VSA

Vom Protest zum sozialen Prozess. Betriebsbesetzungen und Arbeiten in Selbstverwaltung. Von Dario Azzellini

Betriebsbesetzungen mit dem Ziel der Produktion in Selbstverwaltung sind seit der Jahrtausendwende aus Lateinamerika, vor allem aus Argentinien, bekannt. Im Laufe der aktuellen Krise haben Beschäftigte auch in Europa und Nordamerika erfolgreich Besetzungen von Betrieben durchgeführt, die von der Schließung bedroht waren.

Sie zeigen nicht nur auf, wie in Zeiten der Defensive der Arbeiter/innenbewegung und Gewerkschaften offensive Kämpfe geführt werden können, sie bieten auch praktische Lösungen und zugleich eine konkrete Utopie an. Der Betrieb wird demokratisiert, Produktion, Arbeitsprozess und soziale Beziehungen verändern sich, und die Ware Arbeitskraft wird in Richtung Commons transformiert.

ISBN 978-3-89965-826-2     12,80 €  Portofrei     Bestellen

Nach-Gelesen. Ein- und weiterführende Texte zur materialistischen Theorie von Staat, Demokratie und Recht. Hrsg. Ridvan Ciftci und Andreas Fisahn

Wir leben in einer Übergangsphase, viele fürchten den Siegeszug national-autoritärer Parteien und die Wendung zu einem autoritären Staat. Insofern ist es sinnvoll, sich über die Bedeutung von Staat, Demokratie und Recht in der bürgerlichen Gesellschaft zu verständigen.

In der Tradition materialistischer Kritik und im Anschluss an Marx und Engels sind unterschiedliche und kontroverse Ansätze entwickelt worden. Die Herausgeber haben verschiedene "klassische" Texte mit neueren Beiträgen der Staatsdebatte zum "Nachlesen" zusammengestellt, um einen einführenden Überblick über die Theorietraditionen zu geben.

Unterschieden wird zwischen kritischen, materialistischen Analysen des Rechts, des Staates und der Demokratie. Zu Wort kommen Eugen Paschukanis, Hermann Heller, Ernst Bloch, Nicos Poulantzas, Pierre Bourdieu, Frank Deppe, Joachim Hirsch, Franz Neumann, Josef Esser, Hans Kelsen, Johannes Agnoli, Andreas Fisahn und Heide Gerstenberger.

ISBN 978-3-96488-004-8     19,80 €  Portofrei     Bestellen

Rechtspopulismus als Protest. Die gefährdete Mitte in der globalen Moderne. Von Cornelia Koppetsch

Mit dem Mauerfall war in Europa die Epoche der Industriemoderne endgültig vorbei. Globalisierung hat Gesellschaften auf allen Ebenen verändert: In der Wirtschaft haben multinationale Unternehmen an Macht gewonnen, die Regierungen unter Druck setzen und politische Regeln definieren können. In der Politik gewinnen supranationale Regierungen und supranationale Organisationen, wie etwa die UNO, die Weltbank oder die NGOs, an Einfluss. Von der EU stammt inzwischen ein Großteil der Gesetze in den Bereichen Währung, Wirtschaft, Regionen, Verkehr und Umwelt, während die Volksparteien immer noch so tun, als ob sie das Land im Rahmen nationaler Grenzen regieren. Schließlich sind Gesellschaften durch Migration, den Aufstieg von Frauen und kulturelle Pluralisierungsprozesse auch im Inneren vielfältiger geworden.

Kulturelle Vielfalt kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich soziale Ungleichheiten durch die Transnationalisierung von Klassen verschärft haben: Ein globales Oben steht einem transnationalen Unten gegenüber und durch die Mitte gehen Risse - Stadt und Land, mobil-kosmopolitische und immobil-konservative Gruppen driften zunehmend auseinander.

ISBN 978-3-96488-024-6     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Die Linke und die Religion. Geschichte, Konflikte und Konturen. Hrsg. Cornelia Hildebrandt, Jürgen Klute, Helge Meves und Franz Segbers

Es ist eine schwierige Beziehung, die Linke zu Religionen und Kirchen haben. Von Beginn an haben die Kirchen die sozialistische Arbeiterbewegung als atheistisch und kirchenfeindlich bekämpft. Für die Linken war Religion oft nur falsches Bewusstsein, "Opium des Volkes" (Marx), schädlich im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Das Protestationspotenzial von Religion (auch Marx), von den Kirchen immer wieder unterdrückt, findet weniger Beachtung.

Der Sammelband beginnt mit einem historischen Teil, in dem Aspekte dieses schwierigen Verhältnisses von Linken zu Religion und Kirchen dargestellt werden - mit Konsequenzen für linke Utopien, realpolitische Strategien im Kampf gegen Faschismus, Krieg und beim Aufbau des Sozialismus, der letztlich scheitert. Religion ist Privatsache, keine Staatssache und Parteisache - so die SPD im Gothaer Programm. Wäre dies nicht auch heute die Lösung angesichts neuer gesellschaftlicher Polarisierungen? Aber wie beschreiben Christentum, Judentum und Islam ihr Verhältnis zur Gesellschaft?

ISBN 978-3-96488-010-9     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Vom Kapitalismus ohne Wachstum zur Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Von Karl Georg Zinn

Die kapitalistische Produktionsweise setzte die seit Beginn der Zivilisationsgeschichte institutionalisierten Ausbeutungs- und Spaltungsverhältnisse fort, wenn auch in einer durch die Industrie veränderten Form der "Bewegungsgesetze des Kapitals". Die industriekapitalistische Wachstumsdynamik wird inzwischen ausgebremst. Damit zeichnet sich in den hoch entwickelten Volkswirtschaften der Übergang zu einer nachindustriellen Phase ab. Ein Kapitalismus ohne Wachstum wirft die Frage auf, ob sich katastrophenartige Krisen einstellen werden oder vermeiden lassen.

ISBN 978-3-89965-651-0     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Kampf ums Recht. Beiträge zum komplizierten Verhältnis von Politik, Arbeit und Justiz. Von Rolf Geffken

Viele nehmen ihre Rechte gar nicht wahr. Sie fürchten um den Verlust ihres Arbeitsplatzes, um die Kosten und Risiken eines gerichtlichen Verfahrens oder befürchten Sanktionen nach einem möglichen Erfolg. Trotzdem ist der Glaube an das Recht weit verbreitet. Er befördert nicht nur die Rechtswahrnehmung, sondern beeinflusst auch politische Debatten und Prozesse. Im komplizierten Verhältnis von Recht und Politik gewinnt das Recht zunehmend an Dominanz.

ISBN 978-3-89965-743-2     16,80 €  Portofrei     Bestellen

Wirtschaftspolitik und Sozialismus. Vom politökonomischen Minimalkonsens zur Überwindung des Kapitalismus. Von Stephan Krüger

Oft steht in linken, alternativen Konzepten die Auseinandersetzung mit dem "Hier und Jetzt" sowie mit längerfristigen, über den Kapitalismus hinausreichenden gesellschaftsverändernden Vorstellungen zusammenhanglos nebeneinander. Diesem Mangel versucht der Autor durch eine Integration aktueller wirtschaftspolitischer Gegenmaßnahmen in eine moderne und nachhaltige Sozialismus-Konzeption abzuhelfen.

ISBN 978-3-89965-674-9     34,80 €  Portofrei     Bestellen

Linker Antikapitalismus im 21. Jahrhundert Was es bedeutet, demokratischer Sozialist zu sein. Von Erik O. Wright

Beides ist wahr: Der Kapitalismus hat die materiellen Lebensbedingungen in der Welt verändert und die menschliche Produktivität enorm gesteigert; viele Menschen haben davon profitiert.

Zugleich hat der Kapitalismus große Schäden verursacht und erzeugt dauerhaftes Leiden und Zerstörung. Die fundamentale Meinungsverschiedenheit zwischen den Verteidiger/innen des Kapitalismus und seinen Kritiker/innen besteht in der Frage, ob es möglich ist, die Produktivität, Innovation und Dynamik, die dem Kapitalismus eigen ist, zu bewahren und doch über ihn hinauszugehen.

ISBN 978-3-96488-006-2     12,80 €  Portofrei     Bestellen

Profitraten und Kapitalakkumulation in der Weltwirtschaft. Arbeits- und Betriebsweisen seit dem 19. Jahrhundert und der bevorstehende Epochenwechsel. Von Stephan Krüger

Die Durchsetzung langfristiger Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus vollzieht sich innerhalb von Betriebsweisen des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, die die Grundlage für internationale Akkumulationsregimes bilden. Der Begriff der Betriebsweise beschreibt ein Rationalisierungsparadigma in den Leitsektoren der Wirtschaft, eine dadurch bestimmte Strukturierung der Arbeitsbevölkerung, ein von sozialen Auseinandersetzungen geprägtes Arbeitsregime (Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten), eine Ausgestaltung der Verteilungsverhältnisse, die wiederum Grundlage für die individuelle Konsumtion sowie die Familienstrukturen sind, und schließlich spezifische sozial-kulturelle Verhältnisse. Damit sind zugleich die Bestimmungsgründe des Alltagsbewusstseins benannt.

ISBN 978-3-96488-023-9     24,80 €  Portofrei     Bestellen

Karl Marx’ unvollendetes Projekt. Von Michael Krätke (Erscheint laut Verlag Juni 2020)

Bekannterweise konnte Marx sein Hauptwerk nicht selbst zu Ende bringen. Auch wenn sein langjähriger Freund und Weggefährte Friedrich Engels den zweiten und dritten Band noch zusammenstellen konnte, ist "Das Kapital" sozusagen ein unvollendetes Projekt.

Gleichwohl kann auf die Ausarbeitungen von Marx für die Analyse der Dynamik des heutigen Kapitalismus zurückgegriffen werden, wenn die Analysen über das Geld, den Kredit und andere "verrückte Formen", zu denen sich das Kapital schon zu Marx' Zeiten entwickelt hatte, genauer untersucht werden.

ISBN 978-3-89965-797-5     19,80 €  Portofrei     Bestellen

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