Im Herzen der Krise, die Europa derzeit zu zerreißen droht, steht ein Paradox. Nicht die Kluft zwischen den wirtschaftlich starken Ländern des Nordens und den laxen Ökonomien des Südens oder die Einwanderung treiben die Spaltung voran, sondern - absurd genug - die gemeinsame Währung, der Euro. Warum? Analytisch brillant und fesselnd lenkt Yanis Varoufakis den Blick zurück auf die hochdramatischen wirtschaftspolitischen Wendepunkte des 20. Jahrhunderts: von der Aufgabe des Goldstandards 1973 über die Machtkämpfe zwischen Deutschland und Frankreich um Dominanz in der Eurozone bis zu den fatalen Folgen des Börsencrashs von 2008.
Finanzkrise (Thema)
Es ist Zeit, Europa neu zu denken. Weg mit der Brüsseler Trilogie aus Rat, Kommission und Parlament! Die Nationalstaaten pervertieren die europäische Idee und spielen Europas Bürger gegeneinander aus. Europa muss aber heißen: Alle europäischen Bürger haben gleiche politische Rechte. Vernetzt die europäischen Regionen! Schafft ein gemeinsames republikanisches Dach! Wählt einen europäischen Parlamentarismus, der dem Grundsatz der Gewaltenteilung genügt!
ISBN 978-3-8012-0479-2
vergriffen
Wie unser Wohlstand vernichtet wird und warum wir ein neues Wirtschaftsdenken brauchen. Die Finanzkrise 2008 hat die Weltwirtschaft an den Rand des Abgrunds getrieben. Doch ihre Ursachen sind bis heute weder verstanden noch behoben worden. Marc Friedrich und Matthias Weik zeigen, warum der Kapitalismus immer wieder daran scheitert, unseren enormen Wohlstand fair und nachhaltig zu verteilen. Sie untersuchen, warum er periodisch seine Innovationsfähigkeit und seine Kraft zur Erhöhung von Wohlstand, Lebensqualität und sozialer Sicherheit verliert. Warum zeitweise nur noch die Interessen von Konzernen, Superreichen und einer Finanzelite zählen, die sich von der Realwirtschaft fast vollständig abschottet.
Drei Dinge wissen wir: Der Kapitalismus hat den Feudalismus abgelöst; seither durchlief er zyklische Tiefs, spätestens seit 2008 stottert der Motor. Was wir nicht wissen: Erleben wir eine der üblichen Krisen oder den Anbruch einer postkapitalistischen Ordnung? Paul Mason blickt auf die Daten, sichtet Krisentheorien - und sagt: Wir stehen am Anfang von etwas Neuem.
Die vorliegende Schrift bietet ♦keine Beschwerde über Zockerei und kriminelle Umtriebe der Finanzmafia; ♦ keinen Einblick in den Alltag ehrlicher Geldhändler; ♦ weder Untergangsprognosen noch Zukunftsperspektiven für eine Krisenbranche;
Seit einem halben Jahrzehnt steht die Welt staunend und zuweilen erschüttert vor der Beinahe-Kernschmelze des Finanzsystems und dem drohenden Bankrott ganzer Staaten.
Die globale Finanzkrise war im wirtschaftspolitischen Sinne gerade eingedämmt, als in Europa 2010 ein zweiter Krisenprozess begann. Der Begriff, der sich dafür ausbreitete, lautete auf Staatsschuldenkrise.
Fünf Jahre Krise und Krisenkonkurrenz. Europa rettet sein Geld - die deutsche Führungsmacht ihr imperialistisches Europa-Projekt. Alle Welt weiß: Griechenland ist ein Problem. Aber was für eins? Ein humanitäres?
Alan Greenspans "Tsunami" - eine Angriffswelle zur Erneuerung kapitalistischer Macht. "Jahrhundert-Tsunami", so nannte Alan Greenspan, der einst mächtigste Banker der Welt, die blasenartige Kreditwelle, die 2008 die Weltwirtschaft überrollte.
Die Fachsprache, die sich rund ums Geld herausgeprägt hat, ist kompliziert, verwirrend und keinem Außenstehenden verständlich. Wir kommen aber nicht umhin, diese Sprache zu lernen.