Heinz Niemann,studierte Philosophie, Ökonomie und Geschichte, promovierte 1965 und arbeitete als Hochschullehrer, zuletzt an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1990 wurde er dort zum Gründungsdirektor des Instituts für Politikwissenschaft gewählt, wo er bis zu seinem Lehrverbot 1992 tätig war. Niemann verfasste eine Reihe auch international beachteter Publikationen, insbesondere zur SPD und deren Geschichte. 1995 veröffentlichte er in der edition ost seine Untersuchungen zur Arbeit des 1979 von Honecker aufgelösten Instituts für Meinungsforschung beim ZK der SED, das Ulbricht 15 Jahre zuvor erst ins Leben gerufen hatte. Im gleichen Verlag erschienen 2008 Niemanns »Geschichte der deutschen Sozialdemokratie 1914-1945« und 2019 »Wann wir streiten Seit' an Seit'. Randglossen zur Krise der SPD und der Lage der Linken«. Mit seinem Roman »Der rote Bastard« setzte er 2001 dem Sozialdemokraten Julius Leber (1891-1945) ein Denkmal.
Heinz Fritz Niemann (* 15. Dezember 1936 in Magdeburg) ist ein deutscher Historiker. Er lehrte als Professor für Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung erst an der Karl-Marx-Universität Leipzig und dann an der Humboldt-Universität zu Berlin und gehörte 1978 zu den Autoren des Manifests des Bundes Demokratischer Kommunisten Deutschlands, das im Spiegel veröffentlicht wurde.
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