Beginnend mit dem Jahr 2010 wächst weltweit die Zahl flammender Proteste. Selbst während des Pandemiejahres kamen sie nicht zum Stillstand (u.a. in Belarus Demonstrationen gegen Lukaschenko, Black Lives Matter-Bewegung in den USA, gilets jaunes in Frankreich, Proteste in Hongkong), zumal diese die Kluft zwischen Arm und Reich verschärfte. Die weltweit wachsende Wut schürte die Krise liberaler Demokratien und begünstigte Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Sie machte zudem die kritischen Kerne des Systems sichtbar und seine Rücksichtslosigkeit gegen die popularen Klassen. Im historischen Rückblick haben die lohnabhängigen Klassen in den Krisen ihrer Zeit stets eine wichtige Rolle gespielt, und so wird die Frage nach einem Klassenhandeln auch in der Gegenwart drängend.
Pandemie (Thema)
Der Kampf gegen den unsichtbaren Feind SARS-CoV-2 stellt die Welt ab 2020 auf den Kopf. Eingriffe zur Unterbrechung von Infektionsketten sind plötzlich allgegenwärtig. Sie werden ohne Verzug angeordnet und ohne große Nachfrage umgesetzt. Doch wie gut wurden diese Eingriffe jeweils begründet? Wie wirksam waren sie? Und was hätte man vorher wissen können? Aerosole, Angst und Masken stellt diese Fragen mit Fokus auf die AHA- + L-Regeln.
Durch den Ausbruch der Pandemie und die zunehmende Verschärfung der Klimakrise scheint unsere Welt heute mehr denn je aus den Fugen geraten: Kriege, Konflikte und Naturkatastrophen zerstören den Lebensraum von immer mehr Menschen. Welchen Sinn geben wir einer Welt, in der es für einen Großteil der Menschheit keine Existenzgrundlage mehr gibt, keinen Schutz und keine soziale Akzeptanz? Ausgehend von der phänomenologischen Tradition, insbesondere den Arbeiten von Max Scheler und Maurice Merleau-Ponty, sowie queer-feministischen und antirassistischen Diskursen entfaltet Judith Butler ein Denken der globalen Verflechtung und der Interdependenz des pan-demos: Alle Menschen bewohnen denselben Planeten, sind auf seine Ressourcen angewiesen, atmen dieselbe Luft und interagieren mit anderen Lebensformen.
Rezension: Thomas Röper. Inside Corona - Die Pandemie, das Netzwerk & die Hintermänner / Interview mit dem Maler Gottfried Helnwein / Vom Tschador-Fan zum Tschador-Feind: Uncle Sam's willige Heuchler / Die Ami-go-home-Demonstration in Leipzig: Polizei und Staatsschläger in trauter Einheit / ...
In memoriam Saddam Hussein / Bravo, Donald! Wir gratulieren - und sind erst einmal erleichtert... / Die Wärmepumpe: Heizen im technisierten Mittelalter / Nachtrag zum Hypothesenminimalismus / Rachejustiz im Maskenprozeß gegen Dr. Walter Weber (Interview) /
Mit der Pandemie und der Reduzierung sozialer Kontakte hat das Problem der Einsamkeit vieler Menschen in unserer Gesellschaft einen starken Schub bekommen. Sebastian Schoepp stellt sich dieser Entwicklung mit einem starken Plädoyer zur Rettung der Freundschaft entgegen.
Wie verändert sich das Regieren im Ausnahmezustand? Johannes Artz entwickelt mithilfe der Staatsorganisationsprinzipen in diesem Buch zwölf Kriterien, anhand derer Unterschiede des Regierens im Vergleich zum Normalzustand festgestellt werden.
Der Ausbruch von Corona war für die Menschheit sehr prägend und auch die Autorin war zunächst im März 2020 in Todesangst. Doch die in dem Buch beschriebenen Ereignisse führten bei ihr zu einer ganz anderen Angst - die Angst vor einem totalitären System.
»Von A bis Z finden sich mal kurz, mal sehr ausführlich erklärt nahzu alle Begrifflichkeiten, mit denen wir seit März 2020 konfrontiert werden. – Dieses Corona-ABC ist wichtig, es ist hilfreich, es macht Spaß und es füllt eine Lücke in der bisherigen kritischen Literatur zur angeblichen › epidemischen Lage von nationaler Tragweite‹, die im März 2020 aus heiterem Himmel und ohne jedwede Gesetzesbegründung in Paragraph 5 des Infektionsschutzgesetzes verankert und im November 2021 wieder ›abgeschafft‹ wurde.« – So die renommierte Fachanwältin für Medizinrecht Beate Bahner im eigens zu diesem Band verfassten Nachwort.
Fünf Jahre später: Corona-Aufarbeitung aus schwedischer Sicht
Frühjahr 2020: Das Covid-19-Virus legt von einem Tag auf den anderen die ganze Welt lahm. Von Lockdown über Maskenpflicht bis hin zu Schulschließungen -– der Alltag ist plötzlich von Dingen geprägt, die vorher unvorstellbar waren.
Doch während in weiten Teilen der Welt das gesellschaftliche Leben zum Stillstand kam, ging Schweden seinen eigenen Weg: Eigenverantwortung statt Verbote. Von 2013 bis 2022 war Anders Tegnell Staatsepidemiologe bei der schwedischen Behörde für öffentliche Gesundheit. In diesem Buch erzählt er von seiner Strategie im Kampf gegen das Coronavirus und zieht Bilanz – fünf Jahre später.