Was würde es bedeuten, wenn Marxens Problematik im Kapital, entgegen der üblichen Interpretationsversuche, mit der asketischen Existenzaussage "Es gibt Kapital" beginnt? Könnte dann die Reproduktion des Kapitals noch die eines "automatischen Subjekts" meinen? Oder bezeichnete sie eben nur dieselbe Reproduktion, d. h., die Wiederholung der impliziten Formen kapitalistischer Produktion, dies allerdings nicht allein im Sinne einer nackten Wiederholung, welche die Invarianz hervorhebt, sondern auch in jenem einer komplexen Wiederholung, mit deren Begriff das Kapital als differenzielle Gesamtheit zu konstruieren ist. In diesem Kontext wird zu diskutieren sein, ob sich der Term ökonomische Basis als "Determination-in-der-letzten-Instanz" mit dem Begriff der Quasi-Transzendentalität des Kapitals und schließlich der Kontingenz des gegenwärtigen spekulativen Kapitals verträgt.
Kapitalismuskritik (Thema)
In Corinne Maiers und Anne Simons gezeichneter Biografie nimmt Marx die Leser an die Hand und führt in abwechslungsreichen Bildassoziationen durch sein Werk, sein Leben und die Zeit, in der er lebte.
Peter Sloterdijk und Thomas Macho über Gott, Geist und Geld, über die Hölle als "Verfassungsorgan", Gottvertrauen und Geldvertrauen, über Kapitalismus als Religion, über den Zusammenhang von Geist und Geld.
Indem die kapitalistische Produktionsweise in den letzten Jahren ihre Selbstverständlichkeit eingebüßt hat, sind auch der rein individualistische Freiheitsbegriff und mit ihm das gesamte normative Gerüst des Liberalismus in die Krise geraten. Die Gesellschaftskritik von Karl Marx stellt nach wie vor attraktive Alternativen bereit.
Die Kritik am Kapitalismus hat spätestens mit der Finanz- und Wirtschaftskrise eine Renaissance erfahren. Gibt es Grenzen des ökonomischen Wachstums?
Was ist von der Theorie einer finanzmarktkapitalistischen Landnahme oder der Akkumulation durch Enteignung zu halten?
ISBN 978-3-89965-561-2
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Über die heutige Krise wird viel diskutiert, Theorien gibt es reichlich. Doch wird das Krisengeschehen in seinem inneren Zusammenhang wirklich erfasst? Die orthodoxen Erklärungsweisen von der Neoklassik bis hin zum Keynesianismus sind gescheitert, wie einige Vertreter selbst eingestehen. Gilt das auch für linke Krisentheorien?
ISBN 978-3-89900-141-9
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»Nichts außer der Schließung des großen Kasinos wird eine dauerhafte Lösung bringen«. Diese Schlussfolgerung der UNCTAD in Genf mag heute als Utopie erscheinen. Im Angesicht einer drohenden Kernschmelze der Finanzmärkte war diese Erkenntnis jedoch nahe liegend. »Systemkrise« lautete der Befund.
Den Kapitalismus und seine Krisen überwinden. David Harvey unternimmt den Versuch einer Wiederbelebung: Nur wenn wir unser Wissen über die Bewegungen des Kapitals erneuern, können wir wirksam gegen seine Zerstörungskräfte vorgehen.
ISBN 978-3-89965-442-4
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"Immer schneller und noch schneller!" Diesen Satz haben viele von uns schon längst verinnerlicht und zum Lebensmotto auserkoren. Doch woher kommt der atemlose Zeitdruck, der alle Lebensphasen und Lebensbereiche durchdringt?