Wie kann es sein, dass wir so genau wissen, in welche Katastrophe wir uns hineinmanövrieren und doch nicht handeln? Kersten Reich zeigt in einer Tour de force durch die Menschheitsgeschichte, dass die Verhaltens- und Denkmuster, die unser Handeln hemmen, so alt wie diese Geschichte selbst sind und daher umso schwerer zu durchbrechen. Er beleuchtet die Hindernisse, die uns die gegenwärtige Wirtschaft und Politik aufstellen und macht klar: All diese Nachhaltigkeitsfallen sind von uns selbst konstruiert. Und was zunächst ernüchtern mag, zeigt sich uns hier als Chance: Wir haben sie konstruiert - also können wir sie auch wieder zerschlagen!
Ein erhellendes Buch, das die Augen öffnet für die Ursprünge unserer Handlungsweise und so Hoffnung macht auf einen Neuanfang.

ISBN 978-3-86489-320-9 44,00 € Portofrei Bestellen

"Der Zen-Buddhismus lädt zu einer Begegnung ein, in der die Wirklichkeit ihrem Wesen nach neu ansichtig wird."Heinrich Dumoulin

Die "Geschichte des Zen-Buddhismus" ist ein Meilenstein in der Literatur zum Zen-Buddhismus und bis heute ein Standardwerk geblieben. Neben der Beschreibung der geschichtlichen Entwicklung des Zen-Buddhismus in Indien, China, Korea und Japan führt Dumoulin den Leser auf brillante Weise auch in die Theorie und Praxis des Zen ein. Aufschlussreiche, unterhaltsame und bisweilen amüsante Anekdoten und Legenden machen die Lektüre sowohl für Einsteiger als auch für Kenner zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis.

ISBN 978-3-7720-8516-1 98,00 € Portofrei Bestellen

"Westlicher Marxismus", mit diesem Etikett werden sehr unterschiedliche Theoretiker versehen, gemeinsam ist ihnen die Abgrenzung zum "klassischen" oder "orthodoxen" Marxismus. Domenico Losurdo argumentiert, dass dem eine Loslösung von den epochalen Emanzipationskämpfen zugrunde liegt. Dies reiche zurück bis in die Periode, "in welcher der Erste Weltkrieg und die Russische Revolution theoretisch verarbeitet wurden". Hier und nicht erst in der Stalin-Ära sucht er den Ursprung dieses Strangs der Marx-Diskussion. "Und wenn die Risse und die darauffolgende Entfremdung", so fragt er, "außer auf die Unterschiedlichkeit der objektiven Situation und der kulturellen Tradition zurückgingen auf die theoretischen und politischen Grenzen vornehmlich des westlichen Marxismus?"

ISBN 978-3-89438-694-8 02.2021 19,90 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Die deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts ist voller Wald: Bei Tieck, Eichendorff und Hauff, bei Droste-Hülshoff, Stifter, Storm und Raabe spielt er eine zentrale Rolle. Was aber verbindet den Wald in der Literatur mit dem Wald außerhalb der Literatur?

Literarische Texte reagieren nicht nur auf die moderne Naturbeherrschung, die seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert am Wald besonders sichtbar wurde - sie wirken auf die forstwirtschaftlichen Gestaltungsformen und gesellschaftlichen Umgangsweisen mit dem Wald auch wieder zurück. Die literatur- und umweltgeschichtliche Studie von Klara Schubenz geht diesen Verflechtungen zwischen der Arbeit am Imaginären des Waldes und seiner realgeschichtlichen Rolle als Ressource im Übergang zum industriellen Zeitalter nach.

ISBN 978-3-8353-9130-7 39,00 € Portofrei Bestellen (Buch)

Grenzen begleiten die Menschheit von Anbeginn. Schon immer galt es, Stammes- und Eigentumsgrenzen zu markieren. Frühe Hochkulturen kannten sprachliche, kulturelle und ethnische Räume, die es zu schützen galt - das ist bis heute so. Alexander Demandt nimmt uns mit auf eine spannende Reise zu den Grenzen der Welt. Ob die Mythen vom Ursprung und Ende der Welt, die biblischen Zeitgrenzen, Schutzgrenzen wie der römische Limes oder die chinesische Mauer, ob sakrale Grenzen der Tempelbezirke, natürliche Grenzen, markiert durch Flüsse, Gebirge und Meere, koloniale Willkürgrenzen oder jahrhundertelang umstrittene Machtgrenzen wie die deutsch-französische - Demandts Reise führt uns von der Antike bis zur Gegenwart, von der Philosophie über die Geografie bis zur Geopolitik.

ISBN 978-3-549-07498-5 28,00 € Portofrei Bestellen

»Aus Erfahrung gut« – das war ab 1958 der Reklamespruch des Elektrogeräteherstellers AEG. Unternehmen wie Google oder Uber würden mit einem solchen Slogan nie werben, geht es ihnen doch gerade darum, mit der Erfahrung zu brechen und bestehende Geschäftsmodelle aufzumischen: »Disruption«. Wie »Content« oder »Kommunikation« gehört das Konzept zu jenen Motiven, die in Aktionärsprospekten, aber auch in Porträts über Elon Musk, Mark Zuckerberg & Co. häufig bemüht werden. Adrian Daub lehrt in Stanford, kennt die Techbranche also aus nächster Nähe.

ISBN 978-3-518-12750-6 16,00 € Portofrei Bestellen
7. Auflage 18.08.2020 , Deutsch

Durch keinen anderen Denker lernt man so gut kennen, was auch die «Sattelzeit» genannt wurde: der Übergang des alten Europa in die moderne Gesellschaft. Ob Aufklärung, die Herrschaft Napoleons oder die Befreiungskriege, ob Industrialisierung, Vormärz oder die großen Entdeckungen – die Welt ändert sich während der Lebensjahrzehnte Georg Wilhelm Friedrich Hegels von Grund auf. Und zwar durch Ideen, die zu Revolutionen führten: politische, industrielle, ästhetische und pädagogische. Nicht umsonst hat Hegel von der Philosophie verlangt, ihre eigene Zeit auf den Begriff zu bringen; nicht ewige Wahrheiten, nicht den Grund allen Seins, sondern die eigene Zeit in Gedanken. Jürgen Kaube erzählt Hegels Leben, erläutert sein Werk und zeigt, wie jene epochalen Umbrüche zum Versuch einer letzten Revolution führen: der des Denkens.

ISBN 978-3-87134-805-1 7. Auflage 18.08.2020 38,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)

Gustav Landauers 1907 erschienene Monographie "Die Revolution", die er auf Anregung seines Freundes Martin Buber schrieb und die in der von Buber herausgegebenen, angesehenen Reihe "Die Gesellschaft" erschien, beinhaltet eine geschichtsphilosophische Abhandlung zur Bedeutung neuzeitlicher Revolutionen. Damit liegt eine Schrift vor, die als eine grundlegende Geschichtsphilosophie des Anarchismus angesehen werden kann, ohne die ein umfassendes Verständnis von Landauers kommunitärem Anarchismus nicht möglich ist. Sie ist zugleich die einzige Geschichtsphilosophie aus libertärer Sicht im deutschsprachigen Raum bis heute! Für Landauer stellt die Revolution nicht einen einmaligen Vorgang dar, sondern einen sich über Jahrhunderte hinziehenden Prozeß, eine permanente Tat.

ISBN 978-3-89771-906-4 13,00 € Portofrei Bestellen

Jodi Dean schreibt die bislang fehlende Theorie des Genossen und greift dabei auf viele kulturelle und historische Beispiele zurück, von Zetkin bis Obama, von Lubitsch bis Sartre. Sie ruft die Linken auf, die Möglichkeit spontaner, unorganisierter Veränderung aus dem Alltag heraus nicht zu überschätzen. Denn nur als Genossen vermögen wir in den Weltenlauf einzugreifen - und das ist in Zeiten des Neoliberalismus und Klimawandels dringender denn je.
Der Begriff "Genosse" entstand im 16. Jahrhundert und bezeichnete zunächst Soldaten, die eine Baracke teilten. Im politischen Kontext ist er eine ebenso symbolische wie praktische Figur und bedeutet gleichermaßen Freude und Disziplin.

ISBN 978-3-8031-3700-5 18,00 € Portofrei Bestellen

Die Rassentheorie, die Geschichtsphilosophie, die Ästhetik und die Naturteleologie haben eine Gemeinsamkeit: In all diesen Themengebieten entwickelte Immanuel Kant ein Denken der Zweckmässigkeit. Die Fokussierung auf diesen Strang macht eine Verbindung sichtbar, die von seinen frühen Schriften zu den unterschiedlichen "Rassen" der Menschen hin zur Kritik der Urteilskraft und damit zu seiner Selbstreflexion über die kritische Philosophie reicht. Karin Hostettler arbeitet das mit diesem Denken verbundene Othering und die damit einhergehende Selbstaffirmation heraus und zeigt so die Selbstverortung der kritischen Philosophie in einer kolonialen Episteme auf.

ISBN 978-3-8376-5176-8 39,00 € Portofrei Bestellen