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Die fotografische Inszenierung des Verbrechens. Ein Album aus Auschwitz. Von Tal Bruttmann, Stefan Hördler und Christoph Kreutzmüller

Das Grauen des Holocaust - eine bahnbrechende Analyse des Lili-Jacob-Albums

Neben Zeitzeugen-Berichten Überlebender, Akten und Dokumenten sind es die Schwarz-Weiß-Fotografien des Auschwitz-Albums, die sich in unser ikonographisches Gedächtnis eingebrannt haben. Die SS-Fotografen Bernhard Walter und Ernst Hofmann haben die Abläufe im Konzentrationslager - Auschwitz-Birkenau Ankunft an der Rampe, Weiterleitung der Deportierten, Massenraub ihrer letzten Habe - dokumentiert.

Zum 75. Jahrestag der Befreiung Auschwitz-Birkenau legen die drei Historiker Tal Bruttmann, Stefan Hördler und Christoph Kreutzmüller mit ihrem Bildband erstmals eine umfangreiche Analyse dieser Fotografien vor.

ISBN 978-3-534-27142-9     vergriffen

Das Leben als letzte Gelegenheit. Von Marianne Gronemeyer

Marianne Gronemeyer sieht den Beginn der Moderne im 14. Jh. und somit in der Zeit der großen Pestepidemien. Der Tod zeigte sein lebensverneinendes Gesicht, wurde als unabänderliche Naturgewalt erfahren. Er verlor angesichts des Grauens seine heilsgeschichtliche Bedeutung und forderte seine Bekämpfung heraus. Die Anstrengung des modernen Menschen hat seitdem drei Stoßrichtungen: Das Leben muss sicherer werden, es muss schneller werden und das Fremde muss getilgt werden.
Die große Presseresonanz und die hohen Verkaufszahlen dieses Buches zeigen, wie sehr die Autorin einen empfindlichen Nerv unserer Zeit trifft. Am Beginn der Moderne, so schreibt sie, wird das Leben als biologische Lebensspanne konstituiert. Es wird buchstäblich zur einzigen und letzten Gelegenheit; nicht für die Rettung der Seele, sondern für die Anhäufung von Lebenskapital. Das Leben gerät unter das Gesetz der Akkumulation. Es wird panisch. Neben den Tod tritt ein anderer, beinahe noch ärgerer Widersacher des Lebens: das Versäumnis.

ISBN 978-3-534-26398-1     vergriffen

Der Keim unserer Zivilisation. Vom ersten Ackerbau bis zur Gentechnik. Von Peter Thompson

Pflanzensamen sind meist kleine und unscheinbare Gebilde, die unseren Blicken verborgen sind - nichts als winzige Körnchen. Und doch haben sie unsere Entwicklung bestimmt und hatten Einfluss darauf, wo und wie wir leben. Aber nicht nur unsere wichtigsten Nahrungsmittel sind Samen - man denke nur an Reis, Weizen, Kaffee, Nüsse, Bohnen oder Oliven. Sie sind auch die Basis für Stoffe, Farben und viele andere Dinge unseres täglichen Gebrauchs.
Peter Thompson erzählt die Geschichte unserer Zivilisation als eine Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Samen und zeigt uns die Geheimnisse dieser so unscheinbaren Körnchen. Er berichtet beispielsweise wie die Verbreitung von Weizen zur Entstehung von Städten führte und erläutert, welche "Tricks" Samen auf Lager haben, um ihr Überleben zu gewährleisten.

ISBN 978-3-534-25434-7     vergriffen

Die Geschichte Chinas als Geschichte von Fetischverhältnissen. Zur Kritik der Rückprojektion moderner Kategorien auf die Vormoderne: ausgehendes Neolithikum, die drei Dynastien. Von Raimund Philipp

Die vorliegende Arbeit basiert auf der Theorie der Geschichte als Geschichte von Fetischverhältnissen. Ihr Urheber, Robert Kurz, hat den Marxschen Begriff des Fetischs aufgegriffen und zu einer kohärenten und konsistenten Theorie weiterentwickelt. Der Vorteil gegenüber anderen Geschichtstheorien besteht darin, dass abstrakt-allgemeine Kriterien entwickelt wurden, die es ermöglichen, jede Epoche der Menschheitsgeschichte und jede Kultur zu analysieren. Im vorliegenden Essay wird ein erster Versuch unternommen, diese Kriterien auf einen konkreten Gegenstand, das antike China, anzuwenden. Es handelt sich um eine Kritik der Rückprojektion moderner Kategorien auf die Vormoderne. Da diese religiös konstituiert war, verbietet es sich moderne Kategorien in die Vormoderne zu implementieren.

ISBN 978-3-534-40021-8     vergriffen

Ethik der Wertschätzung. Von Corine Pelluchon

Corine Pelluchon entwickelt eine Tugendethik, die uns hilft, mit den Herausforderungen unserer modernen Gesellschaften umzugehen. Dabei legt sie den Schwerpunkt nicht in erster Linie auf die Prinzipien unserer Handlungen, vielmehr geht es ihr um unsere konkrete Motivation, um die Vorstellungen und Affekte, die uns dazu bringen, aktiv zu werden.
Diese Ethik der Besinnung hat ihre Quelle in den Moralphilosophien der Antike, aber lehnt deren Essentialismus ab. Stattdessen gründet sie sich auf Demut und der Erfahrung der Verletzlichkeit.

ISBN 978-3-534-27071-2     vergriffen

Leibniz. Von Hans Heinz Holz

Hans Heinz Holz bietet mit diesem Band, der die Summe seiner Leibniz-Forschungen bildet, eine umfassende Darstellung des Leibniz'schen Werkes. Als Philosoph entwickelt Leibniz einen Gegenentwurf zu zeitgenössischen Theorien, in dem Pluralität als Offenbarung der sich aufgliedernden Einheit des Universums verstanden wird. Daneben agiert Leibniz sowohl als Historiker, als Diplomat, der verschiedenen europäischen Herrschern dient, und auch als Jurist, der Entwürfe zur Überwindung der Konfessionsstreitigkeiten in Europa entwickelt. Holz macht deutlich, dass Leibniz' praktisch orientiertes Handeln demselben Geist folgt wie seine philosophischen Entwürfe: Leibniz geht es darum, in der Mannigfaltigkeit der erkannten Welt deren Einheit zu erfassen.

ISBN 978-3-534-26267-0     vergriffen

Leibniz in der Rezeption der klassischen deutschen Philosophie. Von Hans Heinz Holz

Das Werk von Gottfried Wilhelm Leibniz gilt als eines der bedeutendsten der europäischen Geistesgeschichte. Seine Beiträge zu Philosophie, Mathematik und den Rechtswissenschaften machten ihn zu einem der bedeutendsten Philosophen seiner Zeit und wichtigsten Vordenker der Aufklärung. Doch wie wurde Leibniz' Werk von den ihm folgenden Generationen von Philosophen wahrgenommen? Welchen Einfluss hatte er z.B. auf die Theorien Pascals, Hegels oder Kants? Der große Leibniz-Experte Hans Heinz Holz zeigt in dieser umfassenden Übersicht, wie Leibniz von seinen philosophischen Nachkommen rezipiert wurde und zeichnet eine Wirkungsgeschichte, die zum Teil auch eine Geschichte der Missverständnisse war.

ISBN 978-3-534-26636-4     vergriffen

Zorn und Vergebung. Plädoyer für eine Kultur der Gelassenheit. Von Martha Nussbaum

Wir leben in einer Kultur des Entschuldigens und Vergebens. Doch während einige Denker Vergebung als zu unterwürfig angreifen und die Vergeltung bevorzugen, kritisiert Martha Nussbaum in ihrem neuen Werk die Vergebung aus einem anderen Grund: denn in zwischenmenschlichen Beziehungen wird die Vergebung zu einem Mittel der Disziplinierung und Schuldzuweisung. Die bekannte Philosophin Martha Nussbaum erforscht, mit einem großen Repertoire von literarischen und philosophischen Referenzen, die Konzepte von Zorn und Vergebung im persönlichen und politischen Zusammenhang.

ISBN 978-3-534-26884-9     42,00 €  Portofrei     Bestellen

Kritik des digitalen Kapitalismus. Von Michael Betancourt

Die größten, erfolgreichsten und mächtigsten Unternehmen unserer Zeit sind längst nicht mehr nur im klassischen produzierenden Gewerbe zu finden. Der atemberaubende Erfolg von Firmen wie Facebook oder Google beruht auf der Bereitstellung immaterieller Dienstleitungen, insbesondere aber auf der Sammlung von Daten. Mit seiner 'Kritik des digitalen Kapitalismus' legt Michael Betancourt eine scharfe Analyse dieser neuen ökonomischen Verhältnisse vor und beleuchtet deren Eigenschaften und Probleme.

ISBN 978-3-534-26973-0     vergriffen

Disparitäten. Von Slavoj Žižek

In vielerlei Zusammenhängen sprechen die Philosophen von Disparität, Ungleichheit, Verschiedenheit. Zu nennen sind so wichtige Referenztexte wie Hegels Vorwort zur "Phänomenologie des Geistes", in dem der Philosoph an einer Schlüsselstelle mit dem Begriff der Ungleichheit operiert. Slavoj Zizek stellt den Begriff der Disparität nun ins Rampenlicht der philosophischen Reflexion. Er entwickelt ihn zu einem philosophischen Leitbegriff weiter und macht ihn zum Mittelpunkt eines neuen philosophischen Entwurfs, der insgesamt die Inkongruenz der Wirklichkeit thematisiert. In je eigenen Diskursen beschäftigt Zizek sich mit dem Disparaten in den klassischen Dimensionen der Ontologie, der Ästhetik, der Theologie und der Politik.

ISBN 978-3-534-26971-6     vergriffen

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