Das Entstehen des Begriffs wie auch der Praxis konstituierender Macht verweist auf eine tiefgreifende Krise des Bestehenden, einen imminenten revolutionären Bruch. In die Strukturen der alten Ordnung, des Ancien Régime, interveniert eine revolutionäre Subjektivität. Die konstituierende Macht formt sich zur Gegenmacht und zu einem gesellschaftlichen Ganzen, das die Reproduktion des Alten blockiert, die Freiheiten erweitert und Perspektiven einer demokratischen Umwälzung eröffnet. So ist die konstituierende Macht zugleich Ausdruck und Praxis der Multitude, wie Negri mit einem auf Spinoza und die revolutionäre politische Theorie der frühen Neuzeit zurückgehenden Begriff die demokratische Menge nennt.
Als Independent-Verlag (auch Kleinverlag, Minipresse, Indie oder Indie-Verlag) bezeichnet man einen kleinen, oft jungen Verlag, der unabhängig von publizistischen Konzernen ist. Mit dem Begriff wird eine bestimmte wirtschaftliche Haltung und Ästhetik unterstrichen und das Streben der großen Verlage nach Massenerfolgen und Umsatzmaximierung abgelehnt.
Beim Bücherkauf ist eine Entscheidung für einen Independent Verlag wünschenswert. Sie trägt zu mehr Vielfalt bei und dazu, dass "Literatur" nicht zu einer Markt-Variablen verkommt.
Großer Kampf um kleine Nischen. Einfach selber machen und in einem unabhängigen Verlag Bücher rausbringen – wer so literaturbegeistert ist, der findet sich häufig irgendwo zwischen Selbstverwirklichung und Selbstausbeutung wieder. → Deutschlandfunk 10.09.2016
Konzernunabhängige Verlage. Eine Auswahl:
Stand 2015 → https://www.autorenwelt.de/forum/verlage-und-agenturen/verlagsliste-independent-verlage