CoroFluenza. Pandemische Atemwegsinfektionen im Vergleich. Von Günter Kampf

COVID-19 wurde zu Beginn der Pandemie als dramatisch, sehr schlimm und historisch einmalig beschrieben. Aber war das SARS-Coronavirus-2 tatsächlich gefährlicher als Influenzaviren oder andere Coronaviren, die seit jeher in den Wintermonaten Infektionen verursachen? Die Gesamtzahl der weltweiten Fälle war für COVID-19 sehr hoch, jedoch immer noch niedriger als die von der WHO geschätzte Zahl der Influenzainfektionen. Eine vergleichende Auswertung zahlreicher Studien und offizieller Fallzahlen zeigt, dass bei allen diesen viralen Atemwegsinfektionen die fallbezogenen Anteile asymptomatischer Verläufe und kritischer Verläufe mit intensivmedizinischer Behandlung etwa gleich hoch waren.

ISBN 978-3-7583-1152-9     16,00 €  Portofrei     Bestellen

Milde und moderate Verläufe waren bei COVID-19 sogar häufiger, während schwere Verläufe mit stationärer Behandlung seltener waren. Die fallbezogene Sterberate war für COVID-19 nur in den Jahren 2020 und 2021 höher als für Influenzavirus-Infektionen. Historisch einmalig war jedoch das anlasslose Testen, die mediale Darstellung der Pandemie und die teilweise unmenschlichen Maßnahmen. Der Autor plädiert dafür, bei zukünftigen Pandemien die Falldefinition auf Personen mit den typischen Symptomen einer Atemwegsinfektion zu beschränken und die Häufigkeit schwerer und kritischer Verläufe als offiziellen Indikator zu verwenden. Mit einem Vorwort von Dr. Ellis Huber, ehemaliger Präsident der Ärztekammer Berlin.

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Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

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[Interview] „War es sinnvoll, Millionen von COVID-19-Fällen mit milden Symptomen verhindern zu wollen?“ In mehreren Publikationen setzt sich der Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin Günter Kampf mit dem Umgang der Coronakrise in Deutschland auseinander. In seiner neuesten Veröffentlichung mit dem Titel „CoroFluenza“ vergleicht er COVID-19 auf der Basis von Kennzahlen aus Studien und der öffentlichen Berichterstattung mit anderen bekannten pandemischen viralen Atemwegserkrankungen. Im Interview mit Karsten Montag legt er dar, dass sich COVID-19 im Großen und Ganzen nicht von den bekannten Grippewellen unterscheidet, dass die verwendeten Kennzahlen zur Steuerung der Krise unangemessen waren und dass es aufgrund der Vermeidung einer sachlichen Aufarbeitung in einer ähnlichen Situation womöglich erneut zu den Maßnahmen kommt, wie wir sie in den letzten drei Jahren erlebt haben. Von Karsten MontagNachDenkSeiten 09.02.24

„Nach drei kritischen Aufarbeitungen (Pandemiemanagement auf dem Prüfstand: 2G, Maskenpflicht, Impfpflicht) der Corona-Pandemie-Maßnahmen hat der Autor nunmehr ein viertes Buch vorgelegt: „CoroFluenza – Pandemische Atemwegsinfektionen im Vergleich“. Darin vergleicht er COVID-19 mit der Grippe (Influenza) unter verschiedenen Gesichtspunkten, z.B. Schweregrad und Übertragbarkeit, Hospitalisierungen und tödliche Verläufe. Kritisch sieht er, dass bei COVID-19 auch die vielen asymptomatischen Fälle in die Fallzahlen eingerechnet wurden, ganz im Gegensatz zur davor üblichen Praxis bei Atemwegsinfektionen. Auch das wilde Testen, oft ohne Bedeutung für die Behandlung, kritisiert er. Dementsprechend kritisch bewertet er viele der in der Pandemie angeordneten Maßnahmen. Das Buch ist eine weitere gute Aufarbeitung durch den Autor, der selbst Arzt für Hygiene ist und langjährige Erfahrung in der Krankenhaushygiene hat." Prof. Dr. Walter Popp beim Verlag 02.01.24

Wissenschaft: Was tun, wenn Geisterfahrer die Mehrheit stellen? (...) In Deutschland gehören (...) der Hamburger Hygienemediziner Prof. Dr. Günter Kampf zu den Erstunterzeichnern der Great Barrington Declaration. Nachdem man die Geisterfahrer entlarvt hat, ist der nächste Schritt die Aufarbeitung, nämlich nüchtern und sachlich mit den etablierten Standards wissenschaftlichen Arbeitens die Dinge zu untersuchen. Diesbezüglich haben sowohl Boris Kotchoubey als auch Günter Kampf Vorbildliches geleistet." Von Michael Esfeld Achgut.com 15.12.2023

Der Autor:

Günter Kampf ist selbstständiger Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin in Hamburg sowie seit 2009 außerplanmäßiger Professor für Hygiene und Umweltmedizin an der Universität Greifswald. Er hat mehr als 210 wissenschaftliche Veröffentlichungen in meist internationalen Fachzeitschriften, 44 Buchkapitel sowie fünf Fachbücher veröffentlicht. Die bisherigen wissenschaftlichen Themenschwerpunkte sind verschiedene Aspekte der Händehygiene, Flächendesinfektion sowie die Resistenzbildung gegenüber Wirkstoffen in Desinfektionsmitteln. Eine Übersicht findet sich unter: https://www.researchgate.net/profile/Guenter_Kampf.

 

Erstellt: 08.05.2024 - 07:45  |  Geändert: 09.05.2024 - 08:34