer Stadt für alle (weiter) zu bauen.

ISBN 978-3-85476-675-9     17,00 €  Portofrei     Bestellen

Ansprachen. Von Peter Schneider

In diesem ersten Buch von Peter Schneider wurden zehn berühmte Texte der Jahre 1967 bis 1969 abgedruckt, darunter die Rede "Wir haben Fehler gemacht", die 1967 während eines Sit-ins im Audimax der Freien Universität Berlin gehalten wurde, oder "Bild-Zeitung", eine Rede bei einer das Springer-Tribunal vorbereitenden Veranstaltung. Sie sind hier erstmals seit 30 Jahren wieder lieferbar - und lassen den heutigen Leser verblüfft die provokante Sprengkraft von damals erkennen, die ihren Ursprung in einer Gesellschaft hatte, "in der die Interessen und Wünsche der Menschen so hundertfach beleidigt worden sind, dass sie es für einen Anschlag auf ihr Leben halten, wenn einer bei Rot über die Straße geht."

ISBN 978-3-8031-2791-4     10,00 €  Portofrei     Bestellen

Wohin mit den Mittelklassen? Von Nathalie Quintane

In den Statistiken ein schwarzes Loch, besessen von Abstiegsängsten und Wohnstrategien, mit einem ausschließlich materialistischen Verständnis von Kultur, einer entpolitisierten Sicht auf Politik, einer absurden Zahlenversessenheit, einem erotischen Verhältnis zum Ressentiment, nicht aber zur Selbstkritik ist die Mittelklasse eine unzuverlässige Größe. Wie kommt es dann, dass sich diese wunderliche, zur Revolte unfähige Bevölkerungsschicht selbst als Norm betrachtet und andere als anormal abstempelt? Sind die Mittelklassen die wahren Feinde der Demokratie?

ISBN 978-3-95757-553-1     12,00 €  Portofrei     Bestellen

Fast eine Revolution. Von Wilfried Loth

Ein Mythos wird entziffert
Der Mai 1968 in Frankreich, ein Sehnsuchtsort der "68er" in ganz Europa, steckt noch immer voller Rätsel. Warum hatten die Proteste linker Studenten dort so eine große Resonanz? Wieso konnten sie ein ganzes Land lahmlegen und an den Rand der Revolution bringen? Wie vermochte Präsident Charles de Gaulle - gegen den Druck der Straße und gegen Widersacher in den eigenen Reihen - in den Turbulenzen seine Herrschaft zu behaupten?

ISBN 978-3-593-50832-0     29,95 €  Portofrei     Bestellen

Cecilia, Anarchie Und Freie Liebe. Von Giovanni Rossi

Ein neuer Gesellschaftsentwurf - ein abenteuerliches Experiment. Der italienische Veterinär, Agronom und Anarchist Giovanni Rossi gründet 1890, in den Tiefen des südbrasilianischen Hinterlandes, die Siedlung Cecilia. Mangel und Entbehrung, Selbstorganisation und freie Liebe, Gelingen und Scheitern: Giovanni Rossi ist erfüllt von seiner Idee - aber in seinem Bericht beschönigt er nichts: Mit kühler Leidenschaft berichtet er vom Zusammenleben "absolut ohne sociale Organisation".
Rossis Texte beschreiben den weiten Weg von Italien nach Brasilien, den Alltag und die Entwicklung der anarchischen Kolonie Cecilia, ihre Probleme und Erfolge, ihre Lebensart und ihr Ende 1894. Besondere Bedeutung für Rossi hat die freie Liebe: Es gilt, die Frau aus den patriarchalen Hierarchien zu befreien. Die Freiheit der Anarchie betritt nicht nur Politik und Ökonomie, Rossi denkt sie konsequent ins Emotionale weiter.

ISBN 978-3-946990-18-5     22,00 €  Portofrei     Bestellen

und Vietnam und. Von Erich Fried

"und Vietnam und" - das sind Elegien, Sprüche, Maximen, Proteste gegen einen amerikanischen Krieg im Namen der Freiheit, der zum Trauma nicht nur einer Nation, sondern einer ganzen Generation wurde. Es sind "engagierte" Gedichte, die neue lyrische Formen erfanden. Diese damals ungewohnte Hineinnahme des lyrischen Ich ins politische Handgemenge blieb nicht ohne Folgen.

ISBN 978-3-8031-2788-4     10,00 €  Portofrei     Bestellen

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