Eine Philosophie der Ernährung und der Umwelt. Von Corine Pelluchon

Unser politisches System fokussiert auf die Souveränität der Menschen und vernachlässigt dabei die drohende Umweltkatastrophe. Unter Rückgriff auf die Phänomenologien von Levinas, Derrida und Ricoeur entwirft Corine Pelluchon eine Existenzphilosophie, die auch Tierwohl und Umweltschutz im Blick hat. Ihre Phänomenologie des "Lebens von" nimmt die Körperlichkeit des Subjekts ernst. Alles, von dem wir leben, ist nicht nur Ressource, sondern Nahrungsmittel; das Bewohnen der Erde ist ein Zusammenwohnen mit anderen Menschen und Spezies. In Anschluss an Heideggers Ontologie der Sorge ist die menschliche Abhängigkeit für Pelluchon kein Zeichen der Schwäche. 

ISBN 978-3-534-27241-9     50,00 €  Portofrei     Bestellen

Stattdessen ist die Tatsache, dass wir durch die Welt der Natur ernährt werden, ein Grund zur Freude. In politischer Konsequenz aus den philosophischen Gedanken schlägt das Buch einen neuen Gesellschaftsvertrag vor, der die Tierfrage und die Ökologie in das Herz der Republik einschreibt und der Demokratie ermöglicht, sich neu zu erfinden.

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„Die radikalen Veränderungen, die nötig sind, brauchen Freiheit und nicht Zwang.“ Mehr Experiment wagen: Die französische Philosophin Corine Pelluchon über die fatale Wirkung von Moralpredigten und die Aktualität von Rousseaus Tugendethik, wenn sich nun auf der Welt wirklich etwas ändern muss. Von Michael Hesse → FR 03.05.2020

Günther Anders-Preis für Philosophin Corine Pelluchon. Die Sorge um das Lebendige treibt die französische Philosophin Corine Pelluchon an - und sie wird gehört: Sie konnte bereits Gucci davon überzeugen, dass Pelz out ist. Jetzt bekommt die engagierte Denkerin in München den Günther Anders-Preis. → BR 17.02.2020

Moral ohne Zeigefinger. Die französische Philosophin Corine Pelluchon schreibt ohne moralistisches Gehabe eine „Ethik der Wertschätzung“. Leider wird ihr Hohelied auf Empathie recht vage, sobald es um Fragen der Ökonomie und des konkret Politischen geht. Von Marko Martin → Deutschlandfunk Kultur 09.07.2019

 

Erstellt: 10.11.2020 - 05:57  |  Geändert: 02.12.2020 - 17:54

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