08.10.2016 , Deutsch

Der Euro, die Krise und der große Raubzug. Im Gegensatz zu Tsunamis und Vulkanausbrüchen ist die Wirtschaftskrise keine Naturkatastrophe. Hier braucht es keine Betroffenheit, kein Lamentieren über unbezähmbare Kräfte, sondern soziale Verantwortung. Statt einer Einschränkung ihres Handlungsspielraumes bekamen Bankiers, Milliardäre und Spekulanten nach der Krise von 2008 noch mehr Macht. In Europa haben sie inzwischen einen fast unantastbaren Status erreicht und werden redlich "Märkte" genannt. Als wären sie Kaiser Nero, entscheiden sie Daumen nach oben oder nach unten über die Zukunft ganzer Nationen. Von Griechenland bis Italien verlangen sie, daß die Bürger für die von ihnen angerichtete Krise bezahlen, wieder und wieder. 
"Wie können sie es wagen?" ist eine Anklageschrift. Ihr Ziel ist es, die Gegenbewegung zu unterstützen, die Demokratie, Freiheit und Wohlstand von den Finanzgiganten für die Bürger Europas zurückerobern will.

ISBN 978-3-95518-003-4 08.10.2016 vergriffen Mehr Infos (Buch | Softcover) → d-nb.info

Binyavanga Wainaina nimmt seine Leser mit auf die Reise durch sein Leben von den 1970ern bis in die heutige Gegenwart. Er erzählt von einer Kindheit in der urbanen Mittelklasse Kenias, der Studienzeit im Südafrika des gesellschaftlichen Wandels, den ersten schriftstellerischen Versuchen bis zum literarischen Durchbruch.

ISBN 978-3-88423-427-3 vergriffen

Wie die Verdrängung des Rechtsterrors begann. Das Oktoberfestattentatam 26. September 1980 war der blutigste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Politthriller "Der blinde Fleck. Täter. Attentäter. Einzeltäter?", der 2014 in die Kinos kommt und im Herbst in der ARD ausgestrahlt wird, beruht auf den Recherchen des Journalisten Ulrich Chaussy zum Münchner Anschlag vom 26. September 1980, der 13 Tote und über 200 Verletzte forderte.

ISBN 978-3-86153-839-4 vergriffen

Einer der großen Schätze in Max Frischs Nachlass.

Als Max Frisch 1973 in der Berliner Sarrazinstraße eine neue Wohnung bezog, begann er, wieder ein Tagebuch zu führen, und nannte es Berliner Journal. Einige Jahre später betonte er in einem Interview, es handle sich dabei mitnichten um ein "Sudelheft", sondern um ein "durchgeschriebenes Buch".

ISBN 978-3-518-46589-9 10,00 € Portofrei Bestellen

Die kubanische Revolutionzwischen Alltag und Inszenierung. Die kubanische Revolution, die am 1. Januar 1959 mit dem Sieg der Guerillatruppen um Fidel Castro über das Batista-Regime endete, war nicht allein ein Ereignis von weltpolitischer Bedeutung, sondern wirkt bis heute auch kulturgeschichtlich fort.

ISBN 978-3-99027-049-3 vergriffen
, Deutsch

- "Politische Justiz" (PJ): wenn gerichtsförmige Verfahren politischen Zwecken dienstbar gemacht werden. Ein polit. Prozess wird dadurch unmittelbar zu einem Faktor im Kampf um politische Macht.

- PJ → politisch-instrumenteller Charakter; beruht auf einem Geflecht subjektiver und intersubjektiver Meinungen, Vorurteile, Einschätzungen und Prognosen, auf politischem Wunschdenken hier mit politischem Angstdenken dort

- PJ → ist Stück Außenpolitik mit undiplomatischen Mitteln

ISBN 978-3-518-10944-1 vergriffen

Die Welternährung kann bei gleichzeitigem Erhalt der biologischen Vielfalt innerhalb von zehn Jahren gesichert werden. Der herkömmliche Naturschutz und die unter dem Begriff Land Grabbing bekannt gewordene Ausdehnung der industriellen Landwirtschaft in Afrika, Südostasien und Lateinamerika sind mit der Vertreibung von Menschen verbunden.

ISBN 978-3-89771-517-2 vergriffen

Christopher Clarks hochgepriesenes Buch "Die Schlafwandler. Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog" hat eine Leerstelle: die geschichtliche Rolle der deutschen Sozialdemokratie!Diese Lücke schließt das Buch von Heiner Karuscheit. Ausgehend von dem bei der Reichsgründung 1870 etablierten Klassenkompromiss und dessen Bruch 1909 untersucht der Autor die innergesellschaftlichen Gründe für den deutschen Weg in den Krieg.

ISBN 978-3-89965-591-9 vergriffen

Schlosser ist Funktionär der KPD. Bis zu seiner Verhaftung bremst er den Eifer der Genossen im Kampf gegen die Nazis, verweigert die Waffen und pocht auf Disziplin. Die Genossen von der Basis aber wollen kämpfen. Kämpfen bedeutet für sie Lust und Leben. Vor allem für Karo, aber auch für Leo, der noch 1930 zur Polizei geht, aber später begreift, dass er auf der falschen Seite steht. Als ob er mitten im Geschehen steckt, begleitet Geissler seine Figuren durch die Kämpfe vor und nach 1933 und zieht den Leser in die immer noch aktuellen Debatten mit hinein. Mit "balladenhaft-lyrischer Präzision " (Heinrich Böll) erzählt er von Gewalt von oben und Gegenwehr von unten, vom Spannungsverhältnis zwischen Kollektiv und Individuum, zwischen Disziplin und Eigensinn.

ISBN 978-3-943167-19-1 22,00 € Portofrei Bestellen