Lenin heute. Von Slavoj Žižek, Wladimir Lenin

Im Spätwerk Lenins verdichten sich Dringlichkeit und revolutionäre Schlagkraft in besonderer Weise. Dennoch stehen meist seine frühen Schriften im Rampenlicht. Der Philosoph und ausgezeichnete Lenin-Kenner Slavoj Zizek zeigt nun anhand ausgewählter Briefe, Reden und Notizen eine neue Seite des sowjetischen Regierungschefs, fernab von Personenkult und Verklärung. Anfang der Zwanzigerjahre, inmitten der letzten Wellen des russischen Bürgerkriegs, sah sich Lenin mit der größten politischen Herausforderung seines Lebens konfrontiert. Die junge Sowjetunion war nach außen wie nach innen schwach, isoliert und zerrüttet - eine neue, gemäßigte Politik musste her.

ISBN 978-3-534-27026-2     28,00 €  Portofrei     Bestellen

In seiner scharfsichtigen, präzisen und unterhaltsamen Interpretation zieht Zizek eine Verbindung von den turbulenten Zeiten des jungen Staates bis zu gegenwärtigen ökonomischen Krisen. Angetrieben wird er von der Frage, was wir für unsere Situation von Lenin lernen können.
Mit Zizek Lenin zu lesen bedeutet, hinter dessen Fassade zu blicken. Es heißt, mit einem gewitzten Begleiter in die Sowjetunion der Zwanzigerjahre zurückzukehren. Mit Feingefühl präsentiert Zizek das Spätwerk Lenins, schlägt Brücken zu aktuellen Krisen und bietet die Chance, Lenin hundert Jahre später neu zu entdecken.

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→  Inhaltsverzeichnis und Leseprobe

Erinnern und Wiederholen Leseprobe "Doch auch wenn man Lenin hinsichtlich der Nationenpolitik freisprechen kann, wie geht man damit um, dass er brutale Gewalt, einschließlich Terror, befürwortet (und angewendet) hat?" von Slavoj Žižek → Freitag 

Von Lenin lernen? Žižek In seinem neuen Buch fragt Slavoj Žižek, der "Popstar der Philosophie", was wir heute noch von Lenin lernen können. Von Sandro Abbate → Freitag 31.10.2018

Slavoj Žižek über linke Politik. Auf der Suche nach der guten Entfremdung Slavoj Žižek ist Psychoanalytiker, Kommunist – und einer der aufregendsten europäischen Philosophen der Gegenwart. Seit fast zwei Jahrzehnten arbeitet er daran, Lenins Thesen für die Gegenwart zu beleben. Wir fragen nach: Warum? → Deutschlandfunk Kultur 12.10.2018

Lenin zum Selberbasteln Von Bernhard Wiens → Telepolis 03.12.2017

Zeit der Monster Ein Aufruf zur Radikalität von Slavoj Zizek → Le Monde diplomatique 12.11.2010

Die leninistische Geste REVOLUTION NACH ESSEN? Beobachtungen auf der Lenin-Konferenz des Kulturwissenschaftlichen Instituts Nordrhein- Westfalen und ein Gespräch mit Slavoj Zizek Ekkes Frank → derFreitag 09.02.2001

Von Lenin lernen Die liberale Gesellschaft kennt keine radikale Wahl. Über fundamentale Veränderudengen soll nicht nachgedacht werden. Darin ist Lenin aktuell: Die Alternativen liegen außerhalb des Systems n Slavo Zizek → Zeit 01.02.2001

Autor:

Slavoj Žižek (geb. 1949) gehört zu den bekanntesten Philosophen und Kulturkritikern der Gegenwart. Er ist International Director am Birkbeck Institute for Humanities der University of London und Professor für Philosophie an der Universität seiner slowenischen Heimatstadt Ljubljana.

Rezensionsbemerkungen:

»Seine erregte Redegewandtheit, sein bärenhafter Charme und seine fröhliche Bereitschaft, alles und jeden zu provozieren und vor den Kopf zu stoßen, haben Žižek zu so etwas wie dem ikonischen Punker der europäischen Philosophie gemacht, der die Zuhörer rund um den Globus in seinen Bann zieht.« Josh Cohen, New Statesman

»Wenige Denker veranschaulichen die Widersprüchlichkeiten des zeitgenössischen Kapitalismus besser als Slavoj Žižek, einer der bekanntesten öffentlichen Intellektuellen weltweit.« John Gray, New York Review of Books

»Ein begnadeter Redner - stürmisch, mitreißend, direkt - er schreibt, wie er spricht.« Jonathan Rée, Guardian

»Wie Sokrates auf Drogen. Atemberaubend scharfsinnig.« Terry Eagleton

»Die Leidenschaft dieses Mannes, dessen Werk einen Drahtseilakt zwischen den Einzelheiten der Populärkultur und den großen, abstrakten Problemen der Existenz bildet, ist belebend, unterhaltend und horizonterweiternd für die wissbegierigen Köpfe dieser Welt.« Helen Brown, Daily Telegraph

 

Erstellt: 22.10.2018 - 07:06  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:58