Peter Thiel
Palantir, der KI-Gott und das Ende des Menschen
„Peter Thiel will die Menschen zu Maschinen machen.“
Wie konnte Peter Thiel zu einem der mächtigsten Menschen unserer Zeit werden und dennoch weitgehend unbekannt bleiben? Während andere Milliardäre das Rampenlicht suchen, baut Thiel sein Imperium im Schatten auf.
Er war Mitgründer von PayPal, früher Geldgeber von Facebook und Architekt von Palantir, einer Dateninfrastruktur, die intelligente Massenüberwachung zur Grundlage globaler Herrschaft macht. Seit mehr als zwanzig Jahren formt Thiel eine Machtallianz aus Kapital, Geheimdiensten, Militärtechnologie und Künstlicher Intelligenz. Es ist ein Projekt, das auch darauf zielt, den Menschen - so wie wir ihn kennen - neu zu vermessen und hinter sich zu lassen.
Dieses Buch folgt der Spur Peter Thiels vom Silicon Valley der 1960er Jahre bis zur Entstehung eines neuen Feudalismus. Im Zentrum steht eine trillionenschwere Tech Elite, die politische Entscheidungsräume zunehmend privatisiert und demokratische Strukturen systematisch entkernt.
Ein gefährlicher Nerd: Das Peter-Thiel-Buch der Grenzgänger Tahir Chaudhry und Tariq Hübsch ist ein Infotainment-Hybrid aus Reportage und Tiefenanalyse, der weit über die Betrachtung der titelgebenden Person hinausgeht: Peter … wer? Obwohl er deutscher Herkunft ist, sogar Deutsch spricht, gehört Peter Thiel nicht zu den Reiznamen in deutschen Politdiskursen. Für Schnappatmungen sorgen in den jeweiligen politischen Blasen eher Namen wie Höcke oder Habeck, Merz oder Merkel, Klingbeil oder Kiesewetter oder auch Wadephul und Weidel. Doch Thiel? Dieser Name führt nach wie vor, wenn man ihn überhaupt schon einmal gehört hat, zumeist zu einem müden Achselzucken. Dabei handelt es sich um jemanden, der qua seiner finanziellen wie datentechnischen Ressourcen überaus wirkmächtig und zudem willens ist, kein geringeres Ziel als die Abschaffung des Menschen zu verfolgen. Müssten dieser Mann und sein Vorhaben so gesehen kein Dauerthema sein? Die beiden Grenzgänger-Autoren Tahir Chaudhry und Tariq Hübsch haben sich in ihrem Buch die Akte Thiel zur Brust genommen. Hübsch vom Schreibtisch aus und Chaudhry aus nächster Nähe — im Silicon Valley selbst. Herausgekommen ist ein knapp dreihundert Seiten starkes Werk, welches in der Gesamtheit weit mehr ist als ein rein informatives Sachbuch. Von Nicolas Riedl MANOVA 16.07.2026


