Vietnam und Deutschland: Lieber totschweigen

50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Vietnam: Was heute aus deutscher Sicht vergessen sein soll.

Die Bundesrepublik Deutschland und die Sozialistische Republik Vietnam blicken am 23. September – im Zeichen einer 2011 beschlossenen »Strategischen Partnerschaft« – auf 50 Jahre diplomatischer Beziehungen zurück. Wer in der DDR gelebt oder sich auch nur etwas mit der Geschichte der deutsch-vietnamesischen diplomatischen Beziehungen beschäftigt hat, weiß allerdings, dass diese schon 20 Jahre zuvor ihren Anfang genommen haben. Auch Vietnam hat das nicht vergessen. Dafür, dass das heutige amtliche Deutschland wie einst das Bonner Bundesdeutschland im Gegensatz zum geschichtsbewussten Vietnam dem Erinnern daran nichts abgewinnen kann, gibt es mindestens zwei Gründe. Zum einen müsste konstatiert werden, dass einst nicht die Bundesrepublik als erste ihre Fühler in Richtung Vietnam ausgestreckt hatte. Geschenkt! Zum anderen, das aber wäre für einstige westdeutsche, selbst noch für die heutigen Verantwortungsträger im hiesigen Politikbetrieb sehr schmerzhaft, müsste eingestanden werden, dass die Bundesrepublik in Sachen Vietnam anfangs zwei Jahrzehnte lang völkerrechtswidrig handelte und den Krieg der USA unterstützte. Verwundern konnte diese Beteiligung am Völkerrechtsbruch nicht, entsprach sie doch ihrem auch nach der Einverleibung der DDR nicht geläuterten Wesen, ihrer ungebrochenen Treue zum antikommunistischen Erbe.  Von Hellmut Kapfenberger Junge Welt 23.09.2025

2017 , Deutsch

Die von der CIA inszenierte Befreiung eines amerikanischen Kriegsgefangenen aus einem angeblichen Schweigelager in Laos endet im Fiasko. Der Vietnamkrieg, der auch in Kambodscha und Laos gewütet hat, ist von den USA militärisch verloren worden, die große Mehrheit der Amerikaner war am Ende dagegen. Da schmiedet die CIA einen Plan. 

ISBN 978-3-95462-847-6 2017 13,99 € Portofrei Bestellen (EPUB)
2017 , Deutsch

Ein fesselnder Tatsachenroman über die entscheidende Schlacht des ersten Indochinakriegs Indochina Mitte 1953: General Henri Navarre, neuer Oberkommandierender der französischen Truppen, weiß, dass er die vietnamesische Befreiungsarmee im Partisanenkampf nicht bezwingen kann. Er will der Viet Minh endlich in einer offenen Feldschlacht begegnen. Dien Bien Phu nahe der laotischen Grenze scheint ihm dafür geeignet. 

ISBN 978-3-95462-849-0 2017 13,99 € Portofrei Bestellen (EPUB)
1. Auflage 13.03.2017 , Deutsch

»Der Mensch muss doch leben, muss doch lieben, welchen Sinn hat es, sich unablässig gegenseitig in den Kopf zu schießen?« 

Le Minh Khues zwei Erzählungen sind elegant-realistische Sittenbilder aus Vergangenheit und Gegenwart Vietnams über die Folgen von Krieg und Gewalt, unaufgeregt, lakonisch, mit kühlem Galgenhumor und durchaus noir.

ISBN 978-3-86754-215-9 1. Auflage 13.03.2017 12,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)
1. Auflage 13.08.2025 , Deutsch

Eine Archäologie der Umbruchszeit

Der mit dem Ende der DDR und der deutschen Vereinigung verbundene gesellschaftliche Wandel im Osten hat viele Facetten und Gesichter. Er manifestiert sich im Umbau der politischen Verhältnisse, hat sich in Lebensgeschichten und Biografien eingeschrieben und wird als eine bis ins Heute nachwirkende Zäsur erzählt. 

ISBN 978-3-96289-233-3 1. Auflage 13.08.2025 28,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
1. Auflage 11.04.2022 , Deutsch

Die kommunistische Utopie im Plakat

Die Indienstnahme der Kunst für revolutionäre Ziele ist ein zentrales Charakteristikum kommunistischer Staaten. Vor allem Plakate, die als Massenmedium in sehr großen Stückzahlen produziert wurden, waren seit der russischen Oktoberrevolution von 1917 beliebte und verlässliche Mittel der Agitation, Manipulation und Mobilisierung.

ISBN 978-3-7913-7942-5 1. Auflage 11.04.2022 22,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Hardcover)
1. Auflage 01.03.2024 , Deutsch

Agent Orange schrieb als Mittel chemischer Kriegsführung Geschichte: Zur Entlaubung vietnamesischer Wälder versprühte die US-Armee ab 1965 mehr als 45 Millionen Liter des Herbizids, produziert von Unternehmen wie Dow Chemical, Monsanto oder Bayer. Vernichtete Ernten, Missgeburten, Krebserkrankungen: Bis heute leiden in Vietnam mehr als drei Millionen Menschen an Spätfolgen. Und was geschah mit den orangefarbenen Fässern, als man 1971 die Besprühung des Landes infolge massenhaft erkrankter US-Soldaten einstellte? Für deren Inhalt fand man Verwendung an der Pazifikküste der USA. Über den heimischen Wäldern von Oregon stiegen Hubschrauber auf und ließen giftigen Nebel herab: Unkrautvernichtung im Namen der Holzindustrie - einmal mehr mit tödlichen Folgen samt verseuchter Flüsse und Seen. 

ISBN 978-3-89438-817-1 1. Auflage 01.03.2024 26,90 € Portofrei Bestellen (Buch)
11.04.2022 , Deutsch

Die Fotografien von Thomas Billhardt zeigten Ende der 1960er Jahre erstmals die Schrecken des Vietnamkrieges - er wurde mit diesen Bildern weltweit bekannt. Insgesamt siebenmal reiste er in das Kriegsgebiet und dokumentierte die unfassbaren Zerstörungen. Besonders berührt hat ihn das Schicksal der Kinder, in deren unschuldigen Gesichtern sich ganz unmittelbar die Folgen des Krieges spiegeln.

ISBN 978-3-86228-225-8 11.04.2022 29,95 € Portofrei Bestellen (Buch)

Stark erweiterte und aktualisierte Neuausgabe.

2025 jährt sich das Ende des Vietnamkrieges zum fünfzigsten Mal. Schlimmste Kriegsverbrechen wurden in dem südostasiatischen Land begangen. So setzten die USA und ihre Verbündeten Millionen Liter hochgiftige, dioxinhaltige Herbizide als Chemiewaffen ein. Dioxin verursacht zahlreiche Krankheiten und Behinderungen. Und es schädigt das Erbgut. Laut vietnamesischem Rotem Kreuz leiden noch immer Hunderttausende Menschen an den Spätfolgen. Die vietnamesische Agent-Orange-Opfervereinigung sagt, dass heute bereits Kinder in der vierten Generation mit dioxinbedingten Erbschäden geboren werden.

ISBN 978-3-03925-033-2 28,00 € Portofrei Bestellen

Das Buch beschreibt die Reue und das moralische Drama eines US-Soldaten, der nach Vietnam zurückkehrt, in das Land, in das er geschickt wurde, um Leben zu vernichten. Jetzt möchte er seinen bescheidenen Beitrag zum Wiederaufbau des Landes leisten.

Vietnam hört niemals auf. Noch weit über vierzig Jahre nach dem Ende des Konflikts spricht, schreibt, streitet, diskutiert man darüber und untersucht ihn, als handle es sich um einen wiederkehrenden Albtraum, ein Unheil, dem man sich früher oder später stellen muss.

ISBN 978-3-88975-265-9 15,00 € Portofrei Bestellen

Vietnam war Schauplatz zweier Kriege, die zu den längsten und opferreichsten der Geschichte zählen. Éric Vuillard, der die Leser immer wieder mit seinen brillanten Rhapsodien über blitzlichtartig beleuchtete Episoden der Weltgeschichte fesselt, gelingt es auch in dieser neuerlichen Inszenierung, Geschichte unmittelbar fassbar zu machen. Mit wütender Präzision schildert er, wie zwei der größten Mächte der Welt in einer kolossalen Umkehrung der Geschichte gegen ein kleines Volk in ungeheuer verlustreichen Kriegen verlieren. Er erzählt von dem siegreichen Kampf des Unterlegenen und dem Aufstand eines von Kolonialmächten ausgebeuteten und geschundenen Volks.

ISBN 978-3-7518-0908-5 20,00 € Portofrei Bestellen