Gemeinhin gilt die Annahme, souveräne Staaten seien gegenüber einer globalisierten Welt der Finanzmärkte machtlos und damit obsolet geworden. Diese Sichtweise ist weit verbreitet, aber falsch, meinen Thomas Fazi und William Mitchell. Denn der vermeintliche Bedeutungsverlust der Staaten resultiert nicht aus der naturgegebenen Logik des kapitalistischen Globalisierungsprozesses, sondern aus politischen Entscheidungen, die von den Staaten selbst getroffen wurden.
I:MK (Thema)
Mathias Alexander Wolff untersucht, wie konfliktsensitiv die deutsche Qualitätspresse über Kriege berichtet. Die empirische Antwort auf diese Frage ist für die mediale Glaubwürdigkeit elementar - und sie fällt ernüchternd aus.
In zentralen Qualitätsdimensionen ist die Kriegsberichterstattung defizitär, was vor allem bedeutet: tendenziös. Exemplarisch deutlich wird dies an der journalistischen Wortwahl, einem bislang vernachlässigten Qualitätsindikator, für den ein spezifischer Analyseansatz entwickelt wurde. Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse verstehen sich als Argumente einer konstruktiven Medienkritik und bieten darüber hinaus konkrete Ansatzpunkte für Qualitätsverbesserungen und Prüfroutinen in der redaktionellen Praxis.
Millionen Deutsche flohen am Ende des Zweiten Weltkriegs aus Schlesien, Pommern, der Neumark und Ostpreußen. Häuser, Fabriken, Kirchen, Möbel, Küchengeräte, Kleidung, Bilder und vieles mehr ließen sie zurück in den Gebieten östlich der Oder und Neiße, die fortan in Polen lagen. Welche Geschichten erzählen sie?
Wiederentdeckt: die Kriegschronik einer mutigen polnischen Reporterin.
Vom Überfall Hitlers erfährt Aurelia Wylezynska im malerischen Südosten Polens. Während viele Menschen Warschau fluchtartig verlassen, kehrt die Schriftstellerin und Journalistin am 3. September 1939 dorthin zurück. Tag für Tag streift sie von nun an durch die besetzte Stadt und hält ihre Eindrücke fest, frei von Schwarz-Weiß-Denken, furchtlos und bildhaft: die Helme gefallener Soldaten, die Ghettoisierung der Warschauer Juden, ...
Am 18. April 1775 begann mit der Schlacht bei Lexington der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Ein Jahr später erklärten sich die 13 britischen Kolonien für unabhängig. Dies wird bis heute als Unabhängigkeitstag in den USA gefeiert.
Klaus-Jürgen Bremm zeichnet anschaulich den Unabhängigkeitskrieg nach, einen anfänglich kleinen Konflikt, der zur Entstehung einer neuen, großen Nation führte.
Die Erzählung berichtet vom Widerstand gegen die britische Kolonialmacht auf dem südasiatischen Subkontinent in den Jahren 1905 bis 1934.
Dieser Widerstand fand vielfältige Ausdrucksformen. Die Erzählung konzentriert sich auf hierzulande wenig bekannte Ereignisse und Akteure. Die Briten haben den südasiatischen Kontinent 1947 aus verschiedenen Gründen verlassen. Einer davon war der revolutionäre Widerstand. Das wurde im kollektiven Bewusstsein Indiens und der Welt über lange Zeit hin verdrängt und vergessen.
Geborgenheit spielt eine wichtige Rolle in emanzipatorischen sozialen Bewegungen. Das Buch zeigt, wie wir das transformative Potenzial von Geborgenheit im Aktivismus stärken können, ohne bestehende Machtverhältnisse zu reproduzieren.
»Dieses Buch ist ein soziologisch-philosophisches, wissenschaftlich-aktivistisches Wort- und Bilderbuch. Es geht um Geborgenheit in sozialen Bewegungen, die sich für eine sozial-ökologische Transformation und ein gutes Leben für alle einsetzen. Und es geht um die politische Dimension von Geborgenheit: ...
Die Besetzung der Arena 1976 holte ›68‹ auch in Österreich nach, sie führte Wien einen Schritt weg von der »toten Stadt«. Breite Massenbewegungen verhinderten das AKW Zwentendorf und das Kraftwerk Hainburg, zahlreiche Soziale Zentren und Hausprojekte entstanden durch Besetzungen, aber auch durch Verhandlungen. Im »Sommer der Migration« 2015 warfen Hundert tausende das die Einreise beschränkende Dublin-Regime über den Haufen.
Katholikinnen und Katholiken sind in den USA von einer verschwindend kleinen Minderheit zur größten Konfession im Lande aufgestiegen und bis ins Zentrum der Macht vorgerückt. Sie sind in Trumps Regierung stark präsent.
Das Buch zeichnet die faszinierende Geschichte des US-Katholizismus und seiner Verbundenheit mit der Politik von der Frühphase der europäischen Kolonisation bis in die Gegenwart nach.
Ist die Zukunft unserer Demokratie populistisch?
Die Strategie, sich als etablierte Politik nur gegen den Rechtspopulismus abzugrenzen, kann ihre Wirkung verfehlen und gesellschaftliche Spaltungen beschleunigen statt lindern. Die aktuellen Nervositäten der Gesellschaft und die Auswirkungen auf die Politik, die zu diesem Befund führen, stellt Fedor Rose in seinem Buch dar. Selbst Repräsentant des politischen Mainstreams hinterfragt er, was falsch gelaufen ist, dass der Einfluss der etablierten Kräfte sinkt und kaum noch Vertrauen in Personen und Institutionen besteht.