Gemachte Furcht
Die Türkenkriege als Genese moderner Propaganda

Türkenfurcht und antiosmanische Kriegspropaganda als konstituierende Momente neuzeitlicher europäischer Geschichte bilden die Urform aktueller Xenophobie und Kampfmythologie. Diese "gemachte" Angst fußt auf einer langen, über Jahrhunderte geformten gesellschaftlichen Konstruktion von ungeheurer Tiefenwirkung. Sie steht an der Wiege der bis heute gültigen, wesentlich von Enea Silvio Piccolomini (alias Papst Pius II.) kreierten Europakonstruktion.

Auch die gegenwärtig erzeugte Russophobie wurzelt in den damals entwickelten Schemata und Zugangsmethoden. 

ISBN 978-3-946946-53-3 1. Auflage 28.02.2026 26,00 € Portofrei Bestellen (Buch | Softcover)

Heute wie ehedem handelt es sich um eine effiziente, zentral gesteuerte Kampagne, die keinen Gegenstandpunkt zulässt. Ihr Ziel war und ist es zu manipulieren: Menschen sollen kriegswillig bzw. kriegsbereit gemacht werden. Die aggressive Türkenkriegspropaganda hat an der Wende zur Neuzeit einen profunden gesellschaftlichen Wandel begleitet. Sie war ein wichtiger Bestandteil jenes Prozesses, der schließlich ein Europa der Nationen auf Basis von raubenden Erwerbsgemeinschaften bzw. -konkurrenten konstituieren sollte. Vorliegender Text ist der Versuch, dies nachzuzeichnen; Parallelen zur heutigen Situation treten dabei offen zutage.

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Autoreninfos

Wissenschaftshistoriker und Journalist, Lektor an der Universität Wien.  Abschluss Diplomstudium Geschichte (2010), Doktoratstudium Philosophie (2012) und Masterstudium der Wissenschaftstheorie (2014). Von 1980 bis 1994 journalistische Tätigkeit als Mitarbeiter, Redakteur und Ressortleiter der Tageszeitung Volksstimme, Redakteur bzw. Redaktionsleiter in den Wochenzeitungen Salto und Schwechater Rundschau. Veröffentlichte zuletzt: Wege ins Diesseits. Der Einfluss des Averroismus auf Europa und europäisches Denken (2016). Quelle: Mangroven Verlag (Stand: 15.04.2026)

Autoren

Erstellt: 15.04.2026 - 12:26  |  Geändert: 15.04.2026 - 12:54