Der Reis und das Blut
Roman
Kambodschas bitterste Jahre
Mitte der 1970er Jahre befindet sich Kambodscha im Bürgerkrieg. Die Roten Khmer haben unter Pol Pot die Herrschaft übernommen und zwingen die Bevölkerung in Arbeitslager, in denen die Zahl der Todesopfer stetig ansteigt. Drei Augenzeugen berichten aus unterschiedlicher Perspektive von ihren Erlebnissen und den unvorstellbaren Zuständen dieser Zeit: ...
Kim Sar, der durch Zufall in die Führungsriege der Roten Khmer gelangte, Ung Phim, der als Soldat Flüchtende über die vietnamesische Grenze schleuste, und Yong Sok, der die Schrecken der Zwangsarbeit am eigenen Leib erfuhr.
Harry Thürks 1990 veröffentlichte ebenso spannende wie erschütternde dokumentarische Rückschau auf eines der brutalsten Regimes der jüngeren Geschichte ist nun endlich wieder lieferbar.
Klappentext
Sommer 1979: Kambodscha ist ein Land, in dem nur zögernd wieder Leben einzieht. Annähernd vier Jahre haben blutrünstige Terroristen es als Experimentierfeld für ihre schizophrenen Vorstellungen von einer Gesellschaft mißbrauchen können, die sie mit kommunistischen Losungen tarnten.
Jetzt ist Schluß damit: Aufständisches Militär hat gemeinsam mit vietnamesischen Soldaten jene Henker verjagt, die Lehrer, Künstler, Ingenieure, ja selbst Brillenträger als "Parasiten" betrachteten und ausrotten ließen.
Am 15. August 1979 beginnt in der Hauptstadt Phnom Penh der Prozeß des Revolutionären Volkstribunals gegen die Schlächter mehrerer Millionen kambodschanischer Bürger: Pol Pot, Ieng Sary und Konsorten. Präsident des Tribunals ist der hochgeachtete Richter Keo Chanda, ihm zur Seite stehen zehn Geschworene. Ankläger sind die überlebenden Juristen Mat Ly und Lun Nay.
Zu den Verteidigern gehört unter anderem der amerikanische Anwalt Hope R. Stevens. Die Nebenkläger vetritt der syrische Anwalt Mohammed Hikmet Turkmanee. Das Tribunal hat zu urteilen über ein Verbrechen, das die ganze Welt erregt und empört: Völkermord.
Ein indischer Journalist hat während des Prozesses drei junge Männer interviewt, die das Grauen der Pol-Pot-Zeit am eigenen Leib erfahren haben. Harry Thürk, Autor vieler Bücher über Asien, der Kambodscha vor und nach der Katastrophe erlebte, hat Einzelheiten der nationalen Tragödie, von der die jungen Männer berichten, hier wiedergegeben. [1. Auflage 1990]
Quelle, Leserstimmen und weitere Informationen zum Buch Harry Thürk Forum 14.04.2026