Verlag am Park

Hat die Welt eine Zukunft? Skizzen für eine mögliche Gesellschaft. Von Günter Buhlke

Leicht ist es, den Kapitalismus zu kritisieren, schwer plausible Alternativen zu formulieren. Schreibt der Autor in seinem Editorial. Recht hat er. Und hat sich daran gemacht, selber plausible Alternativen zu formulieren. Auf fast zweihundert Seiten breitet er seine Erfahrungen aus und zieht daraus seine Schlüsse, wie man bei der Veränderung der Welt vorgehen könnte und was am Ende des Systemswechsels herauskommen könnte. Das ist anregend und nützlich zum Weiterdenken, wohl wissend, dass es so ganz genau nicht kommen wird. Aber planen sollte man schon.

ISBN 978-3-947094-79-0     15,00 €  Portofrei     Bestellen

Uns haben sie vergessen. Die werktätige Klasse, die Pflege und die Krise, die kommt. Von Peter Mertens

Mertens Darstellung unterscheidet sich von den meisten Publikationen zu diesem Thema: Er jongliert nicht mit Zahlen und medizinischen Befunden, er verzichtet auf pseudowissenschaftliche Erklärungen. Er nimmt die Pandemie als gesellschaftspolitischen Vorgang. »Uns haben sie vergessen« zeigt Europas Menschenlandschaft mit Krise und Habgier in Corona-Zeiten, mit Krankenschwestern und »systemrelevanten« Werktätigen als »Helden«. Ein Bericht über eine alte Welt, die abstirbt, und eine neue, die noch geboren werden muss. Denn Corona ist zwar eine Krankheit des Körpers, aber sie offenbart, dass es dringlich ist, den Zeitgeist zu verändern und die gesellschaftlichen Umstände menschlicher zu gestalten.

ISBN 978-3-947094-77-6     14,00 €  Portofrei     Bestellen

Kleine Geschichte der SED. Ein Lesebuch. Von Heinz Niemann

Er erzähle als »Überzeugungstäter mit gutem Gewissen« seine kleine Geschichte, ohne die Perspektive als Zeitzeuge zur allein gültigen zu erheben. Schreibt Heinz Niemann. Er war fast vierzig Jahre in der SED. Und seinen Blick richtet er vornehmlich auf Walter Ulbricht und Erich Honecker. Doch die Ulbricht-Zeit steht bei dem Politikwissenschaftler im Zentrum: Erstens weil die DDR – wie damals von einigen westlichen Beobachtern bemerkt – der »interessanteste Staat in Europa war«. Und weil zweitens der Autor meint, das träfe auch auf diesen Zeitabschnitt seiner Biografie zu.

ISBN 978-3-947094-55-4     30,00 €  Portofrei     Bestellen

Dietrich Eichholtz. Texte 1992-2016. Von Dietrich Eichholtz

Seine »Geschichte der deutschen Kriegswirtschaft 1939-1945«, erschienen in drei Bänden (1959, 1985 und 1996), gilt unverändert als Standardwerk. Darin führte Eichholtz den Nachweis, dass die treibende Kraft für Faschismus und Krieg das deutsche Monopol- und Finanzkapital war. Womit seine Charakterisierung als Wirtschaftshistoriker zu kurz greift. Dietrich Eichholtz war ein marxistischer Historiker, der politische Prozesse in ihrer Komplexität und Kausalität analysierte und sich nicht auf die Untersuchung von Erscheinungen beschränkte, sondern immer zu ihrem Wesen vordrang.

ISBN 978-3-947094-72-1     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Haben Nation und Nationalstaat eine Zukunft? Ein Beitrag zur Erneuerung der marxistischen Nationstheorie. Von Alfred Kosing

Nicht erst seit der Nationalismus wieder Konjunktur hat beschäftigt sich der marxistische Politikwissenschaftler und Philosoph Alfred Kosing mit diesem Thema. Natürlich gibt es Überlegungen und Vorlagen der Klassiker, doch genügen im 21. Jahrhundert deren Auskünfte und für den Umgang mit aktuellen Erscheinungen? Kosing analysiert vorliegende Arbeiten, führt einen Exkurs durch die Entwicklungsgeschichte von Nationen, setzt sich mit Theorien und Thesen auseinander, um sich dann der Gegenwart und ihren Erscheinungen zu widmen. Dabei lässt er kein Problem aus.

ISBN 978-3-947094-48-6     25,00 €  Portofrei     Bestellen

Peter der Fünfte. Die wahre Geschichte des ukrainischen Diktators. Von Alexander Onischenko

Beide waren einmal ziemlich gute Freunde, Geschäft und Politik verbanden sie miteinander. Wie das in der Ukraine offenkundig so ist: Das eine lässt sich vom anderen schwer trennen, und die politische Macht nutzt man, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, während man die wirtschaftliche Potenz einsetzt, um für sich Politik zu machen. Onischenko war Poroschenko zu Diensten, als dieser 2014 Präsident wurde. Er klärte für ihn Personalfragen, trug Sporttaschen voller Geld durchs Präsidialamt und nutzte den "Cash-Lift", wie der Fahrstuhl in die Tiefgarage spöttisch genannt wurde, schmierte im Auftrag Abgeordnete, damit Abstimmungen im Parlament die gewünschten Resultate brachten, und löste Eigentums- und andere zwielichtige Probleme. Gemeinhin heißt das Korruption.

ISBN 978-3-947094-25-7     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Was bringt es, wenn Linke mitregieren? Von Paul Glier

Opponieren, tolerieren, mitregieren? Diese Frage beschäftigt die Partei Die Linke, seit sie PDS hieß. Der Autor, der dieser Partei angehört, stellt in Abrede, dass ein Regierungsbeteiligung größere Möglichkeiten als die Opposition eröffnete, grundstürzenden Einfluss auf die gesellschaftlichen Verhältnisse zu nehmen. Um diese Illusion sichtbar zu machen, untersuchte er Wirkung und Folgen, als linke Parteien in bürgerliche Regierungen mitwirkten. Er nahm die letzten achtzig Jahre in den Fokus. In dieser Zeit regierten neunzehn verschiedene linke Parteien in elf europäischen Staaten temporär mit. 31 Mal versuchten linke Politiker Politik zu machen für die Leute, die sie gewählt hatten.

ISBN 978-3-947094-08-0     14,99 €  Portofrei     Bestellen

Eine rote Familie. Von Henri Weiße und Johanna Weiße

Dreißig Jahre arbeiteten Henri und Johanna Weiße als Lehrer an der Schule der Gesellschaft für Sport und Technik "Etkar André" im Wald bei Belzig. Tatsächlich handelte es sich um die Schule der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA). 1988 verlegte sie ihren Sitz nach Gosen.
Henri Weiße, geboren 1929 in Dresden, wurde nach dem Krieg Maurer, studierte in Leipzig und trat dann dem MfS bei. Seine Frau Hanna Gilbert, Jahrgang 1936, schaut auf einen vergleichbaren Lebenslauf zurück. Sie erinnern an ihre Herkunft, berichten über Vorfahren, die zeitlebens für eine bessere Zukunft stritten, und schreiben über ihre Tätigkeit an der Schule für Aufklärer.

ISBN 978-3-947094-19-6     19,99 €  Portofrei     Bestellen

Die vertanen Chancen von Wende und Anschluss. Von Günter Benser

Der Historiker Günter Benser analysiert die Vorgänge 1989/90 aus zeitgenössischen Quellen. Nüchtern und objektiv, präzise wie emotionslos. Die Befunde sind was fürs Geschichtsbuch? Das ist ein Irrtum. Die Vorgänge haben im Osten Wunden gerissen. Diese sind noch lange nicht vernarbt, sie sind offen. Und werden es auch bleiben, solange keine andere Politik betrieben wird.

ISBN 978-3-947094-11-0     14,99 €  Portofrei     Bestellen

Politische Justiz in der Ära Adenauer. Von Erich Buchholz und Ralph Dobrawa

1959 erschien eine Publikation von Juristen aus der BRD und der DDR unter dem Titel "Staat ohne Recht. Des Bonner Staats strafrechtliche Sonderjustiz". Darin wurde die rechts- und verfassungswidrige Strafverfolgung zahlloser westdeutscher Kommunisten nach dem Verbotsurteil der KPD mit dokumentarischen Belegen gebrandmarkt. Von den damaligen Autoren lebt nur noch Prof. Erich Buchholz. Seit 1988 kämpft die "Initiativgruppe zur Rehabilitierung der Opfer des Kalten Krieges" (IROKK) nicht nur für die Aufhebung der Unrechtsurteile gegen die KPD und deren Mitglieder.

ISBN 978-3-947094-20-2     14,00 €  Portofrei     Bestellen

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