Von Brücken und Straßen bis zu Datennetzen: Warum in der Moderne alles fließen muss - eine globale Geschichte der Infrastrukturen
Sie sind die Lebensadern unserer Zivilisation: Datenautobahnen, Stromversorgung, Kanäle und Satelliten. In einem großen Überblick erzählt der Historiker Dirk van Laak elegant und anekdotenreich, wie diese Netze, Infrastruktur genannt, in den letzten 200 Jahren die Welt und den Alltag verändert haben. Ohne sie wären weder der moderne Haushalt noch TV, Internet und Smartphones, weder Kolonialismus noch Globalisierung möglich gewesen. Doch ob Wasser, Güter oder Verkehr: Alles muss fließen, sonst geht gar nichts mehr.
Neu 2018-1.HJ (Thema)
"Die alte Welt liegt im Sterben, die neue ist noch nicht geboren: Es ist die Zeit der Monster."
Dieser Satz, den der Philosoph Slavoj Zizek dem italienischen Kommunisten Antonio Gramsci zuschreibt, ist eine treffende Beschreibung unserer Gegenwart: Einerseits ist der Neoliberalismus in einer schweren Krise, andererseits bleibt nach wie vor jede Alternative zum Bestehenden undenkbar. Das Ende der Welt scheint manchen wahrscheinlicher als die Überwindung des Kapitalismus. Wir befinden uns in einer zementierten Zwischenzeit, in der in der Tat Monster auftreten: Rechter Populismus und Fremdenfeindlichkeit, gepaart mit makabren Ästhetiken und neuen Formen politischer Kommunikation - kurz, die 'neuen' Rechten - erringen in ganz Europa und den USA gesellschaftliche Deutungshoheit.
Das Baltikum ist durch die zunehmende Konfrontation zwischen der NATO und Russland eine Region, in der die Gefahr eines militärischen Konfliktesbesonders hoch ist. Während vor allem die baltischen Staaten und Polen seit Ausbruch der Ukraine-Krise Russland als potentiellen Aggressor sehen, der das Baltikum überrollen könnte, ist man in Moskau über die wortbrüchige Ostausdehnung der NATO und die damit verbundene Veränderung des militärischen Kräfteverhältnisses in der Region besorgt. Das Ergebnis ist eine Wiederkehr des Misstrauens und der Abschreckungslogik des Kalten Krieges.
Prix Goncourt 2017
20. Februar 1933: Auf Einladung des Reichstagspräsidenten Hermann Göring finden sich 24 hochrangige Vertreter der Industrie zu einem Treffen mit Adolf Hitler ein, um über mögliche Unterstützungen für die nationalsozialistische Politik zu beraten: Krupp, Opel, BASF, Bayer, Siemens, Allianz - kaum ein Name von Rang und Würden fehlt an den glamourösen runden Tischen der Vermählung von Geld und Politik. So beginnt der Lauf einer Geschichte, die Vuillard fünf Jahre später in die Annexion Österreichs münden lässt. Bild- und wortgewaltig führt er den Leser in die Hinterzimmer der Macht, wo in erschreckender Beiläufigkeit Geschichte geschrieben wird. Dabei erzählt er eine andere Geschichte als die uns bekannte.
Das lang erwartete Buch von Antonio Negri und Michael Hardt!
Seit rechte Bewegungen weltweit erstarken, wird die Frage immer dringlicher, wie man demokratische Bewegungen effektiv organisieren kann. Wie lässt sich verhindern, dass Soziale Bewegungen versanden? Wie kann man ohne charismatische Anführer wie Mahatma Gandhi, Martin Luther King oder Rudi Dutschke gesellschaftlichen Wandel erreichen? Occupy Wall Street und Black Lives Matter haben bereits wichtige Ansätze erprobt. Der Schlüssel, so Michael Hardt und Antonio Negri, liegt in der Macht, die entsteht, wenn die "Multitude" gemeinsam politisch entscheidet und handelt.
Es gibt ein 68 der Triumphalisten und ein 68 der Revanchisten. Eines der Selbstgerechten und eines der Abbitte Leistenden. Ein 68 des Veteranengehabes und eines der neoliberalen Collagisten. Die Poeten des Zu-Kreuze- Kriechens haben eines und die Unbelehrbaren, die Demontagepolitiker und die Genremaler. Dieses Buch bringt die Philosophie eines anderen 68 zur Sprache. Eines 68, das wenn es nicht im Widerspruch zu 68 stünde, kein 68 wäre. Keine Jahreszahl, sondern ein Anliegen. Keine Generation, ein Einspruch. Nicht Echt-, sondern Blütezeit. Ein 68, das selbst die Werkzeuge geliefert hat, um 68 zu behandeln - samt seiner Abwicklung.
Mitte der 1960er Jahre erodiert die Nachkriegsordnung des Kalten Krieges und des "Golden Age". Antiimperialistische Bewegungen in der "Dritten Welt" feiern Erfolge, Che Guevara wird zur Kultfigur. Die Bewegungen der Jugend artikulieren nicht nur die Notwendigkeit von Bildungsreformen, sondern revoltieren zugleich gegen autoritäre Herrschaftsverhältnisse in der Gesellschaft und gegen patriarchale Herrschaftsverhältnisse zwischen den Geschlechtern. Die "Revolte" manifestiert sich auch als Enthemmung in der Kunst (vor allem in der populären Musik), im Genuss von Drogen und in sexueller "Befreiung".
Die Studentenbewegung der" 68er" war ein markanter Einschnitt in der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik. Demokratisierung und Politisierung waren ihre Parolen, wissenschaftliches Hinterfragen, theorieerfülltes Argumentieren und antiautoritäres Agieren ihre Kennzeichen. Die Beteiligten wollten die Demokratie und das politische Denken neu begründen - diesmal von unten. Die Themen und Motive reichten von der Kulturrevolution über Kapitalismuskritik bis zum Wandel der Öffentlichkeit. Vielfalt kennzeichnet auch ihre historische Interpretation.
Was von dem, was damals kritisiert und gefordert wurde, ist auch heute noch plausibel? Was ist aus heutiger Sicht obsolet oder falsch? Und was ist im Lichte neu-rechter Kritik an "68" auf neue Weise herausgefordert? Welche Wirkungen lassen sich auf die Beteiligten, die Hochschule, die Öffentlichkeit, auf Parteien und Verbände, auf Staat und Gesellschaft feststellen? Und was und sind - mit dem Blick nach 50 Jahren - positive Effekte, welches negative?
Die Geschichte der deutschen Kolonien in einer wissenschaftlichen Gesamtdarstellung
Dieses Buch verbindet die Perspektive Europas mit derjenigen der Peripherie und lenkt den Blick auch auf die langfristigen Folgen der deutschen Kolonialherrschaft.
Darstellung und Analyse haben folgende Schwerpunkte:
- die Kolonialbewegung und die Kolonialpolitik im Gefüge der inneren und äußeren Politik des Deutschen Kaiserreiches
- die Ausübung und Auswirkung der Kolonialherrschaft in den ehemals deutschen "Schutzgebieten" in Afrika, Ostasien und Ozeanien
- die "situation coloniale", die Begegnung von Kolonialherren und einheimischen Gesellschaften
"Nahezu alles Gute in dieser Welt ist das Ergebnis von Protesten und harten Kämpfen." Micah White.
Micah White, Mitbegründer von Occupy Wall Street, schreibt schonungslos selbstkritisch über seine Zeit in der aktiven Protestszene und zieht eine Bilanz der internationalen Protestgeschichte.
Dabei stellt er fest: Protest allein kann Regierungen weder zum Zuhören noch zum Handeln zwingen. Wir brauchen eine neue Form der Rebellion. Wie das funktionieren kann, beschreibt Micah White rasant und eindrucksvoll in seinem Buch. Er liefert konkrete Strategien und Taktiken für eine erfolgreiche, weltweite Revolution. Seine Anleitung ist ein leidenschaftlicher Appell an alle Aktivisten der Zukunft.